Topnews 2016 - #18: 9 verschiedene Sieger in der MotoGP

Der große Motorsport.com-Countdown mit den besten Stories des Jahres geht weiter: Heute blicken wir auf die MotoGP-Saison zurück, in der nicht weniger als 9 unterschiedliche Fahrer Rennen gewannen.

Als Jorge Lorenzo in Mugello Marc Marquez um Haaresbreite schlug war das der Beginn einer unglaublichen Serie. Einer, die in der Motorrad-Weltmeisterschaft noch nie dagewesen war: Fortan sollten 9 verschiedene Fahrer in der Königsklasse Rennsiege einfahren, ab Mugello sogar acht verschiedene Sieger in Folge.

Nach Lorenzo gewannen Valentino Rossi, Jack Miller, Marc Marquez, Andrea Iannone, Cal Crutchlow, Maverick Vinales und Dani Pedrosa – was acht in Folge sind. Den Gipfel landete schließlich Andrea Dovizioso, der in Sepang als Neunter gewann. Die Rechnung war aufgegangen: Die Klasse ist durch die Regeländerungen, nicht zuletzt durch den Wechsel von Bridgestone auf Michelin, spannender und enger geworden.

Bis Assen sah alles mehr oder minder normal aus. Die Rennen waren spannend, allerdings waren es die gleichen Fahrer "wie immer", die ganz oben standen. In den ersten sieben Rennen gewann Lorenzo drei Mal, Rossi und Marquez je zwei Mal.

In Assen regnete es in Strömen und auch begünstigt dadurch, dass Marquez' Kontrahenten Fehler machten, konnte Jack Miller am Ende als Satelliten-Pilot – der erste seit Toni Elias 2006 in Estoril – gewinnen.

Miller schrieb damit natürlich Schlagzeilen, er war der erste Nicht-Werksfahrer, der in über zehn Jahren in der MotoGP gewinnen konnte. Natürlich stand auch das Wetter dabei zur Debatte, schließlich hatte er im Regen profitiert. Und trotzdem brachte er das Ding nach Hause.

Drei Wochen später schien alles wieder "normal" zu sein, als Marquez im Flag-to-Flag-Rennen auf dem Sachsenring gewann. Er wechselte im richtigen Moment auf Slicks und bewies seine Klasse.

Nach der Sommerpause wurde dann Andrea Iannone auf dem Red Bull Ring zum zweiten "neuen" Sieger der Saison, er schenkte auch Ducati den ersten Triumph seit 2010.

Damit waren es schon fünf unterschiedliche Sieger, was seit 2009 nicht mehr der Fall gewesen war, ansonsten gingen die Siege immer an die Aliens – namentlich Rossi, Marquez, Lorenzo, Pedrosa und Casey Stoner. Und Iannone siegte im Trockenen – als fünfter verschiedener Sieger in Fünf Rennen.

Und weitere Neue

Aber niemand hatte erwartet, dass es so weiter gehen würde – und trotzdem tat es das. Nur eine Woche später in Brünn überraschte Cal Crutchlow, als er sich im Nassen für die harten Regenreifen entschied – und diese über die Distanz bringen konnte. Auf abtrocknender Strecke hatte er die besten Karten. Nur wenige Tage später gewann Maverick Vinales im Trockenen in Silverstone.

Dann kam Misano – und, gerade für den Saisonverlauf bis da hin, niemand rechnete mit einem siebten Sieger. Auf einmal war da aber Pedrosa, der das ganze Jahr über Schwierigkeiten gehabt hatte. Er konnte in der Hitze Italiens die weichen Reifen unglaublich haushalten und lehrte alle, dass er noch immer da ist. Sieger Nummer acht in Folge.

In Aragón war dann Marquez wieder an der Reihe und die Serie riss. Aber damit war noch nicht genug. Im Regen von Sepang feierte Dovizioso nach Donington 2009 seinen zweiten Karriere-Sieg in der MotoGP und wurde zum neunten Fahrer, der in diesem Jahr ein Rennen gewann.

Damit wurde der Rekord aus der Saison 2000 mit acht verschiedenen Siegern eingestellt. Damals war auch Rossi schon unter diesen.

In Valencia war dann die große Frage: Werden es deren 10? Wenn, dann wurde dies noch Aleix Espargaro oder seinem Bruder Pol zugetraut – aber das sollte nicht passieren.

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Rennserien MotoGP
Fahrer Valentino Rossi , Andrea Dovizioso , Jorge Lorenzo , Cal Crutchlow , Dani Pedrosa , Marc Marquez , Andrea Iannone , Jack Miller , Maverick Vinales
Artikelsorte Feature
Tags abwechslung, motogp, rekord, saisonsieger