Trotz Bremsproblemen in Spielberg: Quartararo verteidigt WM-Führung

Mit einer nicht richtig funktionierenden Vorderbremse müht sich Fabio Quartararo in Österreich zu Platz acht - Das erklärt auch seinen Ausritt ins Kiesbett

Trotz Bremsproblemen in Spielberg: Quartararo verteidigt WM-Führung

Fabio Quartararo fuhr ein unauffälliges MotoGP-Rennen in Österreich. Am ersten von zwei Wochenenden in Spielberg kam der Franzose als Achter ins Ziel. Nach Platz sieben in Brünn verpasste er somit zum zweiten Mal hintereinander ein Spitzenergebnis.

"Es war sehr schwierig, denn wir hatten im ersten und im zweiten Rennen technische Probleme", sagt Quartararo. Bevor das Rennen wegen des schweren Unfalls zwischen Johann Zarco und Franco Morbidelli abgebrochen werden musste, war Quartararo auf Abwegen.

"In Kurve 4 bin ich geradeaus gefahren. Ich war Fünfter oder Sechster. Es fühlte sich zunächst alles okay an, aber in der Runde zuvor wurde die Bremse weich. Ich bremste die Kurve dann so wie immer an, aber die Bremse war wie eine Kupplung!"

Quartararo fuhr geradeaus durchs Kiesbett. "Das war wirklich gefährlich!", sagt er zu seinem persönlichen Schreckmoment. Er fiel dadurch auf die letzte Position zurück und stand beim Neustart auf Platz 20 der Startaufstellung.

"Für das zweite Rennen haben wir dann alles getauscht, aber das Problem war genau gleich. Ich habe 18 Runden lang versucht mein Bestes zu geben. Manchmal war ich hinter anderen Fahrern und hatte keine Bremse."

Fabio Quartararo

Trotzdem verteidigte der Franzose seine WM-Führung

Foto: Motorsport Images

"Als ich alleine war, war es okay, aber ich hatte kein Vertrauen. Schade, denn wir dürfen WM-Punkte nicht so einfach wegen eines technischen Problems verschenken. Es ist wichtig, dass wir immer die maximal möglichen Punkte sammeln."

Trotzdem behauptete Quartararo die WM-Führung. Neuer Zweiter ist nun Rennsieger Andrea Dovizioso, der elf Zähler Rückstand hat. An den Trainingstagen hatte es an Quartararos Yamaha keinerlei Probleme mit den Bremsen gegeben.

Was wäre im Optimalfall möglich gewesen? "Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, dass wir bereit für den Kampf um das Podium gewesen wären", meint der Franzose. "Die drei Fahrer auf dem Podium waren sehr schnell. Es ist nie einfach, aber wir hatten die Pace für die Top 5."

"Aber mein Bremshebel ließ sich bis zum Griff zurückziehen. Wenn man keine Bremse hat, dann verliert man das Gefühl, weil man nie weiß, wann die Bremse greift. Zweitens ist es gefährlich. Unter diesen Umständen bin ich mit meinem Rennen zufrieden."

"Wir dürfen aber nicht ständig solche Probleme haben, denn so verlieren wir viele WM-Punkte. Ich denke, unser Ergebnis hätte ein vierter Platz sein können", schätzt Quartararo. Außerdem bestätigt er, dass er nicht mit reduzierter Motorleistung fahren musste.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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