Trotz KTM-Zukunft: Alex Marquez treibt Ducati-Entwicklung weiter voran
Alex Marquez bleibt trotz feststehendem KTM-Wechsel eine Schlüsselfigur bei Ducati - Der Spanier erklärt, warum die Entwicklung des Bikes davon unberührt bleibt
Alex Marquez ist in die Entwicklung bei Ducati weiter voll involviert
Foto: Getty Getty
Auch wenn noch nicht offiziell bestätigt, wird Alex Marquez 2027 dem Vernehmen nach zu KTM wechseln. Der Spanier geht jedoch nicht davon aus, dass das seine aktuelle Rolle in der Entwicklungsarbeit bei Ducati beeinflussen wird.
"Die Hersteller bezahlen ihre Fahrer bis zum Jahresende und versuchen, das Maximum aus ihnen herauszuholen und alles, was sie liefern können, zu nutzen. Ducati hat wegen der Gerüchte auf dem Fahrermarkt nichts geändert. Sie arbeiten weiterhin mit den vier Werksfahrern, die sie unter Vertrag haben", stellt der Vizeweltmeister klar.
Mit Blick auf seinen künftigen Wechsel zu KTM betont der Spanier, dass dieser noch weit entfernt sei und sein Fokus vollständig auf der aktuellen Aufgabe liege.
Alex Marquez vor Wechsel zu KTM
Hinter den Kulissen sind für 2027 bereits mehrere Fahrerwechsel beschlossen worden. Offiziell bestätigt werden können diese jedoch erst, sobald der neue Fünfjahresrahmenvertrag zwischen der Herstellervereinigung MSMA und der MotoGP Sports Entertainment Group (ehemals Dorna) unterzeichnet ist.
Nach Abschluss dieses Abkommens wird eine größere Welle an offiziellen Bekanntgaben erwartet. Betroffen davon ist auch der jüngere der Marquez-Brüder. Nach vier MotoGP-Saisons, drei Siegen und einem zweiten Platz in der Saison 2025 auf einer Ducati steht sein Wechsel zu einem KTM-Werksteam bereits fest.
Der Schritt erfolgt nur ein Jahr, nachdem er innerhalb von Ducati trotz seines Einsatzes im Gresini-Team zum Werksfahrer in der Entwicklungsarbeit befördert wurde. Seine starke Saison 2025, in der er lediglich von seinem Bruder Marc geschlagen wurde, führte zu einer deutlichen Aufwertung seiner Rolle in Borgo Panigale.
Alex Marquez bringt sich weiter voll ein
Neben dem Einsatz der neuesten Desmosedici-Spezifikation (GP26) wurde die Startnummer 73 zu einem wichtigen Baustein in der Weiterentwicklung des Motorrads, dessen Dominanz inzwischen jedoch zunehmend durch Aprilia unter Druck gerät.
Der Hersteller aus Noale gewann die ersten drei Saisonrennen mit Marco Bezzecchi und führt die Weltmeisterschaft derzeit gemeinsam mit Jorge Martin auf Platz zwei an. Diese Entwicklung zwingt Ducati dazu, sämtliche verfügbaren Ressourcen zu nutzen, um den Rückstand auf den direkten Konkurrenten zu verkleinern.
Unter anderen Umständen hätten sowohl Marquez als auch Francesco Bagnaia, der mit einem Wechsel zu Aprilia in der kommenden Saison in Verbindung gebracht wird, möglicherweise weniger Einfluss auf die Entwicklungsarbeit gehabt.
"Ducati hängt im Moment ein wenig fest"
Aktuell jedoch kann es sich Ducati nicht leisten, einen der beiden Fahrer aus der technischen Entwicklung herauszunehmen. Marquez selbst beschreibt die Situation klar.
"Im Moment ist Aprilia besser als Ducati, weil sie gewinnen. Letztes Jahr waren wir vorne und sie konnten uns nicht schlagen, aber in dieser Saison hängt Ducati ein wenig fest. Hoffentlich erreichen wir im Laufe des Jahres einen Punkt, an dem wir einen Schritt nach vorne machen", blickt der Gresini-Pilot voraus.
In der aktuellen WM-Wertung liegt Marquez auf Rang acht. Sein bestes Resultat der bisherigen Saison ist ein sechster Platz in Brasilien. Das ist ein deutlicher Kontrast zur vergangenen MotoGP-Saison, als er nach drei zweiten Plätzen in Serie bereits nach dem dritten Rennwochenende die Weltmeisterschaft anführte.
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