"Unglaublich": Suzuki-Pilot Alex Rins testet MotoGP-Schulterkamera

Suzuki-Pilot Alex Rins probierte am Portimao-Freitag eine völlig neue Onboard-Kamera, die in den Overall eingebaut ist und die Fahrerperspektive zeigt

"Unglaublich": Suzuki-Pilot Alex Rins testet MotoGP-Schulterkamera

MotoGP-Promoter Dorna nutzte den Trainingsauftakt zum Grand Prix der Algarve in Portimao für den ersten Test einer völlig neuen Onboard-Kamera.

Suzuki-Pilot Alex Rins war im ersten Freien Training am Freitagvormittag mit der neuen Kamera unterwegs. Sie ist im Bereich der Schulter in den Overall eingelassen und liefert spektakuläre Bilder aus der Fahrerperspektive. Bei dieser Gelegenheit kann man das Cockpitdisplay (Dashboard) sehen. Und man kann sehen, welche Knöpfe und Hebel der Fahrer, in diesem Fall Rins, am Lenker betätigt.

 

"Es war eine wirklich unglaubliche Erfahrung", schwärmt Rins. "Ich muss mich bei der Dorna für die Gelegenheit bedanken, dass ich damit fahren durfte. Normalerweise sieht es ja so aus als würden wir einfach nur den Gasgriff auf- und zudrehen. Aber wir tun natürlich schon mehr."

Die Bilder der neuen Kamera sind auf der Berg- und Talbahn in Portimao natürlich besonders eindrucksvoll. "Man sieht genau, wie wir fahren und wie stark sich alles bewegt", sagt Rins und gibt zu, dass es nicht einfach war, Suzuki zu überzeugen, mit der neuen Kamera zu fahren.

"Die Japaner haben eine andere Art zu arbeiten. Daher war es nicht einfach. Mich persönlich hat es aber überhaupt nicht gestört", so der Spanier, der hofft: "Vielleicht sehen wir nächstes Jahr mehrere Fahrer damit."

Alex Rins

Kaum zu sehen: Der schwarze Punkt an Rins' linker Schulter ist die neue Kamera

Foto: Motorsport Images

Auch Rins' Teamkollege Joan Mir, der die neue Kamera selber noch nicht ausprobiert hat, hofft, dass sie Schule machen wird: "Ich würde natürlich sehr gerne auch andere Bikes, nicht nur die Suzuki, so sehen. Denn natürlich bin ich sehr interessiert daran zu sehen, was die anderen machen."

Aus dem Ducati-Lager gibt es diesbezüglich schon mal eine Absage. "Ich verstehe, dass man neue Dinge ausprobieren will. Ich möchte mit diesem Ding aber nicht fahren", sagt Jack Miller und erklärt: "Eine Kamera in meinem Overall, das ist nicht das, was ich mir vorstelle, schon gar nicht bei den hohen Geschwindigkeiten, die wir fahren."

Als Millers Teamkollege Francesco Bagnaia nach seiner Meinung zu diesem Thema gefragt wird, antwortet er: "Nun, es war interessant, die Geheimnisse der Suzuki zu sehen. Ich habe gesehen, wie sie das [Ride-Height-]Device für das Hinterrad betätigten. Und ich habe auch das Dashboard gesehen."

Suzuki-Pilot Rins hält Befürchtungen, dass damit Geheimnisse preisgegeben werden, aber für übertrieben. "Auf dem Dashboard sieht man nur Zahlen. Letzten Endes fahren doch alle Teams in diesem Fahrerlager mit Onboard-Kameras, aus deren Bildern man etwas ableiten könnte."

Ob die neue Schulterkamera auch in Zukunft eingesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Weitere Co-Autoren: Matteo Nugnes. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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