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Unterschied Ducati GP24 zur GP23: Besseres Turning und Reifenmanagement

Die Ducati GP24 kann engere Kurvenradien fahren - Um mithalten zu können, müssen die GP23 auf Messers Schneide sein - Noch nicht alle Updates auf der GP23

Unterschied Ducati GP24 zur GP23: Besseres Turning und Reifenmanagement

Ducati dominiert auch die MotoGP-Saison 2024 nach Belieben. Sieben der ersten acht Rennen wurden von Ducati gewonnen. Nur in Austin triumphierte Maverick Vinales mit der Aprilia. Seit Jerez, also in den vergangenen fünf Rennen, standen ausschließlich Ducati-Fahrer auf dem Podest.

Auffällig ist, dass alle Siege von der aktuellen GP24 errungen worden sind. Das Vorjahresmodell hat es mit Marc Marquez dreimal am Sonntag auf das Podium geschafft. Im Vorjahr konnte Marco Bezzecchi mit dem Vorjahresmodell zweimal in der ersten Saisonhälfte gewinnen.

Aktuell ist der Unterschied zwischen GP24 und GP23 größer als im vergangenen Jahr zwischen GP23 und GP22. In Barcelona, in Mugello und in Assen fuhren Francesco Bagnaia und Jorge Martin vom Speed her in ihrer eigenen Liga.

 

"Wenn man sich die Daten ansieht", erklärt Fabio Di Giannantonio den Unterschied, "dann ist die GP24 am Kurveneingang und in der ersten Turning-Phase besser. Das Motorrad positioniert sich für den Kurvenausgang besser. Sie können die Kurve etwas enger fahren."

Deshalb kommt der VR46-Fahrer zu dem Fazit: "Ihnen fällt es dadurch etwas einfacher, so schnell zu fahren. Wir können das auch, aber um das zu tun, muss man wirklich am Limit sein. Man muss auf Messers Schneide und perfekt fahren. Wenn man kleine Fehler macht, wird es schwierig."

Das war in Mugello deutlich zu sehen. Marc Marquez hatte Mühe, mit der GP24 mitzuhalten. In Assen waren er und Di Giannantonio chancenlos und konnten nie das hohe Tempo von Bagnaia und Martin fahren.

Fabio Di Giannantonio, Alex Marquez

VR46 und Gresini fahren mit der Ducati aus dem Vorjahr

Foto: Motorsport Images

Die vier GP24-Fahrer haben an den vergangenen fünf Wochenenden elf der 15 Podestplätze belegt. Die restlichen vier Podestplätze gingen an GP23-Fahrer. Alle anderen Hersteller blickten in den vergangenen Wochen durch die Finger.

Probleme mit neuen Reifen ausgemerzt

Ein wesentlicher Faktor sind in diesem Jahr die neuen Reifen von Michelin. Es wurden neue Mischungen entwickelt, die mehr Grip bieten, aber trotzdem langlebig sind. Das erklärt zu einem Großteil die Pulverisierung der Rundenrekorde.

Aber der Umgang mit den neuen Reifen musste erst gelernt werden. "Zu Saisonbeginn hatten wir Mühe", blickt Bagnaia zurück. "Im Katar-Sprint waren die Vibrationen extrem. Wir brauchten Zeit, um das zu verstehen."

Jorge Martin

Zu Saisonbeginn verursachten die neuen Reifen Vibrationen

Foto: Motorsport Images

"Vielleicht haben wir das vor den anderen verstanden. Mit acht Motorrädern ist es einfacher zu verstehen." Denn die Ducati-Fahrer klagen nicht mehr so wie am Saisonbeginn über Vibrationen vom Hinterrad. Die anderen Marken haben damit noch ihre Mühe.

Martin pflichtet Bagnaia bei: "Schon in Malaysia hatten wir Probleme mit den neuen Reifen. Ducati hat daran gearbeitet und verstanden, wie man damit umgehen muss. Sie haben etwas gefunden. Wir können den Reifen zu 100 Prozent nutzen. Das können die anderen Marken vielleicht noch nicht."

Die Ducati-Ingenieure haben zwischen den Rennen in Austin und Jerez etwas gefunden, um das Set-up zu optimieren. Seit Jerez fährt Ducati in einer eigenen Liga. Das trifft vor allem auf die GP24 zu, denn die GP23 wurde nicht für die aktuellen Reifen entwickelt.

Nicht die letzte Version der GP23

Bisher haben weder Gresini noch VR46 wesentliche Updates für die GP23 erhalten. Diese beiden Satellitenteams fahren auch nicht mit der letzten Spezifikation der GP23, sondern sie fahren mit der "Zarco"-Version.

Als Konsequenz seines Wechsels zu Honda erhielt Johann Zarco nicht mehr die letzten Updates, die Bagnaia, Martin und Enea Bastianini erhalten haben. Diese Updates sind in vollem Umfang bis heute nicht in die Boxen von Gresini und VR46 gelangt.

"Im Vorjahr war es anders", sagt Alex Marquez, "weil ich das Motorrad bekommen habe, mit dem sie in Valencia 2022 aufgehört haben. In diesem Jahr haben wir das Motorrad, mit dem sie die Saison 2023 begonnen haben. Es ist also anders."

Marc Marquez will sich nicht beklagen

Wie groß ist der Nachteil zur aktuellen GP24 wirklich? "Ich weiß nicht, wie viel besser oder schlechter das 2024er-Motorrad ist", meint Marc Marquez, "weil ich damit nie getestet habe. Ich fühle mich mit meinem Motorrad sehr gut."

"Ich und andere Fahrer haben gezeigt, dass man schnell sein kann." Seit Jerez gibt es an der GP23 ein kleines Update. "Ja, ich habe etwas bekommen, kann darüber aber nicht sprechen", sagt Marc Marquez diesbezüglich. "Das haben auch die anderen Fahrer bekommen."

Marc Marquez

Mit der Update-Philosophie gibt sich Marc Marquez zufrieden

Foto: Motorsport Images

"Ducati hat eine Philosophie, die als Fahrer schwierig zu verstehen ist, weil man immer mehr haben möchte. Aber aus Herstellersicht machen sie es richtig. Wenn ein 2023er-Motorrad etwas bekommt, dann bekommen es alle Fahrer."

"Ich denke, das ist die richtige Philosophie für das Projekt", findet Marc Marquez. "Egal wie weit man in der Punktetabelle vorne ist, man bekommt nichts." Alle Satellitenfahrer werden von Ducati gleich behandelt.

"In diesem Punkt war im Vorjahr Gigi Dall'Igna ehrlich zu mir", betont Marc Marquez. "Wenn ich gegen andere Ducati-Fahrer kämpfe, er halte ich das Gleiche. Kämpfe ich gegen andere Marken, bekomme ich mehr Updates. Jetzt kämpfe ich gegen andere Ducati-Fahrer. Mein Motorrad funktioniert gut und ich beklage mich nicht."

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