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Update Johann Zarco: So geht es seinem Bein nach dem Startunfall

Johann Zarco stürzt beim Neustart in Barcelona und bleibt mit dem Bein im Motorrad eingeklemmt - Eine Bänderverletzung und ein Knöchelbruch werden bestätigt

Update Johann Zarco: So geht es seinem Bein nach dem Startunfall

Johann Zarcos linkes Bein hatte sich im Reifen der Ducati verfangen

Foto: Getty Getty

Johann Zarco ist beim ersten Neustart des Grand Prix von Katalonien in der ersten Kurve verunfallt. In der Bremszone vor der ersten Kurve fuhr der Franzose seinem Honda-Markenkollegen Luca Marini ans Hinterrad. Beide stürzten und rissen dabei auch Francesco Bagnaia mit ins Kiesbett.

Dabei blieb Zarcos linkes Bein bei Bagnaias Ducati hängen. Er lag neben dem Motorrad im Kiesbett, sein Bein weiterhin beim Motorrad eingeklemmt. Bagnaia und Marini eilten ihrem Kollegen sofort zu Hilfe.

Das Rennen wurde zum zweiten Mal unterbrochen, um den Krankenwagen zu Zarco zu schicken. Anschließend wurde der 35-Jährige zur weiteren Behandlung ins Medical Center gebracht und danach ins Universitari General de Catalunya.

"Er wurde in das örtliche Krankenhaus gebracht", bestätigt LCR-Teamchef Lucio Cecchinello gegenüber TNT Sports. "Dort werden ein MRT und ein Scan durchgeführt, um genau festzustellen, was er hat."

"Er hat Schmerzen im linken Bein, Schmerzen rund um das Knie. Aber glücklicherweise hat er keine Gehirnerschütterung. Er hat keine Verletzungen im oberen Körperbereich, auch nicht an den Füßen und den Sprunggelenken."

Nach weiteren Untersuchungen meldete sich Zarco persönlich mit einem Video auf Instagram und teilte mit, wie es ihm geht: "Hallo an alle. Keine Sorge, wir warten noch auf die Ergebnisse der Untersuchungen."

"Ich habe eine Halskrause, aber sie ist eher lästig als wirklich schlimm. Das eigentliche Problem ist das Knie. Die Bänder haben nachgegeben, aber der Oberschenkelknochen ist nicht gebrochen."

"Ein kleiner Bruch am unteren Ende der Wadenbeinspitze, an der Außenseite des linken Knöchels. Ich halte euch auf dem Laufenden. Nur damit ihr euch keine allzu großen Sorgen macht: mehr Schreck als Schaden, kann man sagen."

"Ich melde mich. Heute Nacht schlafe ich im Krankenhaus, weil sie mich unter Beobachtung behalten wollen, dann werden wir sehen", schließt Zarco seinen per Smartphone aufgenommenen Videoclip ab.

Was Marini und Bagnaia vom Unfall berichten

Marini und Bagnaia blieben bei dem Unfall unverletzt und konnten beim zweiten und letzten Neustart wieder teilnehmen. Als sie nach dem Sturz im Kiesbett aufstanden und Zarco halb unter dem Motorrad sahen, machten sie sich große Sorgen.

"Es war hart", sagt Marini nach dem Rennen, "besonders für mich, denn als ich Johann dort mit dem Bein in dieser Position gesehen habe, kam mir sofort der Gedanke an Suzuka." Marini hatte sich dort 2025 bei einem Test schwer verletzt.

"Das war ein wirklich, wirklich schlechtes Gefühl. Jetzt, wo das Adrenalin und die ganze Konzentration für das Rennen nicht mehr da sind, schlägt mir das richtig auf den Magen."

Johann Zarco, Luca Marini, Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia und Luca Marini waren Augenzeugen des Unfalls

Foto: Getty Images Europe

"Ich hoffe, dass das medizinische Team gute Arbeit geleistet hat, um ihm zumindest die Schmerzen zu ersparen. Denn ich kenne diesen Schmerz in so einem Moment. Aber er hat Glück, dass der Krankenwagen recht schnell zur Stelle war."

Auch Bagnaia machte sich Sorgen, als er Zarco sah: "Mein Aufprall auf dem Boden war sehr heftig, enorm. Aber als ich mein Motorrad sah und er daran hing, habe ich nur sein Bein gesehen. Dieser Anblick hat mich selbst sehr mitgenommen."

Während der Unterbrechung kühlte Bagnaia seine linke Hand mit einem Eisbeutel. "Nach dem Rennen habe ich ein Röntgenbild vom linken Handgelenk machen lassen. Alles in Ordnung", so Bagnaia, "auch wenn ich mich nicht besonders gut fühle."

"Das Problem ist der Nacken: Mir ist schwindelig wegen der Halswirbelsäule. Ich hatte einen heftigen Aufprall auf den Nacken, die Halswirbelsäule ist betroffen, und die Muskeln hier ziehen sich zusammen - deshalb ist mir schwindelig."

Starts sind in Barcelona sehr heikel

Am Samstag kam es beim Start des Sprints zu einem Unfall in der ersten Kurve des Circuit de Barcelona-Catalunya und im Grand Prix bei diesem Neustart. Zarco zählt zu den erfahrensten Fahrern im Feld und dennoch unterlief ihm dieser Fehler.

"Meiner Meinung nach", sagt Marini, "hatte Johann beim Sturz wirklich, wirklich großes Pech, weil sein Bein im Reifen von 'Pecco' eingeklemmt wurde." Dass solche Unfälle passieren können, führt der Italiener auf mehrere Faktoren zurück.

Johann Zarco, Luca Marini, Francesco Bagnaia

Der Unfall beim ersten Neustart in Barcelona

Foto: Getty Images Europe

"Man kommt dort so schnell an. Dazu die Winglets und die Schnellstart-Prozedur, bei der der Vorderreifen noch nicht auf Temperatur ist. Man kommt an, bremst, wird von der Aerodynamik angesaugt."

"Das Motorrad verzögert nicht gut, wenn man hinter anderen Motorrädern fährt", trifft Marini die gleichen Einschätzungen, die schon nach dem Startunfall am Samstag von den Fahrern zu hören waren. "Alles kann passieren."

Bagnaia findet, dass Zarco nichts falsch gemacht hat: "Irgendetwas war seltsam an seinem Motorrad, denn er hat zwar früher angefangen zu bremsen, aber das Motorrad hat nicht gestoppt. Also ist irgendetwas passiert."

Einige Fahrer sprachen sich dafür aus, dass in Zukunft die Startlinie in Barcelona näher zur ersten Kurve verlegt werden könnte. Dann würden die Motorräder beim Start mit etwas geringerer Geschwindigkeit bei Kurve 1 ankommen.

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