Update macht Suzuki schneller: Alex Rins fährt in Mugello Topzeiten

Ein geheimnisvolles Update - mutmaßlich bei der Elektronik - sorgt für besseren Suzuki-Speed auf der Mugello-Geraden - Rins mit Topzeiten, Mir feilt am Set-up

Update macht Suzuki schneller: Alex Rins fährt in Mugello Topzeiten

Hauchdünn klappte es für Suzuki am Trainingstag für den Grand Prix von Italien nicht mit der Tagesbestzeit. Alex Rins zählte in Mugello trotz der langen Geraden zu den schnellsten Fahrern. Der Spanier musste sich Fabio Quartararo (Yamaha) lediglich um 0,071 Sekunden geschlagen geben. Teamkollege Joan Mir erlebte einen schwierigen Tag und landete außerhalb der Top 10.

"Es war ein guter Tag, sehr produktiv", freut sich Rins. "Ich habe geschaut, dass ich in diesen Rhythmus komme, den man hier in Mugello braucht. Im zweiten Training bin ich mit dem gebrauchten Medium-Reifen viele Runden gefahren, um die Rennpace zu checken."

"Diesbezüglich waren wir stark. Mit dem weichen Reifen ist mir eine schnelle Runde gelungen. Es war eine schnelle Runde, aber es reicht noch nicht für morgen. Wir haben eine gute Pace, aber wir müssen noch am Set-up arbeiten, damit ich einfacher fahren kann."

Technisches Geheimnis vermutlich die Elektronik

Am Donnerstag sprach Rins von einer technischen Neuerung, die man optisch nicht sehen kann. Das soll ein Fortschritt sein. "Das geheimnisvolle neue Teil funktioniert gut. Somit sieht alles gut aus", bestätigt er, ohne in Details zu gehen.

Alex Rins

Alex Rins zählte am Freitag zu den schnellsten Fahrern

Foto: Motorsport Images

Im Fahrerlager wird vermutet, dass Suzuki bei der Elektronik etwas gefunden hat. Das will Rins nicht bestätigen. Er sagt nur so viel: "Es funktioniert gut, wir haben an der Elektronik gearbeitet. Im Vergleich zu vor zwei Jahren ist hier unser Gesamtpaket generell besser."

Die Neigung zu Wheelies soll damit deutlich geringer sein. In der Topspeedwertung war Rins auf Platz sieben (352,9 km/h) zu finden und Mir auf Rang elf (351,7 km/h). Damit fehlten rund fünf bis sechs km/h auf die Ducati-Rakete von Michele Pirro.

Joan Mir hat noch kein optimales Set-up

Auch Mir "kann nicht" über diese geheimnisvolle neue Entwicklung sprechen. Der Weltmeister sagt dazu: "Es ist kein großer Fortschritt, aber beim Topspeed bin ich nicht Letzter. Somit ist es gut." Seine Probleme lagen am Freitag woanders. Mir klassierte sich im Tagesergebnis als Zwölfter.

"Wir müssen arbeiten. Ich bin mit meinem Gefühl nicht zufrieden", hält der Weltmeister fest. "Wir haben aber das Potenzial von unserem Motorrad hier in Mugello gesehen. Mein FT2 war nicht gut, ich habe mehr erwartet."

Joan Mir

Joan Mir klagte über eine schwierig zu fahrende GSX-RR

Foto: Motorsport Images

"In den letzten Minuten wurde ich gestört und konnte meine Rundenzeit nicht verbessern. Im zweiten Training haben wir eine andere Abstimmung probiert, um ein besseres Gefühl und Turning zu haben. Das Motorrad war aber sehr aggressiv. Deswegen war es sehr schwierig."

"Wir können das für morgen aber lösen. Mehr gibt es nicht zu sagen. Wie gesagt, das Motorrad war schwierig zu fahren. Ich hatte viele Wheelies. Ich konnte zwar schnell fahren, aber nicht konstant. Deshalb habe ich viele Fehler gemacht. Ich mache mir keine Sorgen, aber wir müssen arbeiten."

Dass er am Freitag im Schatten seines Teamkollegen stand, ärgert Mir nicht: "Es ist gut, einen schnellen Teamkollegen zu haben. Wenn man an einem Tag Mühe hat, dann kann man trotzdem das Potenzial des Motorrads sehen. Ich ärgere mich überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich sehe, dass das Motorrad funktioniert. Morgen müssen wir die Abstimmung besser hinbekommen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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