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Auf dem Sachsenring will Marc Marquez seinen WM-Rückstand weiter verkürzen - In der anschließenden Sommerpause liegt der Fokus dann auf seiner Fitness

"Urlaub wird kürzer": Marquez will Sommerpause für seinen Arm nutzen

Marc Marquez denkt schon an die Sommerpause

Foto: Getty Getty

Die MotoGP-Saison 2026 nähert sich der Halbzeit. Der Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring markiert das elfte von 22 Rennwochenenden. Anschließend folgt eine dreiwöchige Sommerpause, die dem kompletten Paddock Zeit zur Erholung bietet.

Marc Marquez versucht weiterhin, Erholung und Training zu kombinieren, auch wenn sein Terminkalender nicht frei von Verpflichtungen ist, wie man am vergangenen Wochenende sehen konnte.

Nach den intensiven und kräftezehrenden Rennen im Balaton Park, in Brünn und in Assen war der amtierende Weltmeister ein Star der World Ducati Week in Misano, wo Ducati das 100-jährige Firmenjubiläum zelebrierte.

Marquez ging das Race of Champions, das von Nicolo Bulega gewonnen wurde, gelassen an und beendete es auf dem zwölften Platz. Vor allem wollte er Zwischenfälle oder Überanstrengung vermeiden.

Das betrifft vor allem seine rechte Schulter, der noch immer Kraft fehlt. Außerdem steht nun mit dem Sachsenring eine der besten Strecken für Marquez im Kalender. Er hat dort schon zwölfmal gewonnen, neunmal davon in der MotoGP.

Dort wird er versuchen, seine "Operation Aufholjagd" fortzusetzen. Weil sich der 33-Jährige seine Kraft einteilen muss, geht er taktisch vor. Das hat Marquez schon vor Assen deutlich gemacht.

Er betrachtete den Besuch in "der Kathedrale" als eines der letzten Rennen, bei denen es vor allem darum ging, zu überleben, um bei den kommenden Rennen in den Angriffsmodus wechseln zu können.

Im Rahmen der WDW in Misano äußerte sich Marquez bei Sky Italien zu seinen Aussichten auf den Sachsenring: "Im vergangenen Jahr habe ich gewonnen, aber ich habe damals viele Rennen gewonnen, sieben in Folge."

"Deshalb glaube ich, dass es eine Strecke ist, die mir gefällt, eine, die recht gut zu meinem Stil passt, und wir werden sehen. Wir werden versuchen, während des Wochenendes gut zu arbeiten und vor allem um das Podium zu kämpfen."

Marquez hatte vor dem Grand Prix von Ungarn 102 Punkte Rückstand in der WM-Wertung. Nachdem er im Balaton Park und in Brünn gewonnen hatte, während Marco Bezzecchi kaum WM-Punkte sammelte, änderte sich das Bild.

Vor dem Sachsenring liegt Marquez 40 Punkte hinter Jorge Martin, der von seinem Aprilia-Teamkollegen Bezzecchi die WM-Führung übernommen hat. Auf dem Sachsenring könnte Marquez seinen Rückstand weiter verkürzen.

Tardozzi bekräftigt, dass Marquez körperlich eingeschränkt ist

"Das Motorrad funktioniert, das Team funktioniert, mein Kopf funktioniert", betont der siebenmalige MotoGP-Weltmeister. Die größte Einschränkung sieht er nach wie vor bei sich selbst, weshalb ihm die Sommerpause gelegen kommt.

"Wir müssen an meiner körperlichen Verfassung arbeiten, um zu versuchen, diesen Sommer einen Schritt nach vorne zu machen", blickt Marquez auf die kommenden Wochen nach dem Sachsenring voraus.

Er sagt: "Der Urlaub wird kürzer sein, um zu versuchen, einen Schritt nach vorne zu machen und zu sehen, wie weit wir mit diesem rechten Arm kommen können." Denn das wird entscheidend für seine weiteren WM-Ambitionen sein.

Davide Tardozzi

Davide Tardozzi beschreibt, wie stark Marquez körperlich eingeschränkt ist

Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images

Ducati-Teammanager Davide Tardozzi bestätigt bei GPOne.com, dass sich Marquez beim Race of Champions geschont hat. Trotzdem ist der ehemalige Rennfahrer beeindruckt von Marquez' Willen.

"Er hat zwei der letzten drei Rennen gewonnen, aber die Leute verstehen nicht richtig, wie außergewöhnlich das war und was für ein Held er dabei gewesen ist", so Tardozzi. "Er hat das getan, was ihm sein Körper eigentlich nicht erlaubt hätte."

"Er hat ein Hassliebe-Verhältnis zu seiner Verletzung, er muss sie pflegen und managen, aber dann ärgert er sich natürlich, weil er sehr wohl weiß, dass er ohne dieses Problem noch stärker sein könnte."

"Ich glaube, dass Marc als intelligenter Junge die Dinge sehr klar sieht. Er hat verstanden, wie er seinen Körper bestmöglich managen kann. Die Leute glauben es nicht, aber Marc hat wirklich ein Problem mit seinem rechten Arm und der Schulter."

"Man muss nur beobachten, wie er Rechts- und Linkskurven fährt, dann sieht man, dass er mit den Armen nicht dasselbe macht. Wir sehen anhand der Daten den Geschwindigkeitsunterschied, und ich kann euch sagen: Wenn er rechts das machen würde, was er links macht... tschüss."

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