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V4-Yamaha: Warum Jack Miller optimistischer ist als Quartararo

Pramac-Pilot Jack Miller sieht an der V4-Yamaha positive Aspekte, die negativen will er gemeinsam mit den Ingenieuren angehen - Alex Rins hat eigenes Anti-Frust-Rezept

V4-Yamaha: Warum Jack Miller optimistischer ist als Quartararo

Pramac-Pilot Jack Miller sieht in der V4-Yamaha durchaus Potenzial

Foto: AFP

Die Yamaha M1 mit V4-Motor, wie sie in der unmittelbar bevorstehenden MotoGP-Saison 2026 an den Start gehen wird, ist bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das gilt insbesondere für die Erwartungen von Ex-Weltmeister Fabio Quartararo.

Beim letzten Vorsaisontest 2026 in Buriram (Thailand) war Quartararo angesichts der geringen Konkurrenzfähigkeit seines Motorrads dermaßen frustriert, dass er der V4-Yamaha demonstrativ den Mittelfinger zeigte. Für die Zukunft, konkret für die Zeit ab 2027 ist sich Quartararo bereits mit Honda einig. Dass die Vertragsunterschrift bislang noch nicht öffentlich verkündet wurde, das hat andere Gründe, die nicht nur Yamaha und Honda betreffen.

So frustriert wie Quartararo sind im Yamaha-Lager aber nicht alle. Pramac-Pilot Jack Miller erkennt an der M1 mit V4-Motor durchaus positive Aspekte. "Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber insgesamt bin ich zufrieden. Sagen mir mal so, ich bin zufrieden mit der Basisabstimmung", erklärt Miller, der beim Buriram-Test an beiden Tagen schnellster Yamaha-Fahrer war.

Jack Miller sieht positive Aspekte an der V4-Yamaha

"Mit dem neuen Chassis waren wir in Malaysia noch nicht zufrieden", denkt Miller an den Sepang-Test von Anfang Februar zurück. "Wir haben aber seitdem ein paar Veränderungen vorgenommen. Mit der eingeschlagenen Richtung bin ich zufrieden."

"Ich glaube, das klassische Yamaha-Fahrgefühl ist immer noch da", attestiert Miller auch der M1 mit V-Motor statt Reihenmotor ein gutes Handling. "Das Gefühl für das Vorderrad und die Rückmeldungen, die mir das Motorrad gibt, gefallen mir. Ich finde, das Bike lenkt ziemlich gut ein", sagt er.

Jack Miller

Miller lobt das Handling der Yamaha - auch mit V-Motor statt Reihenmotor

Foto: AFP

Zwar war Miller an beiden Tagen des Buriram-Tests der schnellste Yamaha-Fahrer, hatte aber trotzdem an beiden Tagen eine ganze Sekunde Rückstand auf die Spitze. Am Schlusstag fuhr er "zwei Longruns, jeweils 20 Runden lang", wie er sagt und erkennt: "Wir kommen jetzt in den Bereich, in dem wir das neue Motorrad beginnen zu verstehen und wir verstehen, wie wir es weiterentwickeln müssen."

Was laut Alex Rins die zwei großen Schwächen der V4-Yamaha sind

Für Alex Rins, im Yamaha-Werksteam der Teamkollege von Fabio Quartararo, liegen die zwei größten Schwächen der V4-Yamaha auf der Hand. "Wir haben Rückstand im Bereich des Motors, uns fehlt Leistung", nennt er die erste Schwäche. Die zweite ist für ihn die Traktion, also die Beschleunigung aus den Kurven heraus.

Beim Buriram-Test fuhr Rins im Verlauf der zwei Tage hinter mehreren Motorrädern anderer Hersteller her. Dabei ist ihm aufgefallen: "Es ist nicht nur Marc [Marquez] auf der Ducati, es sind auch die Hondas und die Aprilias, die besser sind. Sie haben eine bessere Traktion. In der Beschleunigungsphase nehmen sie uns ein paar Meter ab. Und auf den Geraden nehmen sie uns dann weitere Meter ab."

Alex Rins

Laut Alex Rins ist die Traktion einer der großen Schwächen der V4-Yamaha

Foto: Getty Images AsiaPac

"Im Moment sieht es also so aus als wären die Fahrer bereit, aber das Motorrad noch nicht bereit", sagt Rins und weiter: "Wir müssen einfach weiter arbeiten. Es gibt noch eine Menge Dinge zu verbessern, aber das ist bei einem neuen Projekt normal."

"Als Fahrer", setzt der Yamaha-Werkspilot aus Spanien fort, "willst du natürlich immer pushen. Und wenn du dein Maximum gibst, die Resultate aber ausbleiben, dann ist das ein bisschen frustrierend. Wir müssen uns einfach im Klaren darüber sein, dass dieses Motorrad noch verbessert werden muss".

Beim Buriram-Test war Rins an beiden Tagen drittschnellster Yamaha-Fahrer hinter Miller und Quartararo. Einzig MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu, im Pramac-Rennstall der Teamkollege von Miller, hatte noch etwas mehr Rückstand.

Auf Nachfrage, wie er mit seiner Frustration umgeht, antwortet Rins mit Verweis auf die M1 in bildlichen Worten: "Ich schreie einfach in meinem Büro herum. Es ist natürlich extrem zäh, eine Saison so beginnen zu müssen. Wir müssen aber das Positive sehen. Was bleibt uns anderes übrig? Wir haben 22 Rennen vor uns. Wir können jetzt nicht das Handtuch werfen. Also lasst uns einen Weg finden."

Was Miller optimistisch nach vorn blicken lässt

Jack Miller jedenfalls scheint sich vom Frust, den sowohl Rins als auch Quartararo über die V4-Yamaha zum Ausdruck bringen, nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. "Dass diese Strecke hier [in Buriram] mit ihren langen Geraden eine schwierige für uns sein würde, das war uns klar. Wir haben aber eine klare Vorstellung davon, woran wir noch arbeiten müssen", sagt der Pramac-Pilot.

"Und", setzt Miller fort, "wir haben einen ganz klaren Plan, wann die ersten Updates kommen werden. Die Jungs arbeiten hart und ich stachle sie an, den Prozess [des Hinterherfahrens] so kurz wie möglich zu halten. Wie schon gesagt, das Handling ist nicht schlecht. Ich genieße das Fahren und freue mich auf die ersten Rennen".

Während Quartararo glaubt, dass es Monate dauern wird, wahrscheinlich sogar das ganze Jahr 2026, bis Yamaha mit dem V4-Motorrad konkurrenzfähig ist, gibt sich Miller zuversichtlicher: "Ich versuche so positiv wie möglich zu denken. Wie schon gesagt, wir haben einen ganz klaren Plan, wann Updates kommen werden. Ich glaube ganz fest, dass die Ingenieure ihr Bestes geben."

"Man muss sich das mal vor Augen führen", sagt Miller. "Mit einem Motorrad, das im Grunde erst vor sechs Monaten entstanden ist, auf eine Runde gesehen eine Sekunde hinter der Spitze zu liegen, das sollte man nicht unterschätzen. Es gehört einiges dazu, ein Motorrad quasi von Grund auf neu zu erfinden."

"Die Ingenieure leisten gute Arbeit und ich werde weiterhin alles geben, um sie anzufeuern und ihnen das bestmögliche Feedback an die Hand zu geben. Das mache ich grundsätzlich. Jedes Mal, wenn ich auf das Motorrad steige, versuche ich in meinen Aussagen so klar und präzise wie möglich zu sein, während ich meinen Job als Fahrer weiter so gut mache wie ich ihn machen kann", so Miller

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