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Valentino Rossi fühlt sich wieder "wie ein richtiger Fahrer"

Zum Auftakt des zweiten MotoGP-Tests in Katar kann Valentino Rossi deutliche Fortschritte verzeichnen - Auch Chassis und Aero-Verkleidung finden Anklang

Valentino Rossi fühlt sich wieder "wie ein richtiger Fahrer"

Nach den ersten beiden MotoGP-Testtagen in Katar gab Valentino Rossis Feedback Grund zur Sorge. "Wir müssen einen anderen Weg einschlagen", sagte der Petronas-Yamaha-Pilot damals. Genau das scheint jetzt gelungen zu sein.

"Der zweite Tag war sehr enttäuschend, denn am ersten Tag war das Gefühl mit dem Motorrad auch nicht schlecht", blickt Rossi zurück. "Am zweiten Tag funktionierte nichts mehr, wir haben Medium- und Soft-Reifen ausprobiert, aber ich war sehr langsam unterwegs." Damals rangierte er abgeschlagen auf Platz 19.

Diesmal reichte es für Rang 13. Auf den neuen Rundenrekord von Jack Miller (Ducati) fehlten Rossi am Ende 1,435 Sekunden. "Wir haben ein paar Dinge am Motorrad geändert und ich fühle mich besser", hält der 41-Jährige erleichtert fest.

Rossi lobt Miller, Quartararo und Vinales

"Am Ende stehe ich auf Platz 13, also ist es sicherlich nichts Großartiges", räumt Rossi ein. "Aber ich habe meine Rundenzeit um mehr als eine Sekunde gesteigert. Vor allem aber habe ich meine Pace und mein Gefühl mit dem Motorrad verbessert. Ich bin nicht auf dem Level der Spitze, aber ich bin viel näher dran."

Gegenüber den ersten beiden Testtagen zog das Tempo am Mittwoch generell deutlich an. Mit Miller und Fabio Quartararo (Yamaha) unterboten gleich zwei Fahrer den Streckenrekord. "Man muss sagen, dass vor allem die ersten beiden, aber auch Vinales, einen beeindruckenden Zeitangriff gemacht haben", sagt Rossi.

Auch wenn er da noch nicht mithalten konnte, schwärmt der Italiener: "Heute fühle ich mich wie ein richtiger Fahrer. Wir haben auch neue Sachen ausprobiert und das neue Chassis weiter verglichen, aber heute war der Eindruck positiver."

Mehr Topspeed dank Chassis und neuer Aero

"Das neue Chassis ist besser, weil wir damit ein besseres Turning haben", geht Rossi ins Detail. "Leider haben wir mit dem 2020er-Chassis etwas an Turning verloren. Und dieses hier ist in dieser Hinsicht besser. Es ist nicht dasselbe wie das 2019er-Chassis, aber es ist trotzdem näher dran und hat auch ein paar andere gute Punkte."

Das Chassis war nicht die einzige Komponente, die der Petronas-Pilot am Mittwoch einer genauen Analyse unterzog. Rossi arbeitete auch mit einer neuen Aero-Verkleidung, über die er sich ebenfalls positiv äußert: "Wir haben den Topspeed stark verbessert. Zwar ist Ducati immer noch etwa 10 km/h schneller, aber wir kommen näher."

Fortschritte sieht der 41-Jährige zudem beim Thema Reifengrip - in der vergangenen Saison oft ein Problembereich für Yamaha. Noch am zweiten Testtag habe er erneut sehr darunter gelitten, "aber heute sah es so aus, als ob die Reifen besser waren".

Rossi fühlt sich körperlich und mental fitter

"Das Chassis half mir, die Pace zu verbessern. Und ich habe auch den Fahrstil verbessert, denn es gab einige Kurven, in denen ich nicht stark genug war, besonders am Eingang. Alles in allem war es also ein positiver Tag. Und wenn man gute Sachen ausprobiert, die besseren Sachen, ist es auch besser für die Motivation."

Valentino Rossi

In Rossis Box herrschte am Mittwoch geschäftige Betriebsamkeit

Foto: Motorsport Images

"Denn", so gibt Rossi zu, "die richtige Motivation und die richtige Konzentration an einem langen Testtag zu finden, ist nicht einfach. Und auch körperlich fühle ich mich nach dem ersten Test besser." Zwei weitere Testtage stehen in Katar noch aus, bis die MotoGP am 28. März am gleichen Ort ihren Saisonauftakt feiern wird.

Der neunfache Weltmeister glaubt, dass sich bis dahin noch einiges ändern kann: "Es wird eine ganz besondere Situation sein, denn fünf Tage und zwei Rennen hintereinander sind wir noch nie auf der gleichen Strecke gefahren. Jeder wird ans Limit gehen, also wird es interessant sein zu sehen, was sich ändern wird."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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