Valentino Rossi glücklich: "Italien auch ohne mich in guter Situation"

Valentino Rossi glaubt, dass der Aragon-Sieg Francesco Bagnaia mental befreit hat - Für die Zukunft ist Italien stark aufgestellt und kann um den WM-Titel kämpfen

Valentino Rossi glücklich: "Italien auch ohne mich in guter Situation"

Mit 251 Grand-Prix-Siegen in der Königsklasse ist Italien die erfolgreichste Nation. Spanien ist mit 177 Siegen auf Platz zwei der ewigen Statistik. Der letzte italienische Weltmeister war Valentino Rossi im Jahr 2009. Vor der erfolgreichen Zeit von Rossi muss man weit zurückblättern, um den italienischen Weltmeister davor zu finden. Das war Franco Uncini 1982.

Mit der VR46-Akademie hat Rossi eine erfolgreiche Struktur aufgebaut, damit Italien auch nach seiner Karriere erfolgreich ist. Das sind allen voran Franco Morbidelli, Vizeweltmeister 2020, und Francesco Bagnaia.

In den Werksteams von Yamaha und Ducati haben sie die besten Chancen, die nächsten italienischen Weltmeister zu werden. Während Morbidelli im Vorjahr drei Rennen gewonnen hat, hat Bagnaia jüngst seine ersten beiden Siege erobert.

"'Pecco' hat zwei Polepositions mit Rundenrekord aufgestellt, und er hat beide Rennen gewonnen", lobt Rossi "seinen" Fahrer. "Dabei hat er praktisch alle Runden angeführt. Er war in diesem Jahr schon immer schnell, aber der Sieg in Aragon hat ihn mental befreit."

Francesco Bagnaia mit der italienischen Flagge nach seinem MotoGP-Sieg in Misano.

Zwei Rennen hat Francesco Bagnaia nun mit Ducati gewonnen

Foto: Motorsport Images

"Das Duell mit Quartararo wird spannend zu verfolgen werden. Es sind die beiden schnellsten Fahrer des Jahres. Schade, dass 'Pecco' zu Saisonbeginn so viele Punkte verloren hat. Die WM ist aber noch nicht vorbei. Es wird ein tolles Duell bis zum Ende."

"Im vergangenen Jahr hat 'Pecco' sein fahrerisches Level auf ein höheres Niveau gehoben", ist Rossi überzeugt. Sein persönliches Ziel hat er damit erfüllt: "Italien ist in der MotoGP auch ohne mich in einer guten Situation. Das ist sehr positiv."

"Wir haben 'Pecco', der in diesem Jahr um den WM-Titel kämpft und das auch im nächsten Jahr machen wird. Ich glaube, dass auch Morbidelli im nächsten Jahr mit der Werks-Yamaha sehr stark sein wird. Deshalb glaube ich, dass auch er um den WM-Titel kämpfen kann."

Und ab dem nächsten Jahr wird es das VR46-Team in der MotoGP geben. "In der Akademie haben wir noch meinen Bruder und Bezzecchi. Es ist noch nicht offiziell, aber es sind beide sehr schnelle Fahrer. Das haben sie in der Moto2 gezeigt."

"Dann gibt es noch Bastianini. Er ist zwar nicht unser Fahrer, aber er war absolut beeindruckend", spricht Rossi Platz drei in Misano an. "Das ganze Wochenende ist er wie ein Teufel gefahren. Im Rennen war er sehr beeindruckend und er ist auch die schnellste Runde gefahren. Ich glaube, er hat eine große Zukunft vor sich."

Außerdem hat im nächsten Jahr Andrea Dovizioso im Yamaha-Satellitenteam Werksunterstützung.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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