Valentino Rossi im Qualifying 17., während Halbbruder Luca Marini glänzt

Auch in Portugal schafft Valentino Rossi nur einen der hinteren Startplätze - Dafür setzt sich sein Halbbruder Luca Marini mit Startplatz acht in Szene

Valentino Rossi im Qualifying 17., während Halbbruder Luca Marini glänzt

"Das Ergebnis ist ziemlich schlecht", nimmt sich Valentino Rossi nach dem Qualifying für den Grand Prix von Portugal kein Blatt vor den Mund. Mit Startplatz 17 war der 42-Jährige auch in Portimao der mit Abstand langsamste Yamaha-Fahrer. Dafür gab Rossis Halbbruder Luca Marini (Esponsorama-Ducati) mit Startplatz acht eine Talentprobe ab.

Rossis Yamaha-Markenkollege Fabio Quartararo eroberte die Poleposition. Franco Morbidelli qualifizierte sich für die zweite Startreihe und Maverick Vinales kämpfte auch um einen der vorderen Startplätze. Ihm wurden seine beiden schnellsten Rundenzeiten gestrichen.

"Ja, die beiden Werksmotorräder von Quartararo und Vinales sind stärker als ich", erkennt Rossi an. "Sie sind schneller. Ja, ich mache mir Sorgen, weil ich erwartet habe, dass ich konkurrenzfähiger bin. Ich möchte es versuchen."

Die nackten Zahlen sprachen am Samstag eine deutliche Sprache. Im dritten Training fehlten Rossi zwar nur knapp zwei Zehntelsekunden auf einen Platz in den Top 10. Im Qualifying war Q2 aber nicht in Reichweite.

Keine gute Rennpace im vierten Training

Zudem fuhr der Italiener im vierten Freien Training mit Rennabstimmung keine konkurrenzfähigen Rundenzeiten. Während Quartararo konstant 1:39,9 Minuten fahren konnte, drehte Rossi im Bereich von 1:41,1 Minuten seine Runden. Es fehlte im Schnitt eine Sekunde auf die Spitze.

Valentino Rossi

In FT4 fehlte Rossi rund eine Sekunde auf Fabio Quartararo

Foto: Motorsport Images

"Wir haben gearbeitet und unsere Pace verbessert, aber es reicht nicht", seufzt der Routinier. "Ich habe immer noch Probleme. Bei der Beschleunigung bin ich etwas zu sehr gerutscht. Für den Grip in Schräglage müssen wir etwas anderes probieren."

"Meine Pace ist nicht fantastisch. Es wird morgen sehr schwierig. Ehrlich gesagt, es ist sehr schwierig, einen großen Schritt nach vorne zu machen. Aber jede Strecke ist anders. Hier bin ich etwas besser unterwegs als im zweiten Katar-Rennen, aber ich bin nicht in der Spitzengruppe."

"Im Vergleich zum Vorjahr bin ich etwas schneller, aber das reicht nicht, um um gute Ergebnisse zu kämpfen. Morgen wird es von so weit hinten schwierig. Meine Pace ist nicht fantastisch. Im Warm-up können wir noch etwas probieren. Hoffentlich sind wir morgen etwas schneller."

Luca Marini: Crash in FT4, starke Runde in Q2

Während sich Rossi an der portugiesischen Algarve nicht in Szene setzen konnte, gelang seinem Halbbruder das erste große Ausrufezeichen. Im dritten Training qualifizierte sich Marini als Siebter direkt für Q2. Schließlich zog er Startplatz acht an Land und war klar der beste Rookie.

"Ich liebe diese Strecke", schwärmt Marini. "Auch im Vorjahr war ich hier in der Moto2 schnell, und auch wenn wir mit der Akademie mit der Panigale hier waren, war ich schnell. Deshalb habe ich erwartet, dass ich hier stärker bin - aber nicht so stark."

Luca Marini

Portimao ist erst die zweite Strecke, die Marini mit dem MotoGP-Bike kennenlernt

Foto: Motorsport Images

"Diese Strecke ist etwas einfacher für mich, weil man hier einen hohen Kurvenspeed fährt. Am Hinterreifen habe ich guten Grip. Das macht es für einen Rookie einfacher. Ich bin die Runde hinter 'Pecco' gefahren. Meine Runde war nicht perfekt, aber ich bin zufrieden."

Der einzige Wermutstropfen war ein heftiger Sturz am Ende des vierten Trainings in Kurve 9. "Ich habe am ganzen Körper Schmerzen, vor allem im linken Arm und in der rechten Körperhälfte. Ich hoffe, dass ich morgen in besserer Verfassung bin. Wir arbeiten in der Clinica Mobile."

"Ich bin gestürzt, weil ich in FT4 mit einem gebrauchten Reifen gefahren bin. Es war die letzte Runde mit diesem Reifen. Ich habe schon vorher gespürt, dass das Vorderrad einklappen wollte. In der letzten Runde habe ich dann mehr gepusht."

 

"Ich bin etwas von der Linie abgekommen und habe eine Bodenwelle getroffen. Auch Oliveira ist dort gestürzt. Ich habe mich sehr geärgert, weil ich einen dummen Fehler gemacht habe", sagt Marini. "Es ist keine gute Idee, in der letzten Runde von FT4 in dieser schnellen Kurve zu stürzen."

"Es hätte auch schlimmer ausgehen können. Man muss in der MotoGP immer konzentriert und clever sein. Das Level ist so hoch. Ich habe mich geärgert, weil ich das Motorrad zerstört habe. Sorry an das Team. Ich hätte mich auch verletzen können."

Nun ist der Blick auf das Rennen gerichtet. Marini meint, dass seine Pace in FT4 "nicht so schlecht" war. Allerdings muss er auf den Verschleiß des Vorderreifens achten, speziell wenn er in einer Gruppe fährt.

Weitere Co-Autoren: Lorenza Dadderio. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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