Valentino Rossi muss wählen: Wer ersetzt "Diggia" bei VR46?
Fabio Di Giannantonio wechselt zu KTM - Valentino Rossi hat seine Kandidaten für VR46 - Eine Bedingung ist klar: Der Nachfolger muss Italiener sein
Rossi besuchte die MotoGP in Barcelona und feierte einen Sieg seines Teams
Foto: Getty Getty
MotoGP-Legende Valentino Rossi und sein VR46-Team stehen vor einer wichtigen Entscheidung. Mit Fermin Aldeguer steht bereits ein Fahrer für die MotoGP-Saison 2027 fest. Aldeguer besitzt auch für die Zukunft einen Ducati-Vertrag. Die italienische Marke übernimmt sein Gehalt.
Andererseits wird Fabio Di Giannantonio am Saisonende VR46 verlassen und ins KTM-Werksteam wechseln. "Diggia" gewann zuletzt in Barcelona sein erstes Rennen für Rossis Rennstall.
Für VR46 war es der erste MotoGP-Sieg seit September 2023. "Wir sind alle sehr, sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir bisher mit 'Diggia' geleistet haben", lobt Rossi im Interview mit Sky Italien.
"Als wir gemeinsam angefangen haben, stand 'Diggia' noch ganz am Anfang. Jahr für Jahr ist es uns gelungen, gemeinsam zu wachsen. Jetzt ist er sehr stark unterwegs. Das erfüllt uns mit großer Genugtuung."
Di Giannantonio ist auch im Rennen um den Weltmeistertitel. Nach sechs Rennwochenenden ist der 27-Jährige als WM-Dritter der bestplatzierte Ducati-Fahrer. Aber für die Zukunft muss Rossi ohne ihn planen.
Seit 2022 tritt VR46 in der Königsklasse an. Mit Luca Marini, Marco Bezzecchi, Di Giannantonio und Franco Morbidelli sind bisher ausschließlich Italiener für das Team gefahren. Mit Aldeguer wird erstmals ein Spanier bei VR46 sein.
Diese Kandidaten sind im Rennen
Deshalb ist es Rossi wichtig, dass der zweite Fahrer einen italienischen Pass besitzt: "Wir wollen für nächstes Jahr mindestens einen italienischen Fahrer haben, denn unser Team ist stets mit italienischen Fahrern gewachsen."
"Das würden wir gerne so fortführen. Es gibt also verschiedene Optionen und noch einige Dinge zu klären. Noch ist nichts offiziell, wir werden sehen." Mehrere Namen werden für den zweiten VR46-Platz gehandelt.
Ein Abgang von Morbidelli gilt als wahrscheinlich. Als Kandidaten für VR46 gelten Luca Marini, der bei Honda keinen Platz mehr haben wird, Nicolo Bulega, der die Superbike-WM dominiert, sowie Celestino Vietti aus der Moto2.
"Wir brauchen mindestens einen italienischen Fahrer im Team, daher zählen die genannten Namen zu unseren Prioritäten", sagt Rossi. "Dann schauen wir, wie es läuft. Wie ich immer sage: Was zählt, sind die Ergebnisse."
"Bis vergangene Woche stand Vietti nicht auf der Liste - dann hat er [in Barcelona] die Pole geholt und ist dabei. Wer in den nächsten Rennen die beste Form zeigt, wird der Favorit sein."
Vietti fährt in der Moto2 für das SpeedRS-Team von Luca Boscoscuro. In Barcelona startete Vietti von der Poleposition. Im Rennen musste er sich Manuel Gonzalez geschlagen geben und wurde Zweiter.

Nicolo Bulega (11) rast in der Superbike-WM von Sieg zu Sieg
Foto: Gold & Goose Photography/Getty Images
Morbidelli glänzte in Barcelona im Qualifying mit dem zweiten Startplatz. Die gute Ausgangsposition konnte er in den Rennen nicht in Top-Ergebnisse ummünzen. Im Sprint wurde er Siebter und im Grand Prix Zehnter.
Marini erzielte in Barcelona mit Platz sechs sein bestes Saisonergebnis. Der Halbbruder von Rossi ist nach sechs Rennwochenenden als WM-Elfter der beste Honda-Fahrer. Honda plant die Zukunft im Werksteam jedoch ohne ihn.
Auf der anderen Seite setzte Bulega seine Dominanz in der Superbike-WM fort. Der Ducati-Fahrer gewann auch alle drei Rennen in Most. Er ist nun in 19 aufeinanderfolgenden Rennen unbesiegt und stellt damit einen neuen Rekord auf.
Als die Serie am vergangenen Wochenende im tschechischen Most zu Gast war, wurde Bulega erneut nach seiner Zukunft befragt. "Mein Manager spricht mit Ducati, um die beste Lösung für mich zu finden", so der Italiener.
"Wir werden sehen. Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen. Mein Ziel ist es, einen Platz bei Ducati in der MotoGP zu finden. Ducati arbeitet daran, mein Manager ebenso. Ich hoffe, euch sehr bald etwas sagen zu können."
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