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Valentino Rossi: Warum sein Leben im MotoGP-Paddock schon lang vorbei ist

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Valentino Rossi: Warum sein Leben im MotoGP-Paddock schon lang vorbei ist
Autor:
06.01.2020, 14:31

MotoGP-Star Valentino Rossi blickt vor seiner 25. Saison auf die Anfänge zurück und sieht viele Veränderungen, die ihm nicht gefallen - "Man zahlt einen hohen Preis"

2020 startet Valentino Rossi seine 25. Saison in der Motorrad-WM. Und es könnte das letzte Jahr des 40-Jährigen in der MotoGP sein, dessen Vertrag mit Yamaha Ende des Jahres ausläuft - Verlängerung ungewiss. Überlebt hat Rossi in diesem Sport schon jetzt viele Konkurrenten. Zugleich hat sich seit seinem Debüt viel verändert.

"Leider auch auf negative Weise", hält der Italiener im Gespräch mit Matthew Birt bei 'MotoGP.com' fest und erinnert an seine Anfänge: "Zu Beginn habe ich es im Paddock sehr genossen. Ich hatte viele Freunde, unter den Fahrern wie auch unter den Mitarbeitern der Teams. Alles war etwas leichter und freier."

Rossi entsinnt sich: "Man fuhr mit dem Scooter durchs Paddock, machte ein paar Wheelies und frisierte den Roller ein wenig, um mehr Leistung zu haben. Es war wie ein zweites Zuhause. In den vergangenen Jahren wurde alles etwas schwieriger, auch in einem guten Sinne. Denn es sind viele Fans da, die mich unterstützen."

Rossi: "Früher ging es allein ums Motorradfahren"

"Aber für mich ist das Leben im Paddock jetzt vorbei. Schon allein wenn ich mich von meinem Motorhome in die Box bewegen muss, ist das harte Arbeit." Denn oft gibt es für ihn wegen der Fans kaum ein Durchkommen. "Jetzt konzentriert sich das Paddock-Leben auf das Innere der Box oder des Motorhomes. Das hat sich sehr verändert."

Valentino Rossi

Das mediale Interesse am "Doktor" ist enorm, ein Termin jagt den nächsten

Foto: LAT

Und nicht nur das. Auch die erhöhte TV-Präsenz und die sozialen Medien haben ihren Teil dazu beigetragen, dass zwischen damals und heute ein großer Unterschied liegt. "Früher war die Hauptsache, das Motorrad zu fahren. Danach hat man nur eine überschaubare Zeit mit Social Media oder Interviews verbracht", weiß Rossi.

"Jetzt sieht es manchmal so aus, als wäre es umgekehrt. Den Großteil des Tages verbringt man mit Interviews, Social Media und solchen Dingen. Und dann fährst du noch das Motorrad. Aber ich denke, dass sich das auch für andere Leute in ihrem normalen Leben verändert hat. Sich zu präsentieren, immer live zu sein, all das war vorher nicht so."

Medien- und Faninteresse erschwert normales Leben

Zwar betont Rossi: "Das hat sicherlich seine guten Seiten. Denn wer heute ein Fan der MotoGP ist, kann jedes Detail verfolgen und weiß ab Donnerstagnachmittag über alles Bescheid. In den 1990ern sah man mit etwas Glück das Rennen. Insofern ist das für die Fans natürlich gut. Auch wenn es einen Preis hat, den man zahlen muss."

Damit meint der Italiener nicht etwa die Ticketpreise, sondern die Abstriche, die er selbst und andere Fahrer als Privatpersonen aufgrund der Dauerpräsenz machen müssen. Für Rossi, der schon früh berühmt wurde, ist das freilich nichts Neues, hat sich über die Jahre durch die neuen, digitalen Medien aber noch einmal verschärft.

"Man muss sich anpassen. Ich wurde, insbesondere in Italien, schon 1997 berühmt. Ich war noch sehr jung, gewann aber bereits mein erstes Rennen. Im zweiten Jahr wurde ich dann Weltmeister. Das hat jeden überrascht, aber in Italien ist damit eine Bombe hochgegangen", blickt er auf die Anfänge seiner Berühmtheit zurück.

Tavullia ist zu einem wichtigen Rückzugsort geworden

Damit sei er zunächst nicht wirklich zurechtgekommen, gibt er zu: "Zu Beginn war es schwierig. Denn es ist nicht leicht zu akzeptieren, dass sich dein Leben so drastisch verändert. Es stimmt natürlich, dass man dadurch generell viele Vorteile genießt. Aber manchmal kann man eben kein normales Leben mehr führen."

"In den ersten vier, fünf Jahren fiel es mir schwer, mich daran zu gewöhnen. Aber mit der Zeit wurde es besser und ich versuchte, so normal wie möglich zu leben. Es war auch sehr gut, in Tavullia zu bleiben. Denn dort behelligen mich die Leute nicht so sehr. Sie sind es gewöhnt, mich zu sehen. 20 Kilometer weiter ist das schon wieder anders."

Mit Bildmaterial von LAT.

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