Valentino Rossi: "Weitere Details zum VR46-Team kommende Woche"

Zwischen dem Sachsenring und Assen wird VR46 den Motorradpartner vorstellen - Bei der Fahrerfrage nennt Rossi Kandidaten, lässt aber viel offen, auch seine Zukunft

Valentino Rossi: "Weitere Details zum VR46-Team kommende Woche"

Das Gresini-Team wird ab der MotoGP-Saison 2022 ein Satellitenteam von Ducati sein. Es wurde ein Zweijahresvertrag für 2022/23 unterzeichnet. Ab dem kommenden Jahr wird es dem Vernehmen nach noch ein drittes Ducati-Kundenteam geben. VR46 wird ebenfalls mit der Desmosedici fahren.

Offiziell bestätigt ist diese Kooperation noch nicht. Hinter den Kulissen wird seit Wochen daran gearbeitet und die letzten Details finalisiert. "Ich denke, wir werden nächste Woche offizielle Neuigkeiten verkünden", sagt Valentino Rossi. "In den Tagen nach Deutschland und vor Assen."

Mit Aramco hat VR46 einen potenten Sponsor gefunden. Es handelt sich dabei um die derzeit größte Erdölfördergesellschaft der Welt. Ein geringer Prozentsatz der Firmenanteile wird an der Börse in Riad gehandelt. Der Rest gehört dem Golfstaat-Saudi-Arabien.

Seit Anfang 2020 hat Aramco auch eine kommerzielle Partnerschaft mit der Formel 1. Bei vielen Rennen ist das Logo auf Werbebannern rund um die Rennstrecken der Königsklasse auf vier Rädern prominent in den TV-Übertragungen zu sehen.

Ducati hätte nichts dagegen, wenn Rossi selbst fahren würde

Bei VR46 ist einerseits die Finanzierung und andererseits das Motorrad (offizielle Bestätigung demnächst!) geklärt. Offen ist, wer für das neue MotoGP-Team fahren wird. Luca Marini und Marco Bezzecchi wären logische Kandidaten, aber was wäre mit Rossi selbst?

Valentino Rossi

Zwei Jahre lang fuhr Valentino Rossi erfolglos für Ducati

Foto: Ducati

"Ehrlich gesagt, ich weiß es momentan nicht", sagt der 42-Jährige. Seine beiden Ducati-Jahre 2011/12 waren nicht von Erfolg gekrönt. Seit damals hat sich Ducati stark verändert. Ganz andere Personen ziehen heute bei der italienischen Marke die Fäden.

"Valentino ist immer Valentino", sagt Ducatis General Manager Luigi Dall'Igna bei 'GPOne.com'. "Er wird auch immer so bleiben, bis er aufhört. Ich denke, er war der wichtigste Charakter in diesem Sport. Wir müssen ihn tun lassen, was er möchte, weil er so viel repräsentiert."

Dall'Igna hätte nichts dagegen, falls Rossi im nächsten Jahr im eigenen Team eine Ducati fahren würde. "Gut zu wissen, dass Dall'Igna das gesagt hat", freut sich Rossi über diese Worte. "Aber ich weiß es nicht. Wir werden sehen, wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickeln wird."

Marini und Bezzecchi in der Poleposition

Seit Saisonbeginn wiederholt Rossi gebetsmühlenartig, dass er sich in der Sommerpause - die den kompletten Juli dauert - überlegen wird, ob er seine Karriere fortsetzen wird. In den ersten sieben Rennen hat er 15 WM-Punkte gesammelt und ist WM-19.

Werden der Sachsenring und Assen zwei entscheidende Grands Prix werden? "Sehr wichtig", betont Rossi. "Die Ergebnisse werden sehr wichtig. Wir wollen natürlich mehr und wollen stärker sein. Wir brauchen bessere Resultate und mehr WM-Punkte."

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi könnte von der Moto2 in die Königsklasse aufsteigen

Foto: Motorsport Images

Ein logischer Fahrer für VR46 ist Luca Marini. Aber Rossis Halbbruder sagt vor dem Start des Sachsenring-Wochenendes: "Ich habe keine Informationen. Ich denke, dass sie mich nach diesem Rennen oder nach Assen informieren werden, wenn es etwas ruhiger ist."

Denn man will den MotoGP-Rookie aus der umfangreichen Arbeit des Aufbaus eines MotoGP-Teams heraushalten. Marini soll sich aktuell im Esponsorama-Team weiterentwickeln. "Mein Management möchte, dass ich mich auf meine Aufgabe konzentriere, damit ich Ruhe habe", so der 23-Jährige.

Rossi lässt durchblicken, dass neben Marini Bezzecchi die besten Karten für den zweiten VR46-Platz in der MotoGP hat: "Es ist noch nicht entschieden, wir müssen abwarten. Wir würden gerne unser Projekt fortsetzen, also mit italienischen Fahrern aus unserer Akademie."

"Momentan steht Bezzecchi auf der Liste ganz oben, aber wir müssen noch schauen, wie die Rennen laufen und was er machen möchte", sagt Rossi. "Zwischen Deutschland und Assen werden wir unser Motorrad kennen. Dann denken wir über die Fahrer nach."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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