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Vater von Jorge Lorenzo: "Es gibt Verhandlungen mit Ducati"

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Vater von Jorge Lorenzo: "Es gibt Verhandlungen mit Ducati"
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07.07.2020, 09:02

Chicho Lorenzo verrät, dass Jorge Lorenzo mit Ducati über ein Comeback spricht - Allerdings lautet der Ratschlag des Vaters, dass er keine Rennen mehr fahren sollte

Wer wird in der MotoGP-Saison 2021 neben Jack Miller der zweite Ducati-Fahrer sein? Die Gespräche mit Andrea Dovizioso sollen zum Stillstand gekommen sein. Dessen Manager Simone Battistella brachte jüngst sogar ein Jahr Pause ins Spiel.

Bis zum Saisonauftakt am 19. Juli in Jerez wird es wohl zu keiner Einigung kommen. Nach seiner Schlüsselbeinverletzung konzentriert sich Dovizioso momentan darauf, für das erste Rennen fit zu werden.

Im Hintergrund wird immer wieder Jorge Lorenzo mit einem Comeback bei Ducati in Verbindung gebracht. Der dreimalige MotoGP-Weltmeister heizte jüngst selbst die Gerüchte an, dass er sich ein konkurrenzfähiges Angebot genau überlegen würde.

"Wenn ich einen Anruf erhalte für ein Paket, mit dem ich um die WM kämpfen könnte, dann werde ich mir das anhören und darüber nachdenken, denn Siege motivieren mich", sagte Lorenzo. "Wenn ich diese Chance erhalte, dann werde ich darüber nachdenken."

Gleichzeitig hielt der Spanier aber auch fest, dass er bisher keinen Anruf erhalten hat. Er steht zwar mit Gigi Dall'Igna in Kontakt, aber das ist ein privates und freundschaftliches Verhältnis. Über ein Comeback sollen sie bisher nicht gesprochen haben.

Ratschlag des Vaters: Besser kein Comeback

Anders sieht das Chicho Lorenzo, der Vater von Jorge. Auf dessen YouTube-Kanal 'Motogepeando' spricht er sehr wohl darüber, dass der Kontakt mit Ducati sehr eng ist: "Ich weiß, dass sie verhandeln. Die ganze Welt spricht darüber."

"Man muss nur daran denken, dass er mit diesem Motorrad Rennen gewonnen hat. Momentan haben sie die Option Dovizioso und Miller. Miller hat aber schon alles gezeigt", sagt Chicho Lorenzo. "Man kann eine Ente nicht in einen kämpfenden Hahn verwandeln."

Ein Comeback ist aber nicht in Stein gemeißelt. Lorenzo hat oft betont, dass er sein Leben als "Rentner" genießt und viele Dinge machen kann, für die er vorher keine Zeit hatte. Dazu hat er keinen Druck und genießt entspannt seine Zeit.

"Wenn er die Herausforderung annimmt, sich dafür entscheidet und sich darauf vorbereitet, dann kann er zurückkommen", glaubt Lorenzos Vater. Allerdings sagt er auch: "Er hat mich gefragt und mein Ratschlag ist, dass ich ihn nicht wieder Rennen fahren sehen will."

Denn Chicho Lorenzo hat nicht nur die großen Erfolge hautnah miterlebt, sondern auch schwierige Phasen mit Verletzungen. Vor allem 2019 war körperlich und emotional ein sehr hartes Jahr. Der Crash in Assen hat vor rund zwölf Monaten alles verändert.

"Er wäre fast im Rollstuhl gesessen", erinnert Chicho Lorenzo. "Es ist eine Sache, wenn man sich ein Schlüsselbein oder ein Bein bricht und eine andere, wenn dir ein Arzt sagt, dass du beinahe im Rollstuhl gelandet wärst."

"Das hat alles verändert und man denkt komplett anders. Ich denke, es sind viele Dinge zusammengekommen. Einerseits war die Honda schwierig, andererseits gab es Verletzungen. Vielleicht hat ihm die Zuversicht gefehlt um weiterzukämpfen. Schließlich hat er das Handtuch geworfen und sich für den Rücktritt entschieden."

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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