"Viel mehr Schmerzen als erwartet": Rins schließt Jerez-Rückzug nicht aus

Alex Rins lässt durchblicken, dass er das zweite Jerez-Wochenende im Zweifelsfall abbrechen wird, nachdem seine Schulter am Freitag stark schmerzte

"Viel mehr Schmerzen als erwartet": Rins schließt Jerez-Rückzug nicht aus

Zwei der drei körperlich angeschlagenen MotoGP-Piloten waren am Freitag in Jerez für die ersten beiden Trainings zum Grand Prix von Andalusien auf der Strecke. Während Marc Marquez (Honda) erst am Samstag ins Geschehen eingreifen wird, drehte Cal Crutchlow (LCR-Honda) 37 Runden und kam dabei besser zurecht als erwartet. Alex Rins (Suzuki) hingegen kann das nicht von sich behaupten.

Rins, der sich vergangenen Samstag den rechten Oberarmknochen angebrochen und die rechte Schulter ausgekugelt hat, drehte im ersten Freien Training zum zweiten Jerez-Rennen lediglich acht Runden. Mit mehr als drei Sekunden Rückstand auf die Spitze war er klar der langsamste der 21 angetretenen Piloten. Im zweiten Freien Training lief es etwas besser. Rins fand fast eine Sekunde, reduzierte den Rückstand auf die (langsamere) Spitze auf weniger als 1,4 Sekunden und schaffte immerhin 16 Runden.

Fotos: Alex Rins beim GP Andalusien in Jerez

Das Tagesfazit aber fällt ernüchternd aus. "Es war ein schwieriger und schmerzhafter Tag für mich", gesteht Rins und erläutert: "Auf dem Motorrad spürte ich starke Schmerzen. Bevor die [FT1-]Session anfing, dachte ich noch, es würde schon irgendwie gehen. Aber nach der Session wurde mir klar, dass es unmöglich ist. Ich hatte viel mehr Schmerzen als ich erwartet hatte."

Immerhin: "Im FT2 lief es deutlich besser. Dank Schmerzmitteln, die ich für FT1 nicht verabreicht bekommen hatte, konnten wir die Schmerzen zwar etwas reduzieren. Es reichte aber immer noch nicht aus [um befreit fahren zu können]. Nachgefragt, was das größte Problem ist, sagt Rins: "Ich habe im Moment einfach nicht genug Kraft in der Schulter."

Alex Rins

Foto vom vorigen Wochenende: Alex Rins mit seinem lädierten rechten Arm

Foto: Suzuki

Während Crutchlow entschlossen ist, für den Rest des Wochenendes "auf die Zähne zu beißen", schließt Rins einen vorzeitigen Abbruch seines Wochenendes nicht als aus. "Sollte ich morgen weiterhin nicht genügend Kraft haben, werden ich aufhören. Denn sonst wird es für mich und die anderen Fahrer zu gefährlich", bekennt der Suzuki-Pilot, der genau wie Crutchlow schon das erste Saisonrennen hatte auslassen müssen.

Bis zum Urteil über Marc Marquez' körperliche Verfassung muss das dritte Freie Training am Samstagvormittag abgewartet werden. Denn in diesem wird der MotoGP-Titelverteidiger erstmals seit seiner Operation vom Dienstag auf seine Werks-Honda steigen. Am Freitag hat sich Marquez planmäßig noch geschont und war als einziger der 22 gemeldeten Piloten nicht auf der Strecke.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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