Vinales bewertet MotoGP-Comeback: Ist er jetzt wieder fit genug?
Maverick Vinales zieht nach seinem MotoGP-Comeback in Barcelona ein positives Fazit - Warum das Wochenende und der Test viel Zuversicht für Mugello geben
Maverick Vinales hat den ersten Belastungstest bestanden
Foto: Rob Rob
Nach seinem Comeback-Wochenende in Barcelona richtet Maverick Vinales den Blick bereits nach vorne und zwar mit wachsendem Optimismus. Der KTM-Tech3-Pilot zog nach dem Grand Prix und dem anschließenden Montagstest ein positives Fazit, vor allem mit Blick auf seine Schulterverletzung.
Diese hatte ihn in den vergangenen Wochen mehrfach außer Gefecht gesetzt und eine erneute OP erfordert, nachdem sich eine Schraube im verletzten linken Schulterbereich gelöst hatte. Dadurch verpasste er unter anderem die Rennen in Jerez und Le Mans. Erst in Barcelona kehrte Vinales in den MotoGP-Alltag zurück.
Entsprechend genau beobachtete er nach drei intensiven Tagen auf der KTM RC16 und dem anschließenden Test seinen körperlichen Zustand. "Eigentlich war es gut. Ich bin ziemlich glücklich darüber, dass ich kein seltsames Gefühl hatte oder über die Tage hinweg Kraft verloren habe", erklärte Vinales danach.
Für ihn sei das "ein sehr positives Zeichen", weil es zeige, "dass wir mit der Schulter auf dem richtigen Weg der Genesung sind". Der Barcelona-Test stand für ihn deshalb nicht nur im Zeichen der Technik, sondern auch als persönlicher Belastungstest.
Fortschritte in der Fitness und am Motorrad
Auf die Frage, ob er eher sich selbst als das Motorrad getestet habe, antwortete Vinales mit einem klaren: "Ja, auf jeden Fall." Trotzdem konnte KTM wichtige Erkenntnisse sammeln. Vinales arbeitete unter anderem mit einer neuen Aerodynamik-Verkleidung, die zuvor bereits in Jerez getestet worden war.
Außerdem probierte das Team Veränderungen am Setting aus. "Wir haben einige positive Dinge getestet, die wir nach Mugello mitnehmen werden, speziell bei der Abstimmung. Damit hatte ich an der Front ein viel besseres Gefühl", sagte er. Gerade für die schnellen Passagen in Mugello könnte das entscheidend sein.
Auch die neue Verkleidung habe Fortschritte gebracht: "Die Verkleidung hat sich ebenfalls ein bisschen verbessert." Ob das Update bereits in Mugello eingesetzt werden kann, sei allerdings noch offen. "Ich weiß nicht, ob ich sie dort schon haben werde, aber die Jungs im Werk arbeiten sehr hart daran, dass es klappt."
Insgesamt berichtete Vinales, dass er zunehmend wieder Vertrauen auf dem Motorrad finde. Nach den langen Wochen der Reha scheint sich das Gefühl für die KTM langsam zu stabilisieren. "Jedes Mal, wenn ich rausfahre, fällt es mir ein bisschen leichter, schnelle Rundenzeiten zu fahren", erklärte der Spanier.
Was Vinales jetzt noch am meisten fehlt
Ganz zufrieden ist der Tech3-Pilot körperlich aber noch nicht. Vor allem im Zeitangriff fehle ihm aktuell weiterhin "etwas Stärke fehlt", gab Vinales offen zu. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er darin kein langfristiges Problem sieht: "Ich glaube aber nicht, dass es lange dauern wird. Es ist einfach eine Frage harter Arbeit."
Der Plan bis Mugello ist daher klar strukturiert. Nach etwas Ruhe soll das Aufbautraining intensiviert werden. Zusätzlich will Vinales wieder Motocross fahren, um speziell den Unterarm zu stärken. Auch Einsätze auf einem Superbike stehen auf dem Programm, um den Rhythmus auf dem Motorrad weiter aufzubauen.
Nach schwierigen Monaten scheint Vinales damit zumindest vorsichtig Entwarnung geben zu können. Barcelona war für den Rückkehrer der erste echte Schritt zurück Richtung alter Stärke. Wie fit er wirklich ist, wird sich aber erst in Mugello zeigen.
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