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Vinales kämpft weiter mit lädierter Schulter: Start in Austin fraglich

Maverick Viñales kämpft weiter mit den Folgen seiner Schulterverletzung - In Austin soll die Entscheidung fallen, ob er fährt oder eine erneute Pause einlegt

Vinales kämpft weiter mit lädierter Schulter: Start in Austin fraglich

Maverick Vinales steht womöglich vor einer weiteren Verletzungspause

Foto: Getty Getty

Maverick Vinales wird weiterhin von den Folgen seiner komplizierten Schulterverletzung ausgebremst. Der Spanier steht nun vor einer wichtigen Entscheidung: In Austin will er am Freitag testen, ob ein Rennstart Sinn ergibt oder ob eine erneute Pause zur vollständigen Genesung unausweichlich ist.

Die Verletzung geht auf einen heftigen Sturz beim Deutschland-Grand-Prix im Juli 2025 zurück. Zu Beginn von Q2 wurde der Tech3-Pilot von seiner KTM abgeworfen und zog sich dabei eine Fraktur am Oberarmknochen sowie weitere Schäden an Bändern und Sehnen in der linken Schulter zu. Es folgte eine Operation.

Eine stabile Rückkehr in den Rennrhythmus blieb jedoch aus. In der zweiten Saisonhälfte 2025 war Vinales nur eingeschränkt einsatzfähig. Von den letzten 13 Rennen der Saison konnte er lediglich fünf vollständig bestreiten. Zwar reiste er zu mehreren Events an, musste aber teilweise auf einen Start am Sonntag verzichten.

Vinales: "Bin noch in der Genesungsphase"

Nach einer intensiven Vorbereitung im Winter schien die Situation für 2026 zunächst unter Kontrolle. Beim Saisonauftakt in Thailand trat Vinales noch ohne offensichtliche Einschränkungen an und belegte den 16. Rang, was er vor allem auf Abstimmungsprobleme mit der diesjährigen KTM RC 16 zurückführte.

Doch der körperliche Zustand ist weiterhin nicht vollständig stabil. Am vergangenen Wochenende in Goiania sprach Vinales offen und ohne Ausflüchte über seine Situation.

"Ich bin noch in der Genesungsphase, aber ich will keine Ausreden suchen. Es tut weh, aber ich kann es ertragen", so der Spanier. Gleichzeitig betonte er, dass seine durchwachsenen Ergebnisse nicht direkt mit der Verletzung zusammenhängen würden.

Auch technisch zog das Team Konsequenzen. "In der Vorsaison haben wir im Team beschlossen, einen alternativen Weg einzuschlagen, aber angesichts unserer aktuellen Situation werden wir zum 2026er-Bike zurückkehren, das auch die anderen KTM-Fahrer nutzen", räumte Vinales ein. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass die anhaltenden körperlichen Probleme seine Performance beeinflussen.

Schmerzen nehmen zu - Pause wird zur Option

Hinter den Kulissen verdichten sich die Hinweise, dass die Situation ernster ist als bislang kommuniziert. Vinales soll das Brasilien-Wochenende unter starken Schmerzen beendet haben. Eine Rennpause zur gezielten Reha steht daher im Raum, auch mit Blick auf den Zeitraum bis zum Spanien-Grand-Prix am 26. April.

Der aktuelle Plan sieht vor, zunächst in Austin anzutreten und anschließend die behandelnden Ärzte in Italien aufzusuchen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Doch genau hier liegt das Risiko: Eine zu hohe Belastung beim US-Grand-Prix könnte den Heilungsprozess weiter verzögern. Deshalb fällt die Entscheidung kurzfristig.

Vinales wird am Freitag auf die Strecke gehen und danach abhängig von seinem körperlichen Zustand entscheiden, ob er das Wochenende fortsetzt oder vorzeitig abbricht.

Ein möglicher Vorteil: Nach dem Rennen in Austin öffnet sich, auch durch die Verschiebung des Grands Prix von Katar, ein Zeitfenster von fast einem Monat bis Ende April. Diese Pause könnte für eine nachhaltige Rehabilitation genutzt werden.

Bereits 2025 hatte Vinales versucht, seine Verletzung "auf dem Motorrad" auszukurieren, was sich nicht bewährte. Dennoch hielt er seine Probleme weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Der Grund ist nachvollziehbar: Zu große Offenheit könnte dem Team Anlass geben, ihn vorübergehend aus dem Rennbetrieb zu nehmen.

Zudem drohen MotoGP-Piloten bei längeren Ausfallzeiten empfindliche Gehaltseinbußen - eine Erfahrung, die der Tech3-KTM-Fahrer bereits im vergangenen Jahr machen musste.

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