Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Wo sich Isack Hadjar im Vergleich zu Max Verstappen verbessern will

Formel 1
Wo sich Isack Hadjar im Vergleich zu Max Verstappen verbessern will

Stippler eingesetzt! Harte Strafe für HRT wegen Verstoß gegen Testreglement

DTM
Nürburgring
Stippler eingesetzt! Harte Strafe für HRT wegen Verstoß gegen Testreglement

Strecke nicht fertig! IndyCar streicht alle Freitags-Sitzungen in Markham

IndyCar
Markham
Strecke nicht fertig! IndyCar streicht alle Freitags-Sitzungen in Markham

Infos DTM Nürburgring 2026: Der Samstag im Livestream

DTM
Infos DTM Nürburgring 2026: Der Samstag im Livestream

Mick Schumacher übernimmt Patenschaft für weltberühmte Pandabärin

IndyCar
Markham
Mick Schumacher übernimmt Patenschaft für weltberühmte Pandabärin

22 Exemplare weltweit: Damit dreht Lance Stroll seine Runden in Monaco

Formel 1
22 Exemplare weltweit: Damit dreht Lance Stroll seine Runden in Monaco

Warum sich Alexander Albon in der Formel-1-Saison 2026 so schwer tut

Formel 1
Warum sich Alexander Albon in der Formel-1-Saison 2026 so schwer tut

Carlos Sainz über Zeit nach der Formel 1: Diese Serien möchte er fahren

WEC
Carlos Sainz über Zeit nach der Formel 1: Diese Serien möchte er fahren

Vom Außenseiter zum Spitzenreiter: Warum Trackhouse alle überrascht

Vor drei Jahren existierte das Team in der Form noch gar nicht, und jetzt fährt Trackhouse um Siege - Der Schlüssel zum Erfolg heißt (auch) Davide Brivio

Vom Außenseiter zum Spitzenreiter: Warum Trackhouse alle überrascht

Raul Fernandez und Ai Ogura haben in Assen mit Trackhouse dominiert

Foto: Getty Getty

Während sich der Titelkampf zwischen Ducati und Aprilia weiterhin im Mittelpunkt des Interesses der laufenden Saison 2026 befindet, hat sich im Hintergrund ein weiteres spannendes Thema entwickelt. Trackhouse ist in den vergangenen Wochen zum Überraschungsteam der MotoGP aufgestiegen.

Möglich macht das eine Kombination aus Aprilias technischen Fortschritten, einer starken Fahrerpaarung und der Arbeit von Teammanager Davide Brivio, dessen Gespür für Talente und sein Vertrauen in seine Fahrer nun eindrucksvoll Früchte tragen.

Neben Fabio Di Giannantonio vom VR46-Team zählen nämlich inzwischen auch Ai Ogura und Raul Fernandez zu den Fahrern, die die etablierte Hackordnung der Werksteams in der aktuellen Königsklasse ein Stück weit ins Wanken bringen.

Ogura und Fernandez auf dem Vormarsch

Während Di Giannantonio den Großteil der Arbeit innerhalb seines Teams allein schultern muss, weil Franco Morbidelli auf dem Vorjahresbike nicht mit seinem Tempo mithalten kann, haben Ogura und Fernandez zuletzt sogar beide die Aprilia-Werkspiloten Marco Bezzecchi und Jorge Martin hinter lassen können.

Ein Blick auf die vergangenen vier Grand-Prix-Wochenenden unterstreicht diese Entwicklung. Ogura sammelte in diesem Zeitraum 91 WM-Punkte, Fernandez kam auf 70. Damit lagen beide vor Martin mit 66 sowie Bezzecchi mit 44 Punkten.

Lediglich Marc Marquez war mit 96 Zählern erfolgreicher, nachdem er nach seiner Schulteroperation mit einem Dopppelsieg in Ungarn eindrucksvoll zurückgekehrt war.

Den bisherigen Höhepunkt seiner Form erreichte das Trackhouse-Duo in Assen. Dort feierten die beiden sowohl im Sprint als auch im Grand Prix einen Doppelsieg. Zunächst führte Fernandez seinen Teamkollegen im Sprint ins Ziel, ehe Ogura im Hauptrennen den Spieß umdrehte und sich den Sieg vor Fernandez sicherte.

Wie Trackhouse so erfolgreich wurde

Ein derart perfektes Wochenende hätte selbst innerhalb des amerikanischen Teams kaum jemand erwartet. Dabei existiert Trackhouse als MotoGP-Mannschaft erst seit kurzer Zeit.

Zwar arbeitete ein Großteil der heutigen Belegschaft bereits zuvor beim inzwischen insolventen RNF-Team, doch erst vor der Saison 2024 übernahm Justin Marks das Projekt und machte daraus den amerikanischen Vertreter in der MotoGP.

Eigentlich sollte PJ Rashidi die sportliche Leitung übernehmen. Der Motorsportmanager verfügt über Erfahrung aus der Formel 1, der NASCAR sowie einer langjährigen Tätigkeit bei Alpinestars. Noch während der ersten Vorsaisontests 2024 wurde jedoch bekannt, dass Davide Brivio stattdessen die Verantwortung übernehmen würde.

Diese Entscheidung erwies sich rückblickend als Schlüssel zum Erfolg. Brivio verfügt über einen außergewöhnlichen Erfahrungsschatz. Er war maßgeblich am Wiederaufstieg Yamahas während der erfolgreichen Valentino-Rossi-Ära beteiligt, führte Suzuki zurück an die Spitze und legte den Grundstein für Joan Mirs Weltmeistertitel 2020. Anschließend wechselte er als Renndirektor zu Alpine in die Formel 1.

Davide Brivio spielt eine Schlüsselrolle

Nach dem Rennwochenende von Assen liegt Trackhouse inzwischen auf Rang zwei der Teamwertung, ein bemerkenswerter Erfolg für das jüngste Team im MotoGP-Feld.

Im Gegensatz zu vielen anderen MotoGP-Mannschaften, die von Ingenieuren oder ehemaligen Rennfahrern geführt werden, bringt Brivio vor allem Managementqualitäten mit. Wegbegleiter beschreiben ihn vor allem als analytisch und empathisch.

"Für ihn ist die menschliche Seite einer der wichtigsten Aspekte", sagen Personen aus seinem Umfeld über den 61-Jährigen. Vor allem Raul Fernandez hebt immer wieder hervor, welchen Einfluss Brivio auf seine Entwicklung hatte.

Der Italiener habe ihm das notwendige Vertrauen gegeben, um den Druck und die ständige Kritik auszublenden und endlich sein volles Potenzial auszuschöpfen. "Davide war während dieser gesamten Reise mein größter Unterstützer. Ich verdanke ihm, dass ich heute dort bin, wo ich stehe", erklärt Fernandez.

Noch deutlicher zeigt sich Brivios Gespür möglicherweise bei Ai Ogura. Dessen Verpflichtung überraschte viele im Fahrerlager, weil Brivio den Japaner bereits unter Vertrag nahm, bevor dieser überhaupt den Moto2-Titel 2024 gewonnen hatte.

Mittlerweile hat sich diese Entscheidung vollständig ausgezahlt. In Assen bescherte Ogura Japan den ersten Grand-Prix-Sieg in der MotoGP beziehungsweise der damaligen 500er-Klasse seit Makoto Tamada im Jahr 2004. Dass Yamaha ihn gemeinsam mit Jorge Martin als Werksfahrer ab der MotoGP-Saison 2027 verpflichtet hat, gilt als weiterer Beleg für Brivios ausgezeichnetes Auge für aufstrebende Talente.

Auch Brivio selbst ordnet den Erfolg seines Teams nach dem historischen Wochenende ein. "Für jedes unabhängige Team ist ein Doppelsieg ein Traum", sagt der Italiener.

"So etwas bereits im Sprint zu schaffen, ist etwas Besonderes. Es im Grand Prix noch einmal zu wiederholen, bedeutet aber noch viel mehr, vor allem wenn man bedenkt, dass wir das jüngste Team der MotoGP sind", betont der Trackhouse-Teammanager.

Trotz aller Anerkennung für sein Team verweist Brivio gleichzeitig auf die enormen Fortschritte, die Aprilia mit der RS-GP erzielt hat. Wie groß der Entwicklungsschritt tatsächlich ist, zeigte sich ebenfalls in Assen: Die Motorräder aus Noale belegten auf dem TT Circuit zum ersten Mal die ersten vier Startplätze.

Für Brivio gibt es letztlich eine simple Erklärung für das außergewöhnliche Wochenende. "Die einfachste Erklärung für das, was in Assen passiert ist, lautet: Unsere Fahrer haben einen Weg gefunden, schneller zu sein als die Fahrer des Werksteams."

Vorheriger Artikel Tech3: Steiner plant 2027 mit Rookie - auch wegen der neuen Regeln
Nächster Artikel Zarco muss weiter auf Knie-OP warten - Crutchlow bleibt LCR-Ersatzfahrer

Aktuelle News