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Nach anhaltenden Schmerzen musste Jorge Marin in diesem Winter erneut unters Messer - Den entscheidenden Rat holte er sich vorab von Marc Marquez

Vor erneuter OP im Winter: Jorge Martin holte sich Rat bei Marc Marquez

Kennen sich mit Verletzungen leider gut aus: Jorge Martin und Marc Marquez

Foto: Gold Gold

Jorge Martin bereitet sich nach einem komplizierten Winter darauf vor, auf sein Bike zurückzukehren. Doch bis dahin war es ein längerer Weg als geplant. Wegen anhaltender Probleme an Schlüsselbein und Kahnbein unterzog sich der MotoGP-Weltmeister von 2024 einer weiteren Operation.

Vor dem Eingriff holte sich der Aprilia-Pilot gezielt Rat bei Marc Marquez, der in seiner Karriere selbst zahlreiche komplizierte Verletzungen und Operationen überstanden hat. Der neunfache Weltmeister schilderte später den Kontakt.

"Jorge rief mich am Ende der Saison an, um mich um Rat zu fragen", sagte Marquez gegenüber Motorsport.com, einer Partnerplattform von Motorsport-Total.com. "Ich empfahl ihm, die Ärzte aufzusuchen, die meinen Daumen [2023] und meine Schulter im letzten Winter operiert haben, und gab ihm ihre Kontaktdaten."

Eigentlich wollte Martin nach seinem Comeback beim Saisonfinale in Valencia schnell wieder voll angreifen. Dort war er erstmals wieder gestartet, nachdem er zuvor vier Rennwochenenden verpasst hatte. Ursache war sein schwerer Sturz in Japan, bei dem er sich das rechte Schlüsselbein sowie das linke Kahnbein gebrochen hatte.

Doch trotz der Rückkehr auf die Strecke verschwanden die Beschwerden in den Wochen danach nicht vollständig. Im Gegenteil: Im Alltag verschärfte sich die Situation sogar.

Das war der Auslöser für Martins erneute OPs

Ein scheinbar harmloser Moment zu Hause brachte neue Klarheit über den Zustand seiner Verletzungen: Als Martin nach einer Flasche griff, traten plötzlich starke Schmerzen auf, sowohl im Handgelenk als auch im Schlüsselbein. "Plötzlich fühlte ich einen sehr stechenden Schmerz im Bereich des Schlüsselbeins."

Spätestens nach diesem Vorfall war ihm klar, dass weiterer Handlungsbedarf bestand. Martin folgte dieser Empfehlung von Marquez und wandte sich an das Spezialistenteam um Dr. Ignacio Roger de Ona in der Ruber-Klinik in Madrid. Nach eingehender Untersuchung rieten die Ärzte zu einem weiteren Eingriff.

Dabei wurde Knochenmaterial aus seiner Hüfte entnommen und zur Stabilisierung in das betroffene Schlüsselbein transplantiert. Ziel war es, die Struktur nachhaltig zu verstärken und die wiederkehrenden Beschwerden zu beseitigen.

Trotz der erneuten Operation nimmt Martin die Situation mit Humor. "Jetzt ist mein Schlüsselbein stärker als je zuvor", scherzt der Aprilia-Pilot. Die OPs hielt zunächst geheim.

Hintergrund war die Unsicherheit, ob er rechtzeitig fit genug für die ersten offiziellen Testfahrten des Jahres in Malaysia sein würde. Entsprechend erwähnte er die Eingriffe auch nicht bei der Teampräsentation von Aprilia in Mailand Mitte Januar.

Erst im Nachgang wurde öffentlich bekannt, dass Martin bereits im Dezember operiert worden war. Diese Maßnahme war letztlich auch der Grund dafür, dass Martin nicht am Sepang-Test teilnehmen konnte. Testfahrer Lorenzo Savadori sprang für ihn ein.

Zu Wochenbeginn folgte schließlich die entscheidende Kontrolluntersuchung. Dabei erhielt Martin die medizinische Freigabe, wieder ein Straßenmotorrad zu fahren. Diese Möglichkeit nutzte der "Martinator" umgehend: Bereits an diesem Dienstag absolvierte der Spanier eine erste Ausfahrt auf dem Aspar Circuit in Valencia.

Nun richtet sich der Blick auf den nächsten Schritt im Comeback-Plan. Martin plant, beim zweiten offiziellen MotoGP-Vorsaisontest am 21. und 22. Februar in Buriram in Thailand an den Start zu gehen. Dort findet nur wenige Tage später, vom 27. Februar bis 1. März, der erste Grand Prix der neuen Saison statt.

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