Vor Mugello: Alle MotoGP-Testteams arbeiten zwei Tage in Misano
Alle MotoGP-Testteams sind in Misano im Einsatz - Neben Michelin kommen auch Pirelli-Reifen zum Einsatz - Die Teams geben kaum Einblicke in ihre Arbeit
Augusto Fernandez war zuletzt in Barcelona mit einer Wildcard im Einsatz
Foto: Getty Getty
Vor dem Grand Prix von Italien, der am kommenden Wochenende in Mugello stattfindet, ist das unweit davon gelegene Misano der aktuelle Schauplatz. Zunächst absolvierte die VR46-Akademie am Pfingstwochenende einen Trackday mit Superbikes.
Am Montag fuhr Andrea Iannone einen ersten Test mit der Harley-Davidson. Der Italiener tritt ab Mugello im neuen Bagger-World-Cup der US-Kultmarke an. Ab Dienstag sind die Testteams der fünf MotoGP-Hersteller in Misano im Einsatz.
Zwei Tage lang arbeiten die Entwicklungsteams von Ducati, Aprilia, KTM, Honda und Yamaha. Die Strecke wurde von Ducati gemietet, und die anderen Hersteller wurden eingeladen, sich an diesem Test zu beteiligen.
Im Einsatz sind die Testfahrer Michele Pirro (Ducati), Lorenzo Savadori (Aprilia), Dani Pedrosa (KTM), Takaaki Nakagami (Honda) sowie für Yamaha Augusto Fernandez und Andrea Dovizioso.
Bei diesen beiden Testtagen in Misano stehen den Teams Reifen von Michelin und Pirelli zur Verfügung. Somit kann einerseits an den aktuellen Motorrädern gearbeitet werden und andererseits an den neuen 850er-Prototypen.
Gerade die Anwesenheit von Pirelli verhindert, dass die Teams detaillierte Informationen über ihre Programme preisgeben können. Deshalb findet dieser Test hinter verschlossenen Türen statt.
Die Wettervorhersage für diese beiden Tage in Misano kündigt Sonnenschein und Höchsttemperaturen von nahezu 30 Grad Celsius an. Das sind ideale Bedingungen, da zuletzt der offizielle Montagstest in Barcelona durch Regen behindert wurde.
Ersatzfahrer für Mugello noch nicht bestätigt
Offen ist momentan noch das komplette Starterfeld für Mugello. Marc Marquez steht auf der vorläufigen Nennliste. Er braucht noch die Freigabe der Ärzte, um nach einer doppelten Operation sein Comeback geben zu können.
Sein Bruder Alex Marquez wird die Rennen in Mugello und im Balaton Park auslassen, um sich von dem schweren Sturz in Barcelona zu erholen. Gresini hat noch nicht bestätigt, wer ihn vertreten wird.

Takaaki Nakagami könnte Zarco im LCR-Team vertreten
Foto: Getty Images AsiaPac
Die naheliegendste Lösung wäre Pirro. Er wird beim zweitägigen Test in Misano auch ausschließlich mit dem aktuellen 1.000er-Prototypen arbeiten. Schon beim Saisonauftakt in Thailand hat er Fermin Aldeguer im VR46-Team vertreten.
Auch LCR-Honda hat noch nicht bekannt gegeben, wer Johann Zarco nach seinem schweren Startunfall in Barcelona vertreten wird. Aleix Espargaro kommt nach seinem schweren Testunfall im April in Sepang (Malaysia) nicht infrage.
Am Montag teilte das LCR-Team mit: "Während Johann Zarco auf seine Operation wartet, arbeitet das LCR-Team weiterhin daran, einen Ersatzfahrer für die kommenden Rennen zu finden."
"Weitere Informationen werden in Kürze bekannt gegeben, sobald alles finalisiert und gesichert ist." Die naheliegendste Lösung wäre Nakagami, der das Team natürlich bestens kennt.
Honda hat für Mugello keine Wildcard angemeldet, sodass Nakagami nach den beiden Testtagen von Misano nach Mugello fahren könnte. Die beiden italienischen Strecken liegen rund 220 Autobahnkilometer voneinander entfernt.
Auf Fahrer der Superbike-WM können die MotoGP-Teams nicht zurückgreifen. Die seriennahe Meisterschaft gastiert am kommenden Wochenende im MotorLand Aragon in Spanien.
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