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Wer fährt auf dem Sachsenring und wer muss weiter pausieren? Pedro Acosta wartet auf Startfreigabe, Fermin Aldeguer und Johann Zarco müssen weiter pausieren

Vor Sachsenring: Acosta hofft auf Startfreigabe, zwei Fahrer fehlen

Pedro Acosta musste das letzte Rennen vorzeitig abbrechen

Foto: Getty Getty

Auch beim Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring wird das MotoGP-Starterfeld nicht komplett sein. Während Pedro Acosta nach einer Handgelenksoperation auf grünes Licht für einen Start hofft, muss Fermin Aldeguer verletzungsbedingt aussetzen. Johann Zarco bleibt ebenfalls außer Gefecht.

Acosta reist trotz Operation zum Sachsenring

Acosta wird am Donnerstag auf dem Sachsenring zur medizinischen Untersuchung bei MotoGP-Chefarzt Dr. Angel Charte antreten. Erst nach einer positiven Beurteilung erhält der KTM-Pilot die Freigabe, am Freitag ins Wochenende einzusteigen.

Der Spanier war erst vor zehn Tagen am rechten Handgelenk operiert worden. Grund war ein Karpaltunnelsyndrom, das ihn bereits seit längerer Zeit beeinträchtigte und beim Grand Prix der Niederlande in Assen schließlich zur Aufgabe zwang.

Eigentlich wollte Acosta vor der Reise nach Deutschland noch eine Kontrolluntersuchung bei den behandelnden Ärzten in Barcelona absolvieren. Aufgrund des guten Heilungsverlaufs entschied er sich jedoch, direkt zum Sachsenring zu reisen.

Gefühllosigkeit zwang Acosta zur Rennaufgabe

Während des Rennens in Assen hatte zunächst vieles auf ein weiteres technisches Problem an seiner KTM hingedeutet. Seit Katalonien war die RC16 mehrfach durch Defekte aufgefallen. Tatsächlich lag die Ursache diesmal jedoch beim Fahrer selbst.

In Runde zwölf verlor Acosta plötzlich mehrere Positionen, eine Runde später steuerte er die Box an und stellte das Motorrad ab. Der Grund: Das Karpaltunnelsyndrom hatte sich so stark verschlechtert, dass er das Gefühl in drei Fingern verlor und schließlich den Bremshebel nicht mehr sicher bedienen konnte.

"Ich fahre bereits seit einem Jahr mit drei tauben Fingern. Auf manchen Strecken komme ich besser damit zurecht, auf anderen schlechter. Manchmal verliere ich nur etwas Gefühl, weiß aber trotzdem noch, wie stark ich den Bremshebel ziehe", erklärte er.

"Diesmal war es jedoch so weit, dass es sich anfühlte, als hätte ich diese drei Finger gar nicht mehr. Als ich den Lenker umfasste, konnte ich meine Finger nicht mehr spüren und wusste nicht mehr, wo sich der Bremshebel befand", schilderte der 22-Jährige.

Die Operation war ursprünglich erst nach dem Deutschland-Grand-Prix geplant gewesen, um die anschließende Sommerpause für die Genesung zu nutzen. Weil sich die Beschwerden jedoch deutlich verschlimmerten, entschied sich Acosta für einen vorgezogenen Eingriff direkt nach dem Assen-Wochenende.

Vor dem letzten Rennen vor der Saisonhalbzeit liegt Acosta mit 133 Punkten auf Rang sieben der Gesamtwertung. Der Rückstand auf WM-Spitzenreiter Jorge Martin beträgt 60 Zähler. Drei Podestplätze stehen für ihn bislang zu Buche. Auf seinen ersten MotoGP-Sieg wartet der KTM-Pilot jedoch weiterhin.

Aldeguer verpasst den Deutschland-Grand-Prix

Für Aldeguer kommt der Sachsenring dagegen noch zu früh. Das Gresini-Ducati-Team bestätigte, dass der Spanier seine beim Assen-Wochenende erlittenen Verletzungen noch auskuriert und deshalb nicht antreten wird. Der Spanier war im Freien Training in den Niederlanden am Freitag schwer gestürzt.

Dabei zog er sich einen Bruch eines Brustwirbels (T7) zu. Hinzu kamen Beschwerden am Bein, die noch auf einen Trainingsunfall des Spaniers im Winter zurückgehen.

Bereits unmittelbar nach Assen hatte Aldeguer angekündigt, dass eine Rückkehr erst nach der Sommerpause realistisch sei. Sein Ziel ist das Comeback beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone, der vom 7. bis 9. August stattfindet.

Gresini verzichtet zudem auf einen Ersatzfahrer. Das Team erklärte in den sozialen Medien: "Fermin Aldeguer wird seine erzwungene Genesung fortsetzen und den Grand Prix von Deutschland verpassen. Es wird kein Ersatzfahrer eingesetzt."

Möglich ist das aufgrund des MotoGP-Reglements. Teams müssen zwar einen Ersatz nominieren, allerdings erst innerhalb von zehn Tagen nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausfalls. Da Gresini Aldeguers Fehlen erst am Montag bestätigte, besteht für diesen Grand Prix keine Verpflichtung, einen Ersatzfahrer einzusetzen.

Zarco plant Renncomeback ohne Knieoperation

Positive Nachrichten gibt es von Johann Zarco. Der LCR-Honda-Pilot wird nach aktuellem Stand nicht operiert und arbeitet stattdessen an einem Comeback nach der Sommerpause.

Zarco hatte sich beim Startunfall in Barcelona im Mai mehrere Bänderverletzungen am linken Knie zugezogen. Damals gingen die Ärzte noch von einem deutlich komplizierteren Schaden aus, der einen operativen Eingriff erforderlich machen würde.

Nach einer erneuten Untersuchung Anfang Juli beim Spezialisten fiel die Diagnose jedoch deutlich optimistischer aus. Mit dem Rückgang der Schwellung zeigte sich, dass einige zunächst vermutete schwere Verletzungen nicht bestätigt werden konnten.

Weil Zarco während der vergangenen Wochen trotz seiner Verletzung kontinuierliche Fortschritte machte und eine zunächst problematische Wunde am Knie verheilte, entschieden sich die Ärzte gemeinsam mit dem Fahrer gegen eine Operation.

Zum geplanten Comeback erklärte das LCR-Honda-Team: "Nach weiteren medizinischen Kontrollen ist die Rückkehr auf die Rennstrecke für September vorgesehen." Bis dahin wird Testfahrer Cal Crutchlow den Franzosen voraussichtlich weiter vertreten. Er übernahm den Platz erstmals beim Italien-Grand-Prix Ende Mai.

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