VR46-Rookie Bezzecchi nach ersten MotoGP-Runden: "Langer Lernprozess"

Im neuen VR46-Ducati-Team macht Marco Bezzecchi seine ersten Erfahrungen mit dem MotoGP-Bike - In Jerez war es wichtig, Vertrauen und ein Gefühl zu finden

VR46-Rookie Bezzecchi nach ersten MotoGP-Runden: "Langer Lernprozess"

Neben Luca Marini geht Marco Bezzecchi in der MotoGP-Saison 2022 für VR46 an den Start. Während Marini für sein zweites Jahr in der Königsklasse eine aktuelle GP22 von Ducati erhalten wird, muss Bezzecchi als Rookie mit dem Modell von 2021 auskommen.

Beim zweitägigen Test in Jerez fuhr Bezzecchi seine ersten Runden mit einem MotoGP-Bike. "Es war sehr schön, wir haben am zweiten Tag einen großen Schritt vorwärts gemacht", berichtet der Italiener. "Natürlich ist es ein langer Lernprozess."

"Diese beiden Tage bin ich ruhig angegangen, damit ich meinen Fahrstil anpasse und auch die Sitzposition optimiere. Insgesamt gesehen habe ich ein gutes Gefühl. Meine Rundenzeit ist nicht beeindruckend schnell, aber wichtig ist, dass ich Vertrauen zum Motorrad aufbaue."

Schlussendlich betrug sein Rückstand knappe zweieinhalb Sekunden. An den beiden Tagen drehte Bezzecchi 115 Runden: "Ich bin kein Risiko eingegangen, um irgendeine Rundenzeit zu erreichen, denn das würde nicht viel bedeuten."

"Es war wichtig, Runden zu drehen, ein Gefühl zu finden und mit dem neuen Motorrad Spaß zu haben. Dinge wie die Verwendung des Ride-Height-Systems und Übungsstarts waren auch sehr wichtig." MotoGP-Prototypen sind komplexer zu bedienen als die Moto2.

Francesco Bagnaia, Marco Bezzecchi, Luca Marini

Marco Bezzecchi kann Luca Marini und Francesco Bagnaia um Rat fragen

Foto: Ducati

"Ich muss viele Dinge ändern", sagt Bezzecchi. "Generell ist der Fahrstil ähnlich zur Moto2. Der Bremsstil ist aber anders, mit der Ducati kann man die Vorderbremse stärker nutzen. Man muss auch die Vorderbremse anders verwenden."

"So groß ist der Unterschied zum Moto2-Fahrstil nicht, aber das Motorrad ist viel schneller. Alle Referenzpunkte auf der Strecke sind anders. Auch das Reifenmanagement ist viel schwieriger. Ich muss viele Dinge lernen."

Sein Crewchief ist Matteo Flamigni, der in den vergangenen Jahren als Dateningenieur für Valentino Rossi gearbeitet hat. Bezzecchi kann auch seinen Teamkollegen Marini sowie Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia um Rat fragen. Alle drei sind Mitglieder der VR46-Akademie.

"Wenn ich Hilfe brauche, dann sind 'Pecco' und Luca immer für mich da. Wir haben viel miteinander gesprochen. Momentan können sie mir viel sagen, aber da ich nicht auf ihrem Level bin, ist es nicht so einfach umzusetzen. Ich muss noch einen wichtigen Schritt machen."

Aus körperlicher Sicht berichtete "Bez", dass er den Rücken spürte, weil die Sitzposition noch nicht optimal passte. Auch ein Finger der linken Hand schmerzte, da er die Hinterradbremse mit einem "Mopedbremshebel" betätigte.

Als Teil der VR46-Akademie wird Bezzecchi optimal gefördert. Das wird auch im Dezember und Januar passieren, bis die nächsten Tests im Februar 2022 stattfinden: "Ich werde mit dem Trainer unsere Akademie sprechen, um den Plan für die Wintervorbereitung festzulegen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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