VR46-Teamwork: Rossi fährt mit Bagnaias Hilfe beinahe in die erste Startreihe

Valentino Rossi überrascht im Qualifying zum MotoGP-Saisonauftakt in Katar mit Startplatz vier: Kann der "Doctor" im Rennen ums Podium kämpfen?

VR46-Teamwork: Rossi fährt mit Bagnaias Hilfe beinahe in die erste Startreihe

Petronas-Yamaha-Pilot Valentino Rossi wird beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar von Startplatz vier aus Reihe zwei ins Rennen gehen. Im Q2 (zum Qualifying-Bericht) verpasste Rossi die Bestzeit um 0,342 Sekunden. Zur ersten Startreihe fehlten dem 42-jährigen Italiener nur 0,026 Sekunden.

VR46-Schützling Francesco Bagnaia holte sich in Losail die Pole-Position. Es war die erste MotoGP-Pole seiner Karriere. Rossi hatte Glück, beim zweiten Versuch direkt hinter seinem Landsmann zu fahren. Im Windschatten der Ducati fuhr Rossi zu seiner 1:53.114er-Runde.

War das Manöver geplant? "Ich wusste, dass er da war. Schon beim ersten Versuch fuhren wir zusammen, wobei er derjenige war, der vorne fuhr. Das war aber nicht geplant", kommentiert Francesco Bagnaia. "Als ich ihn hinter mir sah, habe ich Gas gegeben."

"Denn ich fahre lieber allein ohne jemanden direkt vor mir. Ich kann dann einfach meine Linie fahren und besser attackieren. Wir werden aber sicherlich darüber sprechen, denn diese Strategie heute hat funktioniert. Vielleicht werden wir das künftig öfter machen", bemerkt Bagnaia.

Keine Absprache mit Francesco Bagnaia

Rossi bestätigt, dass er sich vor dem Qualifying nicht mit Bagnaia über eine gemeinsame Strategie abgesprochen hatte: "Es gab keine Absprache mit 'Pecco', doch wir trafen auf der Strecke aufeinander. Beim ersten Mal fuhr ich voraus und beim zweiten Mal fuhr er vor mir. Ich pushte. Ich muss ihm zu seiner ersten Pole-Position gratulieren. Er fährt sehr gut. Es ist die perfekte Art und Weise, um in die Saison zu starten."

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia schließt nicht aus, sich in Zukunft mit Valentino Rossi abzusprechen

Foto: Motorsport Images

"Ich bin sehr zufrieden", freut sich Rossi über Startplatz vier. "Es ist toll, mit so einem Qualifying in die neue Saison mit dem neuen Team zu starten. Mit dem zweiten Reifensatz fühlte ich mich sehr wohl und hatte sehr viel Grip. Die Runde war großartig."

"Ich fuhr gut, konnte pushen, ohne dabei Fehler zu machen. Die Rundenzeit war am Ende beeindruckend. Ich fuhr eine 1:53.1er-Runde. Leider reichte es nicht für die erste Startreihe. Doch wir liegen nicht weit zurück. Startplatz vier ist für das Rennen sehr wichtig", schaut er auf das erste Rennen der Saison.

 

Bei der Rückkehr an die Box realisierte Rossi nicht, dass er ins Parc Ferme hätte fahren müssen. Als Vierter war Rossi bester Nicht-Werksfahrer. Der Petronas-Pilot machte sich zu Fuß auf den Weg ins Parc Ferme, wo er bereits erwartet wurde.

Renntempo bremst die Euphorie der Startnummer 46

Doch in Sachen Renntempo gibt es bei Rossi noch etwas Ungewissheit. "Ich hatte heute im FT3 und im FT4 zu kämpfen. Das war auch auf die sehr alten Reifen zurückzuführen. Doch es lag auch an den Änderungen. Meine Rundenzeiten waren nicht gut. Im Qualifying waren die Zeiten gut, doch mein Renntempo war heute nicht besonders gut", gesteht der Italiener.

"Wir müssen zu einer anderen Abstimmung zurückkehren und abwarten, wie es morgen läuft", erklärt Rossi, der noch nicht voraussagen kann, welchen Verlauf das Rennen nehmen wird.

Valentino Rossi

Valentino Rossi: Im Qualifying stärker als erwartet, doch was ist im Rennen möglich?

Foto: Motorsport Images

"Niemand weiß, was passieren wird. Wir hoffen auf gute Bedingungen, weil das Starterfeld fantastisch ist. Wir verdienen gute Bedingungen für das erste Rennen, weil alle Fahrer, die Leute im Fahrerlager und vor allem die Fans auf dieses erste MotoGP-Rennen der Saison gewartet haben."

Bei der Reifenwahl ist sich Rossi noch nicht sicher. "Im FT4 probierte ich medium/hart, weil es eine Option für das Rennen ist. Es wird schwierig, das komplette Rennen mit weich/weich zu fahren, vor allem bei diesen hohen Temperaturen. Auch in der Nacht. Wir müssen abwarten, wie die Bedingungen morgen sind", erklärt er.

Yamaha-Piloten auf den Geraden leichte Beute

Sorgen bereitet das Defizit in Sachen Topspeed. "Wir reduzierten den Rückstand auf den Geraden, doch er ist weiterhin sehr groß. Das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum es schwierig ist, mit der Yamaha zu kämpfen", schildert Rossi.

"Wenn man überholen will, dann muss man es in den Kurven machen. Man muss die Reifen fordern und das ist beim aktuellen Level in der MotoGP nicht so einfach. Doch auf der Geraden verliert man die Position dann normalerweise. Das macht es sehr schwierig", bemerkt der langjährige Yamaha-Pilot.

Der Grand Prix von Katar wird am Sonntag um 19:00 Uhr gestartet.

Valentino Rossi, Petronas Yamaha SRT

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Losail 1
Subevent Q2
Fahrer Valentino Rossi , Francesco Bagnaia
Teams Petronas Yamaha SRT
Urheber Sebastian Fränzschky