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"Wegweisender Moment": MotoGP und Hersteller feiern neues Abkommen

Beim Grand Prix von Tschechien verkünden die Hersteller und MotoGP SEG den neuen kommerziellen Deal - Es wird von einem historischen Moment gesprochen

"Wegweisender Moment": MotoGP und Hersteller feiern neues Abkommen

Bei einer Pressekonferenz wurde das neue kommerzielle Abkommen verkündet

Foto: 2026 2026

Wie bereits berichtet, haben sich die MotoGP Sports Entertainment Group (MotoGP SEG) und die fünf in der Motorrad-Weltmeisterschaft engagierten Hersteller auf einen neuen kommerziellen Rahmenvertrag für den Zeitraum von 2027 bis 2031 geeinigt.

"Heute ist ein wegweisender Moment für die MotoGP", betont Carmelo Ezpeleta, CEO der MotoGP SEG. "Das Engagement der fünf Hersteller unterstreicht nicht nur die Stärke der Meisterschaft, sondern auch den gemeinsamen Ehrgeiz."

"Der Fokus liegt klar auf der Zukunft: Unsere globale Reichweite auszubauen, den Sport weiterzuentwickeln und weltweit neue Zielgruppen zu erschließen." Bisher hatten die fünf Hersteller individuelle Verträge mit dem MotoGP-Promoter.

Nun wurde erstmals eine gemeinsame Vereinbarung getroffen. Bis es dazu kam, war es eines der zähesten Kräftemessen. Die Hersteller erkannten die Gelegenheit, Druck auf die MotoGP SEG auszuüben.

Denn seit der Übernahme des Promoters durch Liberty Media versuchten die Hersteller, die bestmöglichen Konditionen herauszuholen. Die Verhandlungen gerieten mehrmals ins Stocken und dauerten über ein Jahr.

Diese Spannungen erreichten ihren Höhepunkt beim Grand Prix von Spanien in Jerez, als die Mehrheit der Hersteller ein Dinner boykottierte. Der Hauptstreitpunkt war, wie so oft bei solchen Angelegenheiten, finanzieller Natur.

Die Hersteller plädierten für einen prozentualen Anteil an den MotoGP-Einnahmen. Dieses Modell gibt es zwischen Liberty Media und den Formel-1-Teams. MotoGP SEG bestand stets auf einem Fixbetrag.

Allerdings konnte der Stillstand in den vergangenen zwei Wochen überwunden werden. Schließlich unterzeichneten alle fünf Marken den Vertrag. Die Satellitenteams, mit denen die MotoGP SEG separat verhandelte, taten dasselbe.

Laut Informationen von Motorsport.com Spanien, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com, liegt nun der jährlich an jedes Team ausgezahlte Betrag unter acht Millionen Euro.

Hersteller bekennen sich zur MotoGP-Zukunft

Obwohl die kommerzielle Vereinbarung am Trainingstag zum Grand Prix von Tschechien offiziell bekannt gegeben wurde, sind noch einige Aspekte offen, wie die konkreten Werbe- und Marketingpflichten, die jedes Team übernehmen muss.

Parallel zu den Verhandlungen mit MotoGP SEG haben sich die Teams in der Herstellervereinigung MSMA auf den regulatorischen Rahmen geeinigt, der den gleichen Zeitraum regeln wird.

"Zum ersten Mal in der MotoGP-Geschichte haben alle Hersteller eine einstimmige Position für eine Vereinbarung mit der MotoGP erreicht", sagt MSMA-Vorsitzender Massimo Rivola, gleichzeitig Motorsportchef von Aprilia.

"Das bedeutet, dass wir alle dieselbe Vision für die Zukunft teilen. Nur durch gemeinsames Handeln können wir alle Chancen nutzen, die der globale Markt bietet."

Gigi Dall'Igna (Ducati) stimmt zu: "Diese Vereinbarung schafft Stabilität und eine klare Ausrichtung für die kommenden Jahre. Sie schafft das Umfeld, in dem die Hersteller weiterhin in Technologie, Performance und Talente investieren können."

"Obwohl wir auf der Strecke hart gegeneinander kämpfen, sind wir voll und ganz darauf ausgerichtet, eine prosperierende Zukunft zu sichern." Das neue technische Reglement 2027 soll den Aufbruch in eine neue Ära darstellen.

"Honda bestätigt", sagt HRC-Präsident Koji Watanabe, "dass unser Engagement im Grand-Prix-Sport unverändert bleibt. Wir freuen uns darauf, noch viele Jahre lang weiterhin an den Start zu gehen."

Diese Sicht vertritt auch Yamaha: "Es war eine lange und bisweilen komplexe Verhandlung", so Paolo Pavesio. "Da die MotoGP in diese neue Phase eintritt, sehen wir eine klare Chance, die Relevanz der Meisterschaft weiter zu steigern."

Auch KTM wird sich in den kommenden fünf Jahren weiter in der Königsklasse engagieren. "Wir haben Herzblut, Leidenschaft und harte Arbeit in unser MotoGP-Projekt gesteckt", sagt Motorsportchef Pit Beirer.

"Diese neue Vereinbarung gibt uns ein solides Fundament, um uns weiter zu verbessern, uns selbst herauszufordern und vorne gegen die Besten der Welt zu kämpfen."

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