Welche Probleme der Sachsenring den drei MotoGP-Rookies bereitet

Jorge Martin klackt am Sachsenring über einen extremen Knieschleifer-Verbrauch - Enea Bastianini und Luca Marini würden gern mehr Leistung nutzen

Welche Probleme der Sachsenring den drei MotoGP-Rookies bereitet

Am Freitag konnten Enea Bastianini, Luca Marini und Jorge Martin zum ersten Mal mit ihren MotoGP-Ducatis auf dem Sachsenring fahren. Das winklige Layout der Strecke ist für die drei Rookies eine Herausforderung und stellte sie beim Trainingsauftakt vor ungewohnte Probleme.

Pramac-Pilot Jorge Martin verbrauchte seine Knieschleifer bis auf die Lederkombi. "Die Knieschleifer sind nach 15 Runden durch. Dann berührt bereits das Leder den Asphalt", berichtet Martin. "Ich muss mit den Knieschleifern für Regen fahren, weil der Verschleiß zu groß ist."

"Im FT1 realisierten wir das nicht und ich ruinierte beinahe die Lederkombi. Mein Knie berührte beinahe den Asphalt und das war ziemlich riskant. Das ändern wir für morgen", berichtet Martin.

Luca Marini nutzt nur 50 Prozent der Leistung

Und auch seine Kollegen erlebten einen ereignisreichen Tag. "Wir wussten, dass der Kurs klein und eng ist", bemerkt Luca Marini. "Das erwartete ich. Die Leistung der Maschine wird ständig limitiert. Man kann nur 50 Prozent des Potenzials nutzen."

Luca Marini

Die etwa 300 PS seiner Ducati kann Luca Marini nicht nutzen

Foto: Motorsport Images

"Man kann nicht besonders stark pushen, denn dann beansprucht man die Reifen zu stark. Man muss sich den Hinterreifen einteilen und am Kurvenausgang darauf achten, keine zu hohen Temperaturen zu kreieren. Man muss sanft und ruhig vorgehen", schildert Marini.

Moto3-Bike hat Enea Bastianini mehr Spaß bereitet

Enea Bastianini hatte mit den leistungsschwächeren Motorrädern auf dem Sachsenring mehr Spaß. "Da wir im Vorjahr nicht auf dem Sachsenring fuhren, konnte ich in der Moto2 nur ein Rennen hier bestreiten. Mit der Moto3-Maschine war es hier besser. Das hat richtig Spaß gemacht. Mit der MotoGP-Maschine nutzen wir nur die Hälfte der Leistung", so der Italiener.

"Der Sachsenring ist für die MotoGP nicht gerade die ideale Strecke. Doch es war dennoch ein positiver Tag für mich. Ich war am Vormittag in den beiden ersten Sektoren recht langsam", erkennt Bastianini. "Am Samstag müssen wir in den schnellen Kurven besser werden."

In der Wertung war Jorge Martin als 14. bester Rookie. Der Pramac-Pilot lag 0,708 Sekunden zurück. Luca Marini hatte als 18. bereits 0,905 Sekunden Rückstand und Enea Bastianini folgte mit 1,012 Sekunden Rückstand auf Position 19.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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