Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Max Verstappen reagiert auf tödlichen Unfall auf dem Nürburgring

Formel 1
Max Verstappen reagiert auf tödlichen Unfall auf dem Nürburgring

IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher im FT2 im Reifenstapel

IndyCar
Long Beach
IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher im FT2 im Reifenstapel

24h Nürburgring Qualifiers: Rennen abgebrochen - Fahrer verstorben

Langstrecke
24h-Qualifiers - Tag 1
24h Nürburgring Qualifiers: Rennen abgebrochen - Fahrer verstorben

Warum Red Bull dringend "einen namhaften Neuzugang" braucht

Formel 1
Warum Red Bull dringend "einen namhaften Neuzugang" braucht

DTM-Rookie mit 38 Jahren: So tickt Lamborghini-Werkspilot Marco Mapelli

DTM
DTM-Rookie mit 38 Jahren: So tickt Lamborghini-Werkspilot Marco Mapelli

Pol Espargaro analysiert: Womit Acosta jetzt den Unterschied macht

MotoGP
Pol Espargaro analysiert: Womit Acosta jetzt den Unterschied macht

WEC Imola 2026: Giovinazzi rettet Ferrari-Pole gegen Toyota

WEC
6h Imola
WEC Imola 2026: Giovinazzi rettet Ferrari-Pole gegen Toyota

Infos DTM-Saisonauftakt Spielberg 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

DTM
Infos DTM-Saisonauftakt Spielberg 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Maverick Vinales

Groß waren im Winter die Bemühungen und Ankündigungen von Jorge Lorenzo - Doch beim ersten Rennwochenende ist von Maverick Vinales nichts zu sehen

Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Maverick Vinales

Maverick Vinales und Jorge Lorenzo erlebten einen enttäuschenden Auftakt

Foto: Gold Gold

Liebe MotoGP-Fans,

wir müssen dem gesamten Aprilia-Team für die exzellente Arbeit über den Winter gratulieren. Die Performance der RS-GP war auf der Buriram-Strecke herausragend. Nur der Sturz im Sprint hat Marco Bezzecchi ein perfektes Wochenende verhagelt, aber im Grand Prix zeigte er eine souveräne Leistung.

Ich denke trotzdem, dass es noch etwas zu früh ist, um wirklich sagen zu können, dass es eine Wachablösung an der Spitze gegeben hat. In Buriram wird mit der härteren Reifenkarkasse von Michelin gefahren. Dieser Reifen passte schon im Vorjahr super zur Aprilia.

Zum Beispiel hatte Honda damit größere Gripprobleme als mit dem normalen Reifen beim Sepang-Test. Deshalb würde ich schätzen, dass sie eigentlich etwas stärker sind, als wir in Buriram gesehen haben.

Beim Sepang-Test war auch Ducati besser als hier in Buriram. Seit Jahren ist die Stärke von Ducati, dass sie praktisch überall sehr gut sind. Deshalb würde ich noch einige Rennen abwarten, bis wir ein realistisches Bild der Kräfteverhältnisse beurteilen können.

Positiv überrascht haben mich Pedro Acosta und KTM. Nach den Wintertests war es schwierig einzuschätzen, wo sie stehen. Aber der junge Spanier hat in beiden Rennen eine bärenstarke Vorstellung abgeliefert und führt erstmals die WM-Wertung an.

Und damit schlagen wir den Bogen zu unserer traditionellen Montagskolumne. Während sich Acosta toll in Szene gesetzt und im Spitzenfeld eine entscheidende Rolle gespielt hat, war vor allem von Maverick Vinales überhaupt nichts zu sehen.

In den vergangenen Jahren war Vinales schon öfter Protagonist dieser Kolumne. Der grundsätzliche Tenor war immer gleich: Sein Talent ist unbestritten. Wenn er seinen Tag hat, ist er unschlagbar und kann auch einen Marc Marquez in Höchstform herausfordern.

Jorge Lorenzo hat noch viel Arbeit

Nur hat er im Laufe einer Saison nur wenige solcher Tage. Das ist ihm auch selbst bewusst. Es war der absolut richtige Schritt, sich Jorge Lorenzo als Coach zu holen, um zu helfen, diese Schwächen auszumerzen.

Lorenzo war einer der schnellsten und besten Rennfahrer der vergangenen 20 Jahre. Er war ein absoluter Perfektionist und kennt jedes Detail, das einen erfolgreichen MotoGP-Fahrer ausmacht. Von dieser Erfahrung zu profitieren, ist Gold wert.

Im Winter wurde auch fleißig gearbeitet und trainiert. Auf Instagram zeigten beide regelmäßig, was sie alles tun. Lorenzo sprach von Apollo Creed und Rocky Balboa, in Anlehnung an die berühmte Filmreihe von Sylvester Stallone.

Maverick Vinales

Vinales nennt als Grund für die schwache Leistung keinen Grip am Vorderrad

Foto: Getty Images AsiaPac

Lorenzo hat auch die Einschätzung geteilt, dass es Vinales beim Talent an nichts fehlt. Er muss nun dafür sorgen, dass Vinales ein starkes Gesamtpaket wird. Dann hätte er auch alle Möglichkeiten, mit Acosta auf Augenhöhe zu fahren und ihn auch zu besiegen.

Also in Buriram saß der Rocky auf der KTM mit der Startnummer 37, aber nicht auf der Startnummer 12. Vinales qualifizierte sich als 17. Im Sprint kam er als 19. ins Ziel und im Grand Prix als 16. Im Prinzip fuhr er hinten im Paket mit den nicht konkurrenzfähigen Yamahas.

Von den großen Ankündigungen, die wir im Winter gehört haben, war nichts zu sehen, als es zählte. Gut, auch sein Tech3-Teamkollege Enea Bastianini hat sich mit Platz 17 im Sprint und Platz zwölf im Grand Prix ebenso nicht mit Ruhm bekleckert.

Kritik von Tech3-Teammanager Goyon

Tech3-Teammanager Nicolas Goyon fand nach dem Rennen bei Canal+ auch deutliche Worte: "Das ist ganz klar niederschmetternd. Es war Günther Steiners erstes Wochenende mit uns, und alles, was wir ihm bieten konnten, war diese ziemlich blasse Vorstellung."

"Bei Maverick war es ein schwieriges Wochenende. Ich schätze, er fühlt sich nicht wohl, das ist sicher. Er hat ein paar technische Entscheidungen getroffen, die sicherlich etwas anders sind, und vielleicht geht ihm auch einiges im Kopf herum. Da dürfte ziemlich viel los sein."

Vinales hat nach den Wintertests erklärt, dass er im Vergleich zu den anderen KTM-Fahrern technisch wieder etwas seinen eigenen Weg geht. Das muss grundsätzlich nicht schlecht sein, denn im Vorjahr war das in der ersten Saisonhälfte für das gesamte KTM-Team sehr wertvoll.

Günther Steiner

Tech3-CEO Günther Steiner war in seiner neuen Rolle in Buriram vor Ort

Foto: Mirco Lazzari gp/Getty Images

Was führt er nun selbst als Grund für die blasse Vorstellung in Buriram an? "Uns fehlt wahnsinnig viel Grip vorne, deshalb kann ich das Motorrad nicht in die Kurven lenken. Vorne schiebt es einfach über die Front, und ich bin in der Kurvenmitte sehr langsam."

Das war auch der klare Unterschied zu Acosta: "Ja, ich sehe ganz klar, dass er vorne deutlich mehr Grip erzeugt. Ich weiß nicht, vielleicht liegt es an der Position auf dem Motorrad oder wie auch immer, aber er erzeugt am Vorderreifen mehr Grip. Es scheint, dass das gerade seine Stärke ist."

Ob seine Probleme von der härteren Reifenkarkasse stammten, konnte Vinales nicht beurteilen. Lorenzo kommentierte das Wochenende auf Instagram lediglich mit zwei Worten: "Weiter versuchen".

Ob es der dreimalige MotoGP-Weltmeister wirklich schafft, aus Vinales ein konstant starkes Gesamtpaket zu formen?

Euer

Gerald Dirnbeck

Wer war aus deiner Sicht der Verlierer des MotoGP-Wochenendes? Teile mir deine Meinung auf Facebook oder auf Bluesky mit. Dort gibt es meine Texte, Insiderinfos, Meinungen und Einschätzungen zu aktuellen Themen. Und natürlich die Möglichkeit, diese Kolumne zu diskutieren!

Vorheriger Artikel Felge verbogen, Hinterreifen kaputt: Was bei Marquez zum Schaden führte
Nächster Artikel Rivola wollte Bezzecchi nach Sprint-Sturz "killen": Wie die Wende im GP gelang

Aktuelle News