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Wie groß ist der Vorteil der Ducati GP24 gegenüber der GP23?

"Pecco" Bagnaia, Enea Bastianini, Jorge Martin, Marc Marquez über die Performance ihrer jeweiligen Ducati, wobei alle außer Marquez direkt vergleichen können

Wie groß ist der Vorteil der Ducati GP24 gegenüber der GP23?

Zählt man die 14 Rennen der bisherigen MotoGP-Saison 2024 (sieben Grands Prix und sieben Sprints) zusammen, dann hat zehnmal ein Ducati-Fahrer und viermal ein Aprilia-Fahrer gewonnen. Die zehn Ducati-Siege (sechs in Grand Prix und vier in Sprints) sind allesamt mit der GP24 gelungen. Diese Spezifikation der Desmosedici wird vom Werksteam und vom Pramac-Team eingesetzt.

Mit dem Vorjahresmodell - der Ducati GP23, wie sie im Gresini-Team und im VR46-Team zum Einsatz kommt - hat es in dieser Saison bislang noch keinen Sieg gegeben. Titelverteidiger Francesco "Pecco" Bagnaia geht aber davon aus, dass das nicht mehr allzu lange so bleiben wird.

Bei den ersten Rennen der Saison war die GP24 der GP23 von der Performance her klar überlegen. "Die GP24 ist eineinhalb Sekunden pro Runde schneller. Das macht es natürlich einfacher", sagt Bagnaia. Und in Erinnerung an das vergangene Jahr, als die GP23 brandneu war, sagt er: "Wir haben damals einfach mehr Zeit gebraucht, um uns auf das Motorrad einzuschießen."

 

"Es ist ein sehr gutes Bike, keine Frage", beschreibt Bagnaia die GP23, mit der er im November in Valencia seinen zweiten WM-Titel in Folge in der Königsklasse eingefahren hat. Aber eben dieses Motorrad hat laut Bagnaia einen Nachteil: "Auf einigen Strecken, wie beispielsweise Mugello oder Barcelona, war die GP23 sehr konkurrenzfähig. Auf anderen Strecken war es ein bisschen schwieriger."

Enea Bastianini, der Teamkollege von "Pecco" Bagnaia im Ducati-Werksteam, bestätigt das. Er sagt: "Ich sehe das wie 'Pecco'. Ich weiß noch, wie ich im vergangenen Jahr einiges an Zeit benötigt habe, um mich von der GP21 (die er 2022 im Gresini-Team fuhr; Anm. d. Red.) umzustellen auf die GP23. Wenn ich jetzt wiederum die GP24 mit der GP23 vergleiche, ist die Charakteristik viel ähnlicher."

Und Jorge Martin, der mit einer GP24 des Pramac-Teams derzeit die MotoGP-Gesamtwertung 2024 anführt, stellt heraus: "Meiner Meinung nach ist der größte Unterschied, den es beim Umstieg auf die GP24 gegeben hat, das Bremsen. Das war letzten Endes der Grund, dass ich mich für das 2024er-Motorrad entschieden habe."

Marc Marquez: "Ich beschwere mich nicht"

Große Weiterentwicklungen sind für die GP23 nicht mehr geplant. Eine aber hat es gegeben. Beim Jerez-Test, der Ende April stattfand, war die GP23 des Gresini-Teams von Marc Marquez erstmals mit einem neuen Auspuff bestückt.

Der hat dazu beigetragen, dass der Zeitunterschied zur GP24 seither kleiner geworden ist. Abgesehen davon aber sieht es mit neuen Teilen für die Vorjahresmaschine schlecht aus. Ducati-Werkspilot Bagnaia glaubt trotzdem, dass "es bald einen Sieg eines der 2023er-Motorräder geben wird".

Marc Marquez

Marc Marquez hat es mit der Vorjahres-Ducati schon achtmal in die Top 3 geschafft

Foto: Motorsport Images

Und was sagt Marc Marquez dazu? "Nun, die Techniker bei Ducati haben mir vor meiner Unterschrift bei Gresini ganz klar gesagt, was Sache ist. Deshalb beschwere ich mich nicht. Ich weiß, was ich habe und weiß, dass dieses Paket mehr oder weniger unverändert bleiben wird."

"Wenn sie mir trotzdem etwas Neues geben wollen", spricht Marquez auf neue Teile aus dem Ducati-Werk an, "dann ist das ein Geschenk. Grundsätzlich aber ist es so, dass wir das Maximum aus dem herausholen müssen, was wir haben".

Marquez' Maßgabe für den Rest der Saison, bevor er in der Saison 2025 mit seinem bestätigten Wechsel ins Ducati-Werksteam dann seinerseits aktuelles Material erhalten wird: "Wir sind fast jedes Wochenende nah an 'Pecco' und Martin, den beiden konstantesten Fahrern im Feld, dran. Wir werden weiter angreifen."

An seinen ersten sieben Rennwochenenden auf einer Ducati ist der sechsmalige MotoGP-Weltmeister schon achtmal mit der GP23 in die Top 3 gefahren (dreimal in Grands Prix, fünfmal in Sprints). In der WM-Tabelle rangiert er momentan an dritter Stelle und liegt damit vor zwei Fahrern, die auf einer GP24 sitzen: Enea Bastianini und Franco Morbidelli.

Und: Abgesehen von Marc Marquez hat es im bisherigen Saisonverlauf nur eine einzige weitere Top-3-Platzierung einer Ducati GP23 gegeben. Es war der dritte Platz von VR46-Pilot Marco Bezzecchi im Grand Prix von Spanien in Jerez. Für Alex Marquez und für Fabio Di Giannantonio ging es mit der GP23 bislang maximal bis auf P4 respektive P5 nach vorne.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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