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Wieder zwei MotoGP-Frühstarts: Warum man die "Long-Lap-Penalty" nicht nutzt

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Wieder zwei MotoGP-Frühstarts: Warum man die "Long-Lap-Penalty" nicht nutzt
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15.04.2019, 13:39

Frühstarts von Maverick Vinales und Joan Mir in Austin- Warum trotz Diskussionen weiterhin für kleine Vergehen an der Durchfahrtsstrafe festgehalten wird

Frühstarts passieren in der MotoGP in der Regel relativ selten. Nun kam es bei zwei Rennen hintereinander vor. Nach Cal Crutchlow in Argentinien erwischte es nun Maverick Vinales (Yamaha) und Joan Mir (Suzuki) in Austin. Beide zuckten Augenblicke bevor die Lichter der Startampel ausgingen. Durchfahrtsstrafen waren die Folge. Vinales konnte sich schließlich noch auf Platz elf nach vorne arbeiten. Mir kam als 16. ins Ziel und sammelte keine WM-Punkte.

Die Diskussionen über das Strafmaß bei Frühstarts wurden im Laufe des US-Wochenendes fortgesetzt. Im Gegensatz zu Crutchlow, der in Argentinien wütend war und sagte, dass er keinen Frühstart gemacht hatte, akzeptieren Mir und Vinales ihren Fehler. "Die Bilder zeigen, dass ich mich einen Moment vor dem Erlöschen der Lichter bewegt habe", sagt Mir. Trotzdem fügt er hinzu: "Ich habe aber keinen Vorteil gehabt."

Bei Vinales spielte die Technik eine Rolle, denn die Kupplung fing an zu rutschen, wie er schildert: "Ich war nahe dran, einen guten Start zu erwischen. Ich gab Vollgas. Die ersten zwei, drei Sekunden waren okay. Aber dann hat sich das Motorrad im letzten Moment bewegt. Ich habe die Kupplung nicht kommen lassen, nichts." Und lachend fügt er hinzu: "Zumindest hatte ich einen guten Start und habe einige Fahrer überholt. Das war positiv."

Kurios war, dass Vinales zunächst die "Long-Lap-Penalty" nahm und erst danach verstand, dass er eine Durchfahrtsstrafe antreten musste. "Es war ein Missverständnis, meine Schuld. Wenn man beim Start Zeit gewinnt, muss man eine Durchfahrtsstrafe antreten. Es gibt keine Ausreden. Wir müssen für den Start an der Kupplung und am Motorrad arbeiten." Über das Strafmaß regt er sich übrigens nicht auf: "Ich habe mich bewegt. Wenn man sich bewegt, bekommt man eine Durchfahrtsstrafe."

Kleine Bewegungen dürfen nicht erlaubt werden

Schon vor dem Rennsonntag wurde in der Sicherheitskommission das Thema Frühstarts diskutiert. Nach dem Vorfall von Crutchlow in Argentinien wurde ins Spiel gebracht, ob die "Long-Lap-Penalty" für kleine Vergehen nicht angemessener wäre. "Wir haben über die Strafrunde gesprochen", sagt Valentino Rossi zu diesem Thema. "Viele Leute waren dafür, aber Cal hat gesagt, wenn man jetzt die Regeln ändert, dann wäre er benachteiligt." Weil er eben ein Rennen durch die Strafe praktisch verloren hat.

Somit gab es keine kurzfristige Regeländerung. Rossi warnt auch davor, dass man sonst die Büchse der Pandora öffnen könnte. "Ich finde diese Regel sehr streng, aber es ist die einzige Möglichkeit. Wenn man anfängt, dass man sich beim Start ein wenig bewegen darf, aber keinen Vorteil hat, kreiert man eine Situation, die man nicht mehr beenden kann. Natürlich ist die Strafe zu hart, denn man verliert bei einer Durchfahrtsstrafe 30 bis 35 Sekunden. Damit ist das Rennen vorbei. Diese Regel ist die einzige Möglichkeit, um zu verhindern, dass sich jemand bewegt."

Die Gespräche mit den Offiziellen sollen im Zuge der kommenden Rennen fortgesetzt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es für das nächste Jahr eine Regelanpassung gibt.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Event Austin
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Urheber Gerald Dirnbeck