"Wollen beide Fahrer in den Top 10 haben": Gemischtes Austin-Fazit von KTM

Brad Binder Neunter, Miguel Oliveira Elfter - Beide KTM-Fahrer haben in Austin mit den Reifen Mühe - Die Schwäche im Qualifying setzt sich in den USA fort

"Wollen beide Fahrer in den Top 10 haben": Gemischtes Austin-Fazit von KTM

Brad Binder eroberte beim Grand Prix der USA für KTM ein Top-10-Ergebnis. Auf dem Circuit of The Americas fuhr der Südafrikaner als Neunter ins Ziel. Sein Teamkollege Miguel Oliveira wurde Elfter. Das Tech-3-Duo Iker Lecuona und Danilo Petrucci kam außerhalb der WM-Punkteränge ins Ziel.

"Wir wussten", sagt Teammanager Mike Leitner, "dass es schwierig wird, weil wir auf dieser Strecke noch nicht so oft gefahren sind. Brad war stark unterwegs, aber er hatte Vibrationen und die letzten sieben Runden Mühe mit den Reifen. Deshalb konnte er nicht in der Gruppe um Platz sechs kämpfen."

"Wir sind zufrieden mit der Performance, aber wir können mit einem neunten Platz nicht glücklich sein. Miguel hat sich auch gesteigert. Aber wir wollen beide Fahrer in den Top 10 haben und müssen härter arbeiten, um das zu schaffen."

Da Marc Marquez in Austin den zweiten Saisonsieg für Honda erobert hat, bleibt es in der Marken-WM spannend. KTM ist auf dem vierten Platz. Der Rückstand auf Suzuki auf Rang drei ist auf zwölf Zähler angewachsen. Dahinter hat Honda auch nur noch zwölf Punkte Rückstand.

Beide Fahrer kämpfen mit den Reifen

"Es war super, super hart", sagt Binder nach dem Rennen. "In der Startaufstellung habe ich mich für den Medium-Hinterreifen entschieden. Die Hoffnung war, dass wenn ich am Anfang an den Jungs dranbleiben kann, ich am Ende einen Vorteil haben werde."

"Aus irgendeinem Grund hat der Hinterreifen schlagartig abgebaut und Grip verloren. Am Ende hat dann auch mein Vorderreifen aufgegeben. Ich konnte weder am Kurveneingang attackieren noch hatte ich am Kurvenausgang Grip. Es war ein sehr langes Rennen."

Platz elf war für Oliveira sein bestes Ergebnis seit der Sommerpause. Der Portugiese wartet seit Assen Ende Juni auf ein Top-10-Ergebnis. "Ich habe einige Plätze aufgeholt und war im Rennen konkurrenzfähiger als gedacht", bewertet er seine Leistung positiv.

Miguel Oliveira, Alex Marquez

Miguel Oliveira machte von Startplatz 18 einige Positionen gut

Foto: Motorsport Images

"Es war schwierig, die rechte Flanke des Vorderreifens zu managen. Am Ende hatte ich dort nicht mehr viel Grip." Deswegen machte er auf der Jagd nach Pol Espargaro (Honda) in Kurve 12 einen Fehler ("Vorderrad hat blockiert") und Oliveira verwaltete das Ergebnis bis ins Ziel.

"Wir brauchen ein besseres Qualifying", nennt er eine derzeitige KTM-Schwäche. "Wir brauchen ein Paket, das auf eine fliegende Runde besser funktioniert. Das erhöht dann auch unsere Chancen auf ein besseres Rennergebnis."

Binder startete in Austin als Elfter, Oliveira als 18. Das nächste Rennen findet wieder in Misano statt. Hat KTM beim zweitägigen Test Fortschritte gemacht? "Beim Misano-Test waren wir konkurrenzfähiger, aber ich würde sagen, dass es trotzdem nur das Mittelfeld war", meint Oliveira.

Er denkt bereits an das nächste Jahr: "Wir müssen das Beste mit unserem Paket machen und Informationen sammeln, damit wir in den restlichen Rennen besser sind und auch eine klare Richtung für das nächste Jahr haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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