"Würde es wieder tun": Lüthi steht hinter MotoGP-Wechsel

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Autor: Gerald Dirnbeck
12.07.2018, 11:01

Trotz der Schwierigkeiten hält Tom Lüthi seinen Wechsel in die MotoGP für richtig. Ein Testtag in Brünn macht den Schweizer zuversichtlich, seine ersten WM-Punkte sammeln zu können.

Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
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Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS, Daniel Epp, Michael Bartholemy
Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
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Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
Marc van der Straten and Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS, Marc VDS
Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS
Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS

Tom Lüthi wartet nach seinen ersten acht MotoGP-Rennen noch auf seinen ersten WM-Punkt. Nur der Schweizer und Xavier Simeon, auch ein Rookie in der Königsklasse, stehen noch bei null Zählern. Franco Morbidelli und Takaaki Nakagami, die die gleichen Honda-Motorräder fahren, kamen bisher besser zurecht. Nach vielen Jahren in der mittleren Klasse fällt Lüthi der Umstieg auf die komplexe MotoGP-Maschine schwer.

"Am Anfang habe ich größere Schritte erwartet und dass ich das Motorrad schnell kennenlernen werde", sagt Lüthi bei 'MotoGP.com'. "Dann habe ich verstanden, dass das nicht möglich ist und ich kleine Fortschritte machen muss. Natürlich würde ich mich gerne in einer besseren Position sehen. Ich bin nicht zufrieden. Herauszufinden, wie man mit der Elektronik fährt, ist nicht einfach. Das ist eine große Herausforderung. Auch die Reifen sind ganz anders."

Von Beginn an waren die Voraussetzungen nicht einfach

Im Rückblick begann das MotoGP-Abenteuer schon im Vorfeld schwierig. Vergangenen Oktober verletzte sich Lüthi im Moto2-Training in Malaysia und musste lange pausieren. Während sein Marc-VDS-Teamkollege Morbidelli und die anderen Rookies schon testen konnten, musste Lüthi zuschauen. Erst Anfang Februar konnte er in Sepang zum ersten Mal auf die Honda steigen. Der erste Tag fand allerdings auf nasser Strecke statt.

"Das erste Mal bin ich das Motorrad im Regen gefahren. Dadurch war ich noch nervöser, weil es ein besonderer Moment war", so Lüthi, der zugibt: "Ich habe sofort gemerkt, dass es schwierig wird. Es ist sehr komplex. Das Motorrad hat so viel Leistung und man muss ganz anders fahren." Zwei 16. Plätze waren seine bisher besten Ergebnisse. Es fehlte nicht viel für den ersten WM-Punkt. Bei drei der acht Rennen sah der 31-Jährige nicht die Zielflagge.

Trotzdem bereut Lüthi den Schritt in die Königsklasse nicht: "Es war immer ein Traum, in die MotoGP zu kommen. Ich würde es wieder machen, denn es war die korrekte Entscheidung, diesen Schritt zu gehen. Obwohl es derzeit schwierig ist, kann ich sehr viel davon lernen. Ich bin schon viele Jahre in diesem Fahrerlager und habe immer in schwierigen Phasen am meisten gelernt. Das hat mich stärker gemacht."

Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS

Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Erschwerend kamen im Frühling die Streitigkeiten im Marc-VDS-Team hinzu. Teamchef Michael Bartholemy ist nicht mehr Teil des Rennstalls. Marc VDS nahm im Zuge der Diskussionen im Hintergrund nicht an einem zweitägigen Test in Barcelona Ende Mai teil. Wertvolle Streckenzeit ging für die Rookies verloren. Dafür durfte Lüthi in der vergangenen Woche einen Testtag im tschechischen Brünn absolvieren.

Dieser Test macht den Schweizer für das Rennen auf dem Sachsenring zuversichtlich: "Ich bin nach diesem positiven Test in Brünn optimistisch und hoffe, dass ich es endlich in die Top 15 schaffe. Der Sachsenring ist eine besondere Strecke für mich. Ich habe dort 2002 mein WM-Debüt gegeben und es kommen immer viele Schweizer, die mich unterstützen. Das Layout macht es zu einer kniffligen Strecke und mit dem MotoGP-Bike wird sich eine Runde noch kürzer anfühlen."

Es wird voraussichtlich das einzige Mal sein, dass Lüthi mit einem MotoGP-Bike in Deutschland fährt, denn es wird immer unwahrscheinlicher, dass er auch im nächsten Jahr in der Königsklasse sein wird. "Es ist ein wichtiger Zeitpunkt, um besser zu werden. Natürlich denke ich über die Möglichkeiten für die Zukunft nach. Die Moto2 ist eine Option." Manager Daniel Epp ist in Gesprächen mit verschiedenen Moto2-Teams. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

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