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Yamaha-Duo in Katar: Performance bei wenig Grip bleibt Fragezeichen

Zwar zeigen Maverick Vinales und Fabio Quartararo beim MotoGP-Test in Katar ein beachtliches Tempo, doch eine der größten Schwächen der Yamaha bleibt ungewiss

Yamaha-Duo in Katar: Performance bei wenig Grip bleibt Fragezeichen

Auch wenn Maverick Vinales den vierten MotoGP-Testttag mit einer Bestzeit von 1:53.244 Minuten an der Spitze beendete, lag der Fokus des Yamaha-Piloten vor allem auf der Arbeit an seiner Rennpace und der Performance bei Bedingungen mit wenig Grip. Sie bereiteten Yamaha in der Vergangenheit oft Probleme.

"Wir arbeiten sehr hart in diesem Bereich und wir hoffen, dass wir, wenn kein Grip vorhanden ist, das Chassis besser nutzen können und auch den Kurvenspeed, um dieses Problem zu vermeiden. Aber genau weiß man das erst, wenn es wirklich keinen Grip gibt, also ist das ein schwieriger Punkt", erklärt der Spanier.

"Das Grip-Niveau der Strecke ist unglaublich, deshalb ist es schwer zu sagen, dass wir jetzt für eine Situation mit wenig Grip bereit sind. Im Moment haben wir hier ein wirklich gutes Gefühl. Die Rundenzeiten kommen leicht, aber wir werden sehen, ob wir ohne Grip genauso schnell sind und auch an der Spitze sein können."

Quartararo fürchtet bei weniger Grip Probleme

Zwar habe er den Eindruck, dass die Reifen auch über die Distanz noch gut funktionieren, erwartet aber im Rennen andere Bedingungen als beim Test. "Trotzdem bleiben wir positiv, denn wir denken, dass das Motorrad bereit ist. Das ist das Wichtigste."

Ähnlich äußert sich Vinales' neuer Teamkollege bei Yamaha, Fabio Quartararo. Er klassierte sich am Donnerstag als Dritter nur 0,080 Sekunden hinter dem Spanier. Auch Quartararo hält fest: "Die Streckenbedingungen sind im Moment ganz anders als die, die wir im Rennen haben werden, denn wir haben einen verrückten Grip."

"Das Motorrad gibt mir ein wirklich gutes Gefühl, denn die Strecke hat sehr viel Grip. Deshalb glaube ich, dass wir auf Strecken, die wenig Grip bieten, wie Portimao, in Schwierigkeiten kommen werden." Deshalb will sich der Franzose trotz vielversprechender Rundenzeiten noch nicht zu sehr freuen und bleibt zurückhaltend.

Gute Pace und trotzdem "nicht sehr zufrieden"

"Wir wissen, dass wir bei den Tests immer schnell sind, aber in den vergangenen beiden Jahren war ich aufgrund der Tests zu zuversichtlich. Jetzt denke ich, dass es besser ist, nicht zu glücklich zu sein, bevor man zu den Rennen geht, um dann nicht zu sehr enttäuscht zu werden. Deshalb bewege ich mich lieber irgendwo dazwischen."

Quartararos Donnerstagsfazit fällt daher gemischt aus. "Ehrlich gesagt habe ich heute viele Dinge ausprobiert, die mir nicht wirklich gefallen haben", räumt der Yamaha-Pilot ein. "Wir haben das mit dem Team untersucht und meine Pace sieht gut aus."

"Selbst als wir etwas ausprobiert haben, das nicht funktioniert hat, haben wir mit gebrauchten Reifen hohe 1:54er-Zeiten geschafft. Ehrlich gesagt war ich mit diesem Tag nicht sehr zufrieden, aber wenn ich mir meine Pace anschaue, können wir glücklich sein." Selbst seine beste Zeit stellte er mit 15 Runden alten Reifen auf.

Yamaha-Aufsteiger hat klare Richtung vor Augen

Bei den Dingen, die Quartararo am Donnerstag testete, handelte es sich vornehmlich um Einstellungen der Gabel und Federelemente, aber keine großen neuen Teile. "Es gab Positives und auch Negatives, es war also ziemlich schwierig", sagt er.

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo bleibt trotz einer vielversprechenden Pace skeptisch

Foto: Motorsport Images

Mit dem neuen Chassis, das der Franzose bereits die Tage zuvor ausgiebig testete, fühle er sich aber "jedes Mal sicherer". Mit Blick auf das erste Rennwochenende in Katar sei klar, "in welche Richtung es gehen soll und welches Motorrad ich ab den Trainings am Freitag verwenden werde. Wir haben eine Basis, die sehr gut funktioniert."

Jetzt geht es mehr oder minder um das Feintuning. Hier sieht Vinales für seinen Teil vor allem am Start noch Spielraum. In der Vergangenheit verlor der Spanier in der Startphase oft wertvolle Zeit, weshalb an den Testtagen immer wieder zu beobachten war, wie er zwischen seinen Runs Übungsstarts am Ende der Boxengasse machte.

"Im Moment versuchen wir, daran zu arbeiten. Wir müssen die Kupplung auch mechanisch verbessern, nicht nur die Art des Startvorgangs. Wir probieren also viele Dinge aus. Es geht Schritt für Schritt voran, aber wir sind noch nicht, wo wir sein wollen."

Weitere Co-Autoren: Lewis Duncan. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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