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Yamaha im Vergleich zu 2023 "eindeutig einen Schritt vorangekommen"

Massimo Meregalli und Fabio Quartararo verweisen auf Fortschritte bei Yamaha, auch wenn Ergebnisse die (noch) nicht zeigen - Auf Concessions "nicht gerade stolz"

Yamaha im Vergleich zu 2023 "eindeutig einen Schritt vorangekommen"

Der Rückstand, den Yamaha in den einzelnen WM-Wertungen der MotoGP-Saison 2024 auf die Konkurrenz (ausgenommen Honda) hat, ist nach wie vor groß. In der Yamaha-Box aber ist man überzeugt, dass man die richtige Richtung eingeschlagen hat, um die Lücke früher oder später schließen zu können. Sowohl Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli als auch Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo verweisen kurz vor Halbzeit der Saison auf positive Anzeichen.

"Wir befinden uns in einer besseren Situation als im vergangenen Jahr, keine Frage", sagt Meregalli im Gespräch mit Motorsport-Total.com und erklärt: "Wir dürfen nicht vergessen, dass der Wettbewerb der Hersteller untereinander immer enger wird und die Rennen daher immer schwieriger werden. Wir sehen aber, dass wir vorankommen."

Dass Yamaha in dieser Saison genau wie Honda die umfangreichen Zugeständnisse (Concessions) im Reglement genießt, das bezeichnet Meregalli als "etwas, worauf wir nicht gerade stolz sein sollten, aber wir versuchen, dieses Zugeständnisse bestmöglich zu nutzen".

So ist im Concession-Regelwerk unter anderem festgehalten, dass Yamaha und Honda in diesem Jahr auf allen Grand-Prix-Strecken privat testen dürfen, auch mit den Stammfahrern. Wildcard-Einsätze sind den beiden japanischen Herstellern in diesem Jahr deren sechs erlaubt. Das Mehr an Testarbeit bedeutet aber nicht automatisch einen Sprung nach vorne, wie Meregalli herausstellt.

"Sicher, die zusätzliche Zeit, die wir testen dürfen, hilft. Sie hilft aber nur dann, wenn es auch Teile zu testen gibt und wenn das Wetter mitspielt. Was das Wetter betrifft, hatten wir bislang sehr viel Pech. Von fünf Testtagen konnten wir nur einen einzigen richtig nutzen. Das war in Valencia, in der Woche vor Assen."

"Diesen einen Tag haben wir bestmöglich genutzt und waren in der Lage, die neuen Teile direkt nach Assen mitzubringen", sagt der Yamaha-Teamdirektor und erklärt: "Das ist der neue Weg, die neue Herangehensweise, die wir an den Tag legen."

Massimo Meregalli

Teamdirektor Massimo Meregalli sieht technische und personelle Fortschritte

Foto: Motorsport Images

Abgesehen davon spiegelt sich die neue Herangehensweise bei Yamaha auch personell wider. Meregalli zählt auf: "Das ging vor eineinhalb Jahren los, als wir begannen, für die Motorentwicklung mit Europäern zusammenzuarbeiten. Dann haben wir eine Kooperation mit Dallara geschlossen, um die Aerodynamik zu verbessern. Dann haben wir zwei Ingenieure [von Ducati] eingestellt, wobei einer auf Ergonomie spezialisiert ist und er andere, nämlich Massimo Bartolini, unser neuer Technikchef ist."

Den Anteil, den Massimo "Max" Bartolini daran hat, dass Yamaha früher oder später wieder Erfolge feiern kann, den stellt auch Fabio Quartararo regelmäßig heraus. "Die Mentalität und die Art und Weise, wie wir arbeiten, hat sich positiv verändert. Seit Max im Team ist, hat sich viel getan", sagt der MotoGP-Weltmeister von 2021 über die Ankunft des ehemaligen Ducati-Ingenieurs.

"Wir haben viele Dinge getestet", so Quartararo. "Zu Beginn der Saison lagen wir ganz weit hinter den europäischen Herstellern zurück. Jetzt sind die Ergebnisse, die wir erzielen, zwar immer noch dieselben, aber ich habe das Gefühl, dass wir ein wenig näher kommen - nicht an Ducati, aber an Aprilia und KTM. Wir brauchen aber noch etwas mehr Zeit."

So sieht es auch Meregalli, der abschließend sagt: "Wir haben noch immer reichlich Luft nach oben für Verbesserungen. Ich bin aber froh sagen zu können, dass wir eindeutig einen Schritt vorangekommen sind. Sicher, die Concessions bedeuten für uns mehr Arbeit, aber sie geben uns auch die Gelegenheit, die Entwicklung zu beschleunigen."

Fabio Quartararo, Massimo Bartolini, Alex Rins

Fabio Quartararo und Alex Rins mit Massimo "Max" Bartolini

Foto: yamaha

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