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Yamaha in Spielberg laut Rossi deutlich konkurrenzfähiger als im Vorjahr

Nach dem Debakel im Vorjahr mischt Yamaha in diesem Jahr vorne mit: Maverick Vinales und Valentino Rossi haben aber unterschiedliche Ansichten

Yamaha präsentierte sich beim Trainingsauftakt in Spielberg in deutlich besserer Form als vor einem Jahr. Damals entschuldigten sich die Yamaha-Manager bei ihren Fahrern, weil die M1 nicht konkurrenzfähig war (zur Story). Davon war zumindest am Freitag nichts zu sehen. Maverick Vinales beendete den Tag auf Position zwei und lag nur 0,066 Sekunden zurück. Valentino Rossi war mit 0,553 Sekunden Rückstand Elfter.

Rossi ärgerte sich, keine perfekte Runde zusammenbekommen zu haben, um es in die Top 10 zu schaffen, sollte es am Samstag im FT3 regnen. "Schlussendlich habe ich es nicht in die Top 10 geschafft. Es hat ganz knapp nicht geklappt. Am Nachmittag fuhr ich bei der Zeitenjagd nicht besonders gut. Ich verlor ein bisschen Zeit, weil ich auf andere Fahrer auflief", so Rossi.

"Die Wetterprognose für die Nacht und Samstagvormittag sieht gut aus. Ich denke, dass wir am Samstagvormittag um einen Platz in den Top 10 kämpfen können. Abgesehen davon ist mein Tempo gut. Wir befinden uns offensichtlich in einer besseren Situation als im Vorjahr", analysiert Rossi.

Valentino Rossi lobt Yamaha-Bemühungen

"Selbst mit gebrauchten Reifen können wir konstante Zeiten fahren. Wir haben uns intensiv mit der Elektronik beschäftigt, um den Reifen zu schonen. Der erste Eindruck ist nicht schlecht", so der Italiener. "Es gibt viele verschiedene Fahrer mit unterschiedlichen Motorrädern, die schnell sind. Ich denke, dass es am Samstag eng wird, sich in den Top 10 zu behaupten. Es wird wichtig sein, sich in den Top 10 zu behaupten, um direkt ins Q2 zu kommen. Es wird ein sehr wichtiges Training."

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing
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Die Reifen stehen in Spielberg im Fokus. "Am Nachmittag war der Asphalt wärmer. Das erschwerte es uns ein bisschen. Doch dieser Kurs ist schwierig, weil es lange Geraden gibt und zudem Beschleunigungszonen, in denen der Reifen auf der Flanke stark belastet wird", erklärt Rossi.

"Der Hinterreifen muss hier hart schuften. In den vergangenen Jahren hatten wir nicht nur auf Grund der Geraden zu leiden sondern auch, weil wir den Hinterreifen zu stark beanspruchten", schildert Rossi, der überzeugt ist, dass Yamahas Fortschritte für die deutlich bessere Performance verantwortlich sind.

Maverick Vinales macht die Michelin-Reifen verantwortlich

Teamkollege Vinales sieht das anders. Der Spanier denkt, dass die Reifen das Blatt gewendet haben: "Die Reifen sind anders als im Vorjahr. Sie machen den größten Unterschied aus. Ich spüre mehr Haftung und das ist für unser Motorrad besser."

Maverick Vinales

Maverick Vinales war am Freitag bester Yamaha-Pilot

Foto: LAT

"Es reicht aber noch nicht. Unsere größten Gegner sind zwei oder drei Zehntelsekunden schneller pro Runde. Wir müssen also weiter arbeiten und verstehen, wie wir hier schneller werden können", kommentiert die Startnummer 12. "Wir brauchen mehr Topspeed, um mit den anderen zu kämpfen."

Im FT1 kam es zu einer Szene, in der Marc Marquez auf der Geraden an Vinales vorbeizog und wenig später im Kiesbett landete. Vinales drehte sich um. Was war passiert? "Ich lachte. Ich dachte mir, dass er stürzt, wenn er in die Kurve einbiegt. Er bremste so spät. Ich lachte, weil es lustig war", bemerkt Landsmann Vinales. Bereits in Brünn gerieten die zwei Spanier im FT1 aneinander. "Jeder will der Beste sein", hält Vinales fest.

Mit Bildmaterial von LAT.

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