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Yamaha: Quartararo lobt neuen Motor, weist aber auf eine große Schwäche hin

Fabio Quartararo analysiert die Fortschritte bei Yamaha: Er erkennt beim Motor und der Aero deutliche Verbesserungen, doch ein Bereich bereitet weiterhin Sorgen

Yamaha: Quartararo lobt neuen Motor, weist aber auf eine große Schwäche hin

Die diesjährige Dutch TT in Assen war aus Sicht von Yamaha in vielerlei Hinsicht ein besonderes Wochenende. Neben der Bekanntgabe, mit Pramac ab der MotoGP-Saison 2025 wieder ein Satelliten-Team zu haben (zur Meldung), zog Yamaha mit neuen Entwicklungen das Interesse auf sich. Zwischen Mugello und Assen wurde in Valencia ein neuer Motor getestet, der ohne große Umwege zum Einsatz kam.

Fabio Quartararo und Teamkollege Alex Rins lobten den neuen Motor der Yamaha M1 und erklärten, dass er ausschließlich Vorteile hat. In den Ergebnissen konnte man die Verbesserungen zwar nur bedingt erkennen, doch im Vergleich zur Konkurrenz von Honda sieht man bei Yamaha deutlich, dass das Entwicklungstempo angezogen wird.

Ex-Weltmeister Quartararo beendete den Sprint auf der siebten Position und kam im Grand Prix auf P12 ins Ziel. Laut dem Franzosen ist die Yamaha M1 mit dem neuen Motor weniger anstrengend zu fahren und lenkt besser in die Kurven ein.

Frischer Wind: Yamaha arbeitet viel schneller als in der Vergangenheit

Mit seiner Vertragsverlängerung zu Saisonbeginn legte Quartararo den Grundstein für den Aufbauprozess. Dass Yamaha mittlerweile deutlich schneller arbeitet in der Vergangenheit, ist nicht zu übersehen: Der neue Motor kam nach einem privaten Test in Valencia direkt nach Assen. Derart kurze Wege waren vor nicht allzu langer Zeit für die japanischen Hersteller undenkbar.

Quartararo steckt große Hoffnung in den neuen Yamaha-Motor und vermutet, dass Assen nicht die perfekte Strecke war, um die Verbesserungen zu sehen: "Auf dieser Strecke spüren wir die Fortschritte des neuen Motors nicht richtig. Österreich und Misano können gute Strecken für diesen Motor sein."

In erster Linie soll der neue Motor dabei helfen, das Motorrad am Kurveneingang besser zu verzögern. Quartararo erkennt eine bessere Motorbrems-Wirkung in den langsamen Kurven und somit ein verbessertes Einlenkverhalten. Naturgemäß wirkt sich das aber eher in langsamen Kurven aus.

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo erlebte in Assen einige Höhen und Tiefen

Foto: Motorsport Images

Quartararo ist überzeugt, dass der Motor wesentlich zum Kurvenverhalten beträgt. "Wir testeten in Valencia einen weiteren Motor, der für deutlich mehr Agilität und Turning sorgte. Es war auch ein Reihen-Vierzylinder. Der Motor wirkt sich zweifellos auf unsere Probleme aus. Aber wir benötigen noch etwas mehr Zeit, um diesen Motor verwenden zu können."

"Wir haben bei der Leistung kräftig zugelegt", lobt Quartararo. "Die Aero konnten wir ziemlich stark verbessern. Ich würde behaupten, dass das unsere größte Verbesserung war. Bei der Elektronik liegen wir aber nach wie vor sehr weit zurück. Das ist mit Sicherheit unsere Schwäche", analysiert Quartararo die aktuelle M1.

Qualifying weiterhin kritisch, Renntempo am Sonntag gibt Rätsel auf

Die Qualifikation für den finalen Qualifying-Durchgang verpasste Quartararo als Dritter im Q1 nur knapp. Auf eine Runde ist die Yamaha M1 nach wie vor nicht schnell genug. "Selbst wenn ich es ins Q2 geschafft hätte, dann wäre meine Position praktisch gleich gewesen. Mehr als P11 oder P12 war nicht drin. Doch unser Renntempo ist besser", erkennt Quartararo.

Damit lag der Franzose richtig, denn im Sprint arbeitete er sich bis auf P7 vor. Mit gut zehn Sekunden Rückstand lag er nicht weit weg. "Es war schön, die Gruppe vor mir zu sehen, in der um P5 gekämpft wurde", freut sich Quartararo.

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo lobt das neue Aeropaket und den neuen Motor

Foto: Motorsport Images

Weniger erfreulich verlief der Grand Prix am Sonntag. Die Yamaha-Piloten beklagten den Grip zu Rennbeginn. Alex Rins flog kurz nach dem Start ab und verletzte sich die Hand. Er fällt für den Deutschland-Grand-Prix aus.

Quartararo erlebte ein durchwachsenes Rennen und kam schlussendlich nicht über P12 hinaus. "Ab der Rennhälfte fühlte ich mich besser. Doch das Renntempo war nicht gut genug", bedauert der Weltmeister der MotoGP-Saison 2021.

Aber warum fiel es Quartararo im Hauptrennen so viel schwerer? "Wir können es uns nicht richtig erklären. Wenn man sich die Zeiten der Spitzenfahrer anschaut, dann erkennt man, dass die Haftung nicht schlecht war", grübelt der Yamaha-Pilot.

Was Alex Rins zum neuen Yamaha-Motor zu sagen hat

Keine Punkte und eine Verletzung: Für Alex Rins hielt das Assen-Wochenende wenig Erfreuliches parat. Angesprochen auf den neuen Motor, gab Rins ähnliche Kommentare wie Quartararo von sich und erklärte, dass der neue Motor keine Nachteile im Vergleich zum bisher verwendeten hat.

Gleichzeitig bestätigte Rins, dass Assen nicht der perfekte Kurs war, um die Vorteile des neuen Motors zu erkennen. "Mit dem neuen Motor hat das Motorrad etwas mehr Turning. Doch wir liegen nach wie vor weit zurück im Vergleich zu unseren Gegnern", so der Spanier.

Alex Rins

Alex Rins konnte die Fortschritte nicht in Punkte umwandeln

Foto: Motorsport Images

"Wir machen kleine Fortschritte. Doch es ist ziemlich schwierig, im Laufe eines Grand-Prix-Wochenendes zu testen. Wenn man keine perfekte Abstimmung hat, dann kann man nicht so fahren, wie man möchte", berichtet Rins.

Von Quartararos Sprintrennen war Rins mehr als beeindruckt: "Fabio demonstrierte hier, dass er auf dieser Strecke sehr schnell ist." Rins fiel es nicht leicht, Quartararos Zeiten zu bestätigen. "Ich bin ein Fahrer, der nicht gern Abstimmungen einfach so übernimmt. Ich möchte verstehen, warum die Dinge nicht gut funktionieren, die ich probiere", rechtfertigt er seine Entscheidungen bei der Abstimmungsarbeit.

Beim bevorstehenden Rennwochenende auf dem Sachsenring wird Rins voraussichtlich durch WSBK-Pilot Remy Gardner ersetzt, der damit sein Comeback in der MotoGP gibt.

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