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Yamaha rüstet beim Jerez-Test auf alte Aero zurück - und ist prompt schneller

Yamaha rückte am Montag in Jerez mit dem großen Frontflügel von 2025 aus - Quartararo und Rins damit schneller als mit 2026er-Aero, aber ...

Yamaha rüstet beim Jerez-Test auf alte Aero zurück - und ist prompt schneller

Alex Rins (Foto) und Fabio Quartararo fuhren am Montag den Frontflügel von 2025

Foto: Mirco Lazzari GP / Getty Images

Das Yamaha-Werksteam überraschte beim MotoGP-Test am Montag in Jerez mit einer Aerodynamik, die jener aus der Saison 2025 entsprach. Der große geschwungene Frontflügel feierte ein Comeback - nun zum ersten Mal montiert an der M1 mit V-Motor, nachdem der Flügel im vergangenen Jahr an der M1 mit Reihenmotor gefahren wurde.

Und: Fabio Quartararo und Alex Rins waren am Montag mit dem alten Frontflügel schneller als mit der 2026er-Aero. Während das für Rins nur für den Direktvergleich beider Aero-Spezifikationen am Montag gilt, so gilt es für Quartararo auch für den Vergleich mit dem zurückliegenden Rennwochenende.

Seine persönlich beste Rundenzeit am Wochenende des Grand Prix von Spanien hatte Quartararo im Training am Freitagnachmittag mit 1:36.752 Minuten gesetzt. Am Montag nun gelang ihm mit dem Frontflügel von 2025 eine persönliche Bestzeit von 1:36.439.

Yamaha-Stars mit 2025er-Aero schneller als mit 2026er

Damit reihte sich Quartararo in der Zeitenliste des Testtages auf P7 ein. Rins fuhr am Montag in der Vormittagssession mit frischen Reifen und der aktuellen 2026er-Aero zunächst 1:37.583. Am Nachmittag war er mit gebrauchten Reifen, aber mit der 2025er-Aero einen Tick schneller: 1:37.541.

Yamaha-YZR M1 mit Aero von 2026 (links) und 2025 (rechts)

Direktvergleich: Yamaha M1 mit Aero von 2026 (links) und von 2025 (rechts)

Foto: German Garcia Casanova

Die Schlussfolgerung scheint daher, dass die eigentlich alte Aerodynamik der Yamaha M1 besser funktioniert als die aktuelle. Aber sehen das auch die beiden Werkspiloten so? "Es sieht so aus als hätten wir ein etwas besseres Gefühl für die Front gefunden", sagt Quartararo. "Es geht dabei gar nicht so sehr um Performance, aber um ein Gefühl, das uns helfen wird."

Zwar spricht es der MotoGP-Weltmeister von 2021 nicht direkt aus, ob das bessere Gefühl für die Front auf den Frontflügel von 2025 zurückzuführen ist. Er erklärt aber: "Für mich persönlich ist es eine große Hilfe, wenn ich das Vorderrad spüren kann. Auch wenn das Potenzial da ist, ich brauche das richtige Gefühl, um zu wissen, wo das Limit ist."

Yamaha-Frontverkleidung

Den ganz großen Durchbruch sieht Quartararo in der alten Aero nicht

Foto: German Garcia Casanova

Weil Yamaha weiterhin die Concessions im MotoGP-Reglement genießt, könnte der leidgeprüfte japanische Hersteller die 2025er-Aero nachträglich noch in seinen Katalog für 2026 aufnehmen.

Abgesehen von der Aerodynamik, die de facto ein Schritt zurück war, testete Yamaha am Montag in Jerez laut Quartararo auch unterschiedliche Einstellungen für "Elektronik, Motorbremse und Traktion, wobei ich glaube, dass wir an der Front am meisten gefunden haben. Im Bereich der Elektronik gibt es meiner Ansicht nach noch immer viel Arbeit".

Rins für Le Mans optimistisch, Quartararo nicht

Quartararos Teamkollege Rins fügt hinzu: "Wir haben viele unterschiedliche Dinge, viele unterschiedliche Elemente getestet. Mein Eindruck war gut. Ich habe versucht, den Ingenieuren gute Rückmeldungen zu geben und sie haben schon eine Idee, wie es weitergehen kann. Jetzt freue mich auf Le Mans, eine Strecke, die ich sehr mag. Wir werden sehen, wie das Bike dort funktioniert."

Für Quartararo ist Le Mans, wo am 10. Mai der Grand Prix von Frankreich als nächstes Rennen im MotoGP-Kalender 2026 auf dem Plan steht, das Heimspiel. Ganz so optimistisch wie Teamkollege Rins klingt der Franzose in seiner Vorausschau nach dem Jerez-Test aber nicht.

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo sieht für sein Heimrennen wenig Grund für Zuversicht

Foto: Getty Images Europe

"Ich glaube, es wird ein bisschen besser sein, aber ich werde nicht sagen, dass ich optimistisch bin. Denn ich glaube nicht, dass das, was wir hier gefunden haben, etwas Großes ist. Es ist ein Detail, das mir beim Fahren helfen kann. Etwas wirklich Entscheidendes haben wir ehrlich gesagt aber nicht gefunden", so Quartararo.

Auch wenn es noch immer nicht offiziell verkündet wurde, so steht hinter den Kulissen schon seit Monaten fest, dass Quartararo für die MotoGP-Saison 2027 aus dem Yamaha-Werksteam ins Honda-Werksteam wechseln wird. Dennoch wird er bei Yamaha weiterhin in die Weiterentwicklung der M1 eingebunden.

"Es ist eine schwierige Situation, denn natürlich will ich das Motorrad verbessern, aber für dieses Jahr", erklärt Quartararo. "Deshalb werde ich weiter versuchen, das Bestmögliche aus diesem Bike herauszuholen, denn ich will bis zum Ende des Jahres gute Leistungen bringen. 2027 steht auf einem anderen Blatt."

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