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Yamaha-Testfahrer: "Noch ein weiter Weg" bis 850er-Paket für 2027 bereit ist

Der Motor bleibt Yamahas Schwachstelle, auch beim Chassis gab es Rückschritte - Testfahrer Augusto Fernandez erklärt, warum das neue Paket noch Zeit braucht

Yamaha-Testfahrer: "Noch ein weiter Weg" bis 850er-Paket für 2027 bereit ist

Fernandez mit der aktuellen 1.000er bei seinem Wildcard-Start in Silverstone

Foto: Getty Getty

Augusto Fernandez wechselte in den vergangenen Monaten mehrfach zwischen der aktuellen Yamaha M1 und dem neuen 850er-Motorrad für die MotoGP-Saison 2027. Seine Hauptaufgabe ist es, den neuen Prototyp zu testen. Die Arbeit teilt er sich mit Andrea Dovizioso.

Daneben absolvierte Fernandez in der bisherigen Saison schon vier Wildcard-Einsätze mit dem 1.000er-V4-Motorrad. Zuletzt war er beim Rennwochenende in Silverstone am Start.

Kurz vor Silverstone führte Yamaha mit dem 850er-Motorrad private Testfahrten in Jerez durch. Aktuell wird das Programm in Misano fortgesetzt. Am 25. und 26. August teilt sich Yamaha die Rennstrecke mit dem Ducati-Testteam.

In das neue Motorrad sollen auch die Erkenntnisse aus dem aktuellen Modell einfließen. Yamaha wechselte vom Reihenvierzylinder auf eine V4-Konfiguration, um in diesem Jahr Erfahrungen mit dem neuen Motorkonzept zu sammeln.

"Wir bauen das Chassis, wir entwickeln alles und versuchen, es anders zu machen als in diesem Jahr", sagt Fernandez über die neue 850er-M1. "Wie ihr wisst, war das Motorrad vom vergangenen Jahr beim Chassis und insgesamt noch etwas besser."

"Wir wissen, dass der Motor unsere Schwachstelle ist, aber auch beim Chassis haben wir ein wenig Performance verloren. Deshalb versuchen wir, das Gesamtpaket in diesem Bereich wieder auf das frühere Niveau zu bringen."

Und wie läuft das neue Projekt bislang? "Ja, wir machen kleine Schritte nach vorne", sagt Fernandez, muss aber auch eingestehen: "Natürlich ist es noch ein weiter Weg, bis das Paket für nächstes Jahr bereit ist. Aber wir machen gute Arbeit."

Auf die Frage, ob der Spanier das Gefühl hat, dass das neue Motorrad mehr Potenzial besitzt als das aktuelle, antwortet er: "Ich denke schon, ja." Die Rückmeldungen von Fernandez und Dovizioso sollen ähnlich sein.

In der laufenden Saison sind Wildcards mit 850er-Prototypen verboten. Neben den privaten Testfahrten findet im September ein offizieller Testtag statt, an dem die Stammfahrer die neuen Motorräder mit Pirelli-Reifen fahren dürfen.

Dieser Testtag findet am Montag (21. September) nach dem Grand Prix von Österreich in Spielberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Da viele Fahrer im nächsten Jahr das Team wechseln, werden nur wenige Stammfahrer teilnehmen.

Im Fall von Yamaha wird voraussichtlich nur Toprak Razgatlioglu das neue Motorrad testen. Er fuhr die 850er mit Pirelli-Reifen bereits beim offiziellen Montagstest nach dem Rennwochenende in Brünn.

Jorge Martin und Ai Ogura, die beiden Yamaha-Werksfahrer für 2027, dürfen die neue M1 erst beim offiziellen Testtag nach dem Saisonfinale in Valencia fahren. Bei Pramac wird voraussichtlich Izan Guevara Teamkollege von Razgatlioglu. Offiziell ist die Verpflichtung von Guevara noch nicht bestätigt.

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