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Yamaha: "Wir wussten, dass diese Saison schwierig werden würde"

Yamaha steckt 2026 mitten in einer schwierigen Übergangssaison - Massimo Meregalli erklärt, warum die aktuellen Probleme dennoch Teil des Plans sind

Yamaha: "Wir wussten, dass diese Saison schwierig werden würde"

Yamaha tritt mit seinem V4-Projekt noch ziemlich auf der Stelle

Foto: Getty Getty

2026 ist für Yamaha ein Jahr des Übergangs, und genau so hatte sie das japanische Werk auch erwartet. Teammanager Massimo Meregalli macht keinen Hehl daraus, dass die Arbeit am neuen MotoGP-Projekt schwieriger verläuft als erhofft.

Gleichzeitig sieht er die aktuellen Probleme als wichtigen Lernprozess für die Zukunft, insbesondere mit Blick auf die große technische Zeitenwende im Jahr 2027.

"Es ist definitiv keine einfache Saison", erklärt Meregalli im Gespräch mit MotoGP.com. "Wir wussten, dass der erste Teil der Saison schwierig werden würde. Wir haben immer gesagt, dass es für uns eine echte Lernphase sein wird, weil wir ein komplett neues Projekt auf die Beine stellen und damit direkt Rennen fahren."

Yamaha hatte mit dem Umstieg vom Reihenvierzylinder auf den V4-Motor bewusst einen langfristigen Weg eingeschlagen. Die Einführung einer neuen technischen Basis bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich: von der Abstimmung der Maschine bis zur Entwicklung eines konkurrenzfähigen Gesamtpakets.

Meregalli betont deshalb, dass die Probleme zwar schmerzhaft seien, aber durchaus wertvoll: "Wir waren uns bewusst, dass auf diesem Weg viele Schwierigkeiten auftreten würden. Aber wir lernen daraus, und das wird uns im kommenden Jahr helfen, wenn wir ein neues Motorrad einführen mit einer Motorenkonfiguration, die möglicherweise eine bessere Performance garantieren kann."

Fokus auf die zweite Saisonhälfte

Trotz der bislang wechselhaften Ergebnisse will Yamaha diese MotoGP-Saison nicht frühzeitig abschreiben. Der zweite Teil des Jahres soll genutzt werden, um die vorhandenen Möglichkeiten des aktuellen Pakets noch besser auszuschöpfen.

"Wir befinden uns jetzt mitten in dieser Saison und wissen, dass unser Ziel seit Beginn war, in der zweiten Saisonhälfte die Performance und entsprechend auch die Ergebnisse zu steigern", erklärt Meregalli. Es gehe darum, "das Maximum aus dem herauszuholen, was wir haben und was wir für die zweite Saisonhälfte bringen werden".

Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf kurzfristige Verbesserungen. Yamaha bereitet sich parallel auf die neue MotoGP-Ära ab 2027 vor, in der kleinere Motoren, weniger Aerodynamik und ein Verbot der Devices eingeführt werden. Für die Hersteller bedeutet das eine komplette Neuausrichtung ihrer Entwicklungsarbeit.

Neue Fahrer bringen neue Impulse

Ein zentraler Bestandteil des Neustarts wird auch die Fahreraufstellung sein. Yamaha bestätigte für die Saison 2027 ein komplett neues Duo mit Jorge Martin und Ai Ogura. Martin kommt als MotoGP-Weltmeister von 2024 und aktueller Spitzenfahrer zum Projekt, während Ogura als eines der größten Talente der neuen Generation gilt.

Meregalli sieht in dieser Veränderung eine große Chance, neue Ideen in das Werksteam einzubringen. "Nächstes Jahr wird ein neues Jahr sein, und mit zwei neuen Fahrern sind wir definitiv sehr gespannt", sagt er. Gleichzeitig würdigt er die Arbeit der beiden aktuellen Werkspiloten Fabio Quartararo und Alex Rins.

"Auch die schönsten Dinge gehen irgendwann zu Ende, und wir beenden diese lange Reise mit Fabio und Alex. Wir sind ihnen sehr dankbar für das, was sie für uns getan haben und wie wir gemeinsam gearbeitet haben", betont der Teammanager.

Der Wechsel auf der Fahrerseite sei aber nicht nur ein personeller Umbruch, sondern könne auch eine neue Dynamik innerhalb des gesamten Projekts erzeugen. "Neue Fahrer, neue Regeln, es gibt viele neue Dinge, und das wird definitiv frische Luft und neue Motivation bringen", blickt Meregalli optimistisch voraus.

Hoffnung auf einen Neustart 2027

Für Yamaha soll die Saison 2027 deshalb mehr sein als nur ein weiterer Versuch, den Rückstand auf die Konkurrenz zu verkürzen. Der Hersteller verbindet die neue technische Ära mit einer grundsätzlichen Neuausrichtung des gesamten Projekts. "Wir sind alle begeistert davon, eine komplett neue Saison zu beginnen, weil es so viele neue Dinge gibt, die für jeden positiv sind", sagt Meregalli.

Die aktuelle Saison bleibt damit vor allem ein Entwicklungsjahr. Yamaha sammelt Daten, arbeitet an Lösungen und versucht, aus den eigenen Schwierigkeiten Kapital zu schlagen.

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