Zarco: "Jetzt ist meine Zeit, um Siege und Podien zu kämpfen"

Johann Zarco sieht sich bestens aufgestellt, um in der MotoGP-Saison 2021 ganz vorne mitzuspielen - Auf welche Schwäche er sich dabei besonders konzentriert

Zarco: "Jetzt ist meine Zeit, um Siege und Podien zu kämpfen"

Einmal stand Johann Zarco als Ducati-Pilot bereits auf dem Treppchen: 2020 fuhr er beim Grand Prix von Tschechien in Brünn mit der Desmosedici GP19 auf den dritten Platz, damals noch im Avintia-Team. Jetzt, mit der aktuellen Desmo in Pramac-Farben, will er es noch ein paar Mal mehr aufs Podest schaffen.

"Jetzt ist meine Zeit, um Siege und Podien einzufahren", sagt der Franzose zuversichtlich. "Das Motorrad ist schnell, das Team kennt es in- und auswendig. Und ich, mit meiner Erfahrung, sollte in der Lage sein, alles unter Kontrolle zu haben."

Im Vergleich zu seiner Form vor einem Jahr sieht der 30-Jährige deutliche Fortschritte: "Ich bin ich schneller, das Motorrad ist konkurrenzfähiger und ich kenne das Motorrad besser. Das alles zusammengenommen sollte es uns ermöglichen, einen guten Schritt voranzukommen. Ich glaube wirklich daran."

Zarco will 2021 mehr Konstanz in den Rennen zeigen

Auch körperlich sei er besser vorbereitet. "Denn ich war nicht verletzt und konnte die Zeit intensiv nutzen. Ich hoffe, dass sich all das auszahlen wird." Allerdings ist Zarco auch klar, dass sich auch die Konkurrenz noch einmal gesteigert hat. Entsprechend erwartet der Pramac-Pilot "schwierige Rennen wie im vergangenen Jahr".

Johann Zarco

Ein besseres Rennmanagement sollt Zarco 2021 zum Erfolg verhelfen

Foto: Motorsport Images

"Schon damals waren viele Fahrer im Rennen konstant gut unterwegs. Das macht es natürlich nicht einfacher. Manchmal, wenn du vom Start weg schnell bist und dann etwas abbaust, hast du die Gelegenheit, wieder aufzuholen. Im Vorjahr hast du aber, wenn du etwas geschwächelt hast, gleich viele Positionen verloren."

Folgerichtig hält Zarco fest: "Die Konstanz ist das Hauptkriterium." Entsprechend nimmt er sich für 2021 ein "besseres Rennmanagement" vor. "Im Rennen möchte ich die Möglichkeit haben, die Situation etwas mehr zu kontrollieren. Das hilft, um am Ende des Rennens eine gute Energie zu haben", erklärt der Franzose.

Hofmann sieht für Zarco "letzte große Chance"

So sollen ihm mehr Podestplätze gelingen als zuletzt. Sollte dabei kein Sieg herausspringen, wäre das im Zweifelsfall auch okay."Wenn ich das ganze Jahr über nur Podestplätze mache und Weltmeister bin, wird es kein Problem sein, auch wenn ihr Journalisten mich alle unter Druck setzt", witzelt er.

MotoGP-Experte Alex Hofmann sieht Zarco im Videointerview mit 'Motorsport-Total.com' als mögliche Geheimwaffe von Ducati. "Ich traue ihm alles und nichts zu, wie es in den vergangenen Jahren bei ihm der Fall war", urteilt der Deutsche.

"Er wird Wochenenden haben, an denen er um den Sieg oder um das Podium kämpfen kann. Bei diesen Rennen wird er super aggressiv dabei sein. (...) Es kann auch mal ein Wochenende kommen, an dem es nicht so läuft. Bei ihm gefährlich ist der Fakt, dass er sich seiner letzten großen Chance bewusst ist."

Deshalb könnte Zarco aus Sicht von Hofmann "mit seiner Erfahrung und seiner harten Fahrweise der Geheimfavorit sein". "Bei Ducati muss man aufpassen. Er wird es genießen, dass er nicht den Druck im Werksteam hat, sondern nur den Druck, dass es seine letzte Chance ist. Wenn er diese nutzt, dann kann es weitergehen."

Angesprochen auf seine Chancen in Katar, sagt Zarco: "Wir wissen, dass die Suzukis zum Ende des Rennens stark sind. Aber die Ducati ist hier immer schnell. Pecco und Jack werden das Podium anvisieren. Ich hoffe, ich kann mit ihnen mithalten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Losail 1
Fahrer Johann Zarco
Teams Pramac Racing
Urheber Juliane Ziegengeist