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Zarco mit erster Pole für Avintia: "Die Ducati hat sehr viel Potenzial"

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Zarco mit erster Pole für Avintia: "Die Ducati hat sehr viel Potenzial"
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Dank Veronika? Mit der Ducati GP19 fährt Avintia-Pilot Johann Zarco in Brünn sensationell auf Pole und lässt Landsmann Fabio Quartararo hinter sich

Johann Zarco fuhr im Qualifying zum Grand Prix von Tschechien 2020 in Brünn sensationell zur fünften Pole-Position seiner MotoGP-Karriere. Im Gegensatz zu den ersten vier Poles, die er 2017 und 2018 für Tech-3-Yamaha eingefahren hatte, kam jene in Brünn für Avintia-Ducati zustande.

Das spanische Ducati-Satellitenteam von Raul Romero ist alles andere als ein Spitzenteam und setzt für Zarco und Teamkollege Tito Rabat zwei Vorjahres-Ducati vom Typ GP19 ein. Seit Zarco im Winter zum Team gekommen ist, waren kleine, aber stetige Fortschritte erkennbar. Die Pole-Position in Brünn - für Avintia ist es die erste in der Königsklasse - ist nun die vorläufige Krönung dieses Aufwärtstrends.

Es war alles andere als eine Glücks-Pole, denn sie kam auf komplett trockener Strecke zustande. In Q2 ließ Zarco keinen Geringeren als Petronas-Yamaha-Pilot Fabio Quartararo - zweifacher Saisonsieger, zweifacher Polesetter und aktueller WM-Spitzenreiter - hinter sich. Zwar ist Quartararo auf seiner letzten Q2-Runde gestürzt, aber auch ohne diesen Sturz hätte er Zarco nicht mehr abgefangen. Das haben die Sektorzeiten gezeigt.

"Als ich die Rundenzeit gesehen habe, war ich total überrascht, weil der Unterschied zur Rundenzeit, die ich mit dem ersten Reifen [in Q2] gesetzt hatte, so groß war. Ich habe zwar 'P1' gesehen, war mir aber sicher, dass sich ein paar andere Jungs noch verbessern würden. Mit der Pole-Position hatte ich definitiv nicht gerechnet. Jetzt bin ich einfach nur glücklich", sagt Zarco.

Dank Veronika? Zarco wie 2019 wieder in Reihe 1 in Brünn

Dass es in seinem gerade mal dritten Qualifying für Avintia-Ducati direkt zur Pole-Position gereicht hat, überrascht auch Zarco selbst: "Wenn ich mir meine Reise so anschaue, dann ist eine Pole besser als alles, was ich zu diesem Zeitpunkt hätte erwarten können. Der Schritt heute war größer als geplant, aber den nehmen wir natürlich gerne mit. Die Ducati hat sehr viel Potenzial. Aber es ist trotzdem nicht einfach, alles aus ihr herauszuholen."

Johann Zarco

Zarco mag Brünn: 2019 auf Startplatz drei, 2020 auf der Pole-Position

Foto: Motorsport Images

Apropos "ihr" beziehungsweise "sie". Dafür, dass er in Brünn nun schon zum zweiten Mal hintereinander in die erste Startreihe gefahren ist, hat Zarco noch eine ganz persönliche Erklärung auf Lager: "Vielleicht liegt es daran, dass meine Freundin Tschechin ist", grinst er beim Gedanken an seine Veronika. Zur Erinnerung: 2019 war Zarco in Brünn mit der Werks-KTM auf feuchter Piste auf den dritten Startplatz hinter Marc Marquez und Jack Miller gefahren.

Quartararo nach Gelb-Pech und Sturz mit zweiten Startplatz happy

Quartararo wurde im zweiten Versuch in Q2 ausgebremst, weil er seine Runde nach dem Sturz von Cal Crutchlow (LCR-Honda) abbrechen musste. In Kurve 9 wurde deshalb Gelb gezeigt und der Petronas-Yamaha-Pilot musste Gas wegnehmen. Als er nach einer langsamen Runde, um die Reifen abzukühlen, dann auf einer dritten Runde nochmals angriff, erwischte er in Kurve 13 eine Bodenwelle und stürzte.

Fabio Quartararo

Quartararo übertrieb es auf der letzten Runde, hätte die Pole aber ohnehin verpasst

Foto: Motorsport Images

Für die 1:55.687 Minuten von Zarco hätte es aber nicht gereicht. Am Ende hatte Quartararo mit seiner im ersten Q2-Run gefahrenen Zeit mehr als 0,3 Sekunden Rückstand auf den Polesetter. Unzufrieden ist er trotzdem nicht.

"Wenn die erste Runde mal dahin ist, ist das schon mal schlecht. Der Sturz war nicht allzu wild. Das Wichtigste ist, dass ich in der ersten Reihe stehe und dass ich ein gutes Gefühl für das Rennen habe, weil wir im vierten Freien Training etwas gefunden haben", sagt Quartararo.

Rossi ist überzeugt: Zarco durch Quartararo neu motiviert

Mit Zarco und Quartararo starten erstmals seit 25 Jahren wieder zwei Franzosen von den ersten zwei Startplätzen in ein Rennen der Motorrad-WM. In Person von Jean-Michel Bayle und Jean-Philippe Ruggia hatten in Buenos Aires 1995 in der 250er-Klasse zuletzt zwei Franzosen die ersten beiden Startplätze erobert. In der Königsklasse aber hatte es so etwas bis Brünn 2020 überhaupt noch nicht gegeben.

Fotos: MotoGP Tschechien in Brünn

Nun sind es also Zarco und Quartararo, die von den ersten beiden Startplätzen loslegen. Valentino Rossi ist übrigens überzeugt, dass Zarco durch die starken Leistungen von Quartararo angestachelt wurde. "Der französische Motorsport hat heute allen Grund zum Jubeln. Soweit ich weiß, hat es so etwas in der MotoGP-Ära noch nie gegeben. Quartararo hat bei Zarco sicherlich zusätzliche Motivation ausgelöst", sagt Rossi.

Rennausblick: Zarco hofft auf Top 5 - Quartararo denkt nicht an WM

Was nehmen sich die beiden Franzosen für das Rennen vor? "Nun, unser Renntempo ist hier besser als bei den zurückliegenden Rennen, aber sicherlich noch nicht gut genug, um für den Sieg in Frage zu kommen", sagt Polesetter Zarco und gibt als Ziel für Sonntag aus: "Wenn ich einen guten Start habe und dann solange wie möglich um das Podium mitfahren kann, dann wäre das großartig. Aber selbst eine Top-5-Platzierung wäre schon ein grandioses Ergebnis."

Johann Zarco, Fabio Quartararo

Zarco und Quartararo: Zwei Franzosen auf den ersten beiden Startplätzen

Foto: Motorsport Images

Quartararo, der nach zwei Pole-Positions (Jerez) nun vom zweiten Startplatz ins dritte Saisonrennen geht, sagt: "Mein Hauptziel für dieses Rennen ist es, mein Bestes zu geben. Unser Renntempo war im FT4 richtig stark, nachdem das in den ersten beiden Trainings (Freitag) noch ganz anders gewesen war."

"Ich glaube, ich werde morgen nur auf mich selber achten", meint der WM-Spitzenreiter und merkt an, dass es "für Gedanken an die Weltmeisterschaft noch zu früh" sei. Fakt ist: Weil Titelverteidiger Marc Marquez zum zweiten Mal in dieser Saison ein Rennen verpasst, hat Quartararo die große Chance, sein Punktepolster bis zu Marquez' Rückkehr noch weiter zu vergrößern als es mit derzeit 50 Punkten ohnehin schon der Fall ist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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