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Zarco muss weiter auf Knie-OP warten - Crutchlow bleibt LCR-Ersatzfahrer

Johann Zarco macht Fortschritte auf dem Weg zurück in die MotoGP, muss auf seine Knie-OP aber weiter warten - LCR setzt am Sachsenring erneut auf Cal Crutchlow

Zarco muss weiter auf Knie-OP warten - Crutchlow bleibt LCR-Ersatzfahrer

Comeback unklar: Johann Zarco muss sich weiter in Geduld üben

Foto: Getty Getty

Anderthalb Monate nach seinem schweren Sturz beim Grand Prix von Katalonien muss Johann Zarco weiter auf die dringend notwendige Knieoperation warten. Zwar ist der Franzose inzwischen wieder ins Training eingestiegen, an einen Renneinsatz ist jedoch weiterhin nicht zu denken.

Deshalb setzt das LCR-Honda-Team auch beim Deutschland-Grand-Prix am Sachsenring auf Ersatzfahrer Cal Crutchlow. Das bestätigte die Mannschaft am Mittwoch.

Zarco hatte sich bei der zweiten Startphase des Hauptrennens in Barcelona schwer verletzt, als sein linkes Bein an der Ducati von Francesco Bagnaia hängen blieb. Dabei erlitt der zweifache Moto2-Weltmeister schwere Verletzungen am linken Knie, darunter Schäden an vorderem und hinterem Kreuzband sowie am Innenmeniskus. Hinzu kam ein kleiner Bruch des Wadenbeins im Bereich des Sprunggelenks.

Zarco bleibt optimistisch: "Das wird mir helfen"

Trotz dieser Verletzungen gibt es inzwischen erste positive Signale. Auf Social Media zeigte sich Zarco wieder beim Kraft- und Radtraining. Dass dies überhaupt möglich ist, wertet auch LCR-Teamchef Lucio Cecchinello als wichtigen Schritt.

"Ich freue mich - genau wie viele Fans -, Johann wieder beim Training zu sehen", sagt der Italiener. zuversichtlich. "Es ist sehr wichtig und sehr positiv, dass die Ärzte und der Chirurg entschieden haben, ihm die Rückkehr ins Training zu erlauben. Das wird ihm definitiv helfen, wieder in Form zu kommen."

Eine Operation ist allerdings weiterhin nicht möglich. Der Grund ist das nach wie vor bestehende Infektionsrisiko. Zarco selbst erklärte auf seinem Instagram-Kanal zuletzt, dass ihn diese Situation zwar frustriere, die Zeit aber keineswegs verloren sei.

"Ich freue mich, wieder trainieren zu können. Ich kann nicht leugnen, dass ich langsam mein Team, mein Motorrad und meine Welt vermisse", schreibt der Franzose. "Solange ein Infektionsrisiko besteht, kann ich die Operation nicht riskieren."

Gleichzeitig versucht der Honda-Pilot, der Zwangspause etwas Positives abzugewinnen. "Die Arbeit, die ich jetzt vor der Operation mit meinem Knie mache, wird mir auch danach helfen. Deshalb muss ich noch etwas Geduld haben." Und mit einem Augenzwinkern ergänzt er: "In der Zwischenzeit werden meine Gitarrenkünste besser, und es ist schön, eine ruhige Zeit mit der Familie zu verbringen."

Crutchlow auch am Sachsenring im Einsatz

Für LCR bedeutet das, weiterhin auf Cal Crutchlow zurückzugreifen. Der 40-jährige Brite bestreitet am Sachsenring bereits sein fünftes Rennwochenende als Zarco-Ersatz.

Der frühere LCR-Stammpilot war eigens aus dem Ruhestand zurückgekehrt und unterstützt das Team seit Mugello. Punkte blieben ihm bislang zwar verwehrt, dennoch sammelt der MotoGP-Routinier wichtige Kilometer auf der Honda RC213V.

Auf dem Sachsenring hofft Crutchlow nun auf ein besseres Ergebnis, zumal ihm die deutsche Strecke liegt: In seiner MotoGP-Karriere stand er dort dreimal auf dem Podium.

Wann Zarco operiert werden kann und wie lange seine anschließende Rehabilitation dauern wird, ist derzeit weiterhin offen. Immerhin scheint der Franzose auf dem Weg dorthin einen wichtigen Zwischenschritt geschafft zu haben: Er darf wieder trainieren, auch wenn seine Rückkehr in die MotoGP noch warten muss.

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