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Zarco reagiert auf Strafe: "Wollte Einspruch einlegen, aber ..."

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Zarco reagiert auf Strafe: "Wollte Einspruch einlegen, aber ..."
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Co-Autor: Lena Hemery

Johann Zarco kritisiert die Rennkommissare scharf und wollte bei der FIM Einspruch gegen die ausgesprochene Strafe einlegen - Franco Morbidelli reagiert ebenfalls

Für Johann Zarco begann der Freitag zum Motorrad-Grand-Prix der Steiermark in Spielberg mit einem Rückschlag. Laut Entscheidung der Rennkommissare ließ er sich vor fünf Tagen im Zuge des Horrorunfalls beim Grand Prix von Österreich "unverantwortliches Fahren" zu Schulden kommen. Dafür hat man den Avintia-Ducati-Pilot für sein nächstes Rennen mit Start aus der Boxengasse bestraft.

Wie Zarco wenige Stunden nach Verkündung des Urteils erfahren hat, könnte sein nächstes Rennen direkt am Sonntag sein. Denn beim medizinischen Check zwei Tage nach der Operation am Kahnbein in seinem rechten Handgelenk wurde Zarco für fit erklärt, ab Samstag auf sein MotoGP-Bike zu steigen. Am Freitag durfte er das noch nicht, weil der medizinische Check noch ausstand. Ob Zarco das Rennen am Sonntag tatsächlich fahren kann, wird nun von den Schmerzen abhängen, die er beim Fahren verspürt.

"Das Positive an diesem Tag für mich ist, dass ich für fit erklärt wurde und morgen fahren kann. Das ist wichtig", meint Zarco am Freitagabend. "Ich gehe davon aus, dass ich ein paar Schmerzen habe. Aber das ist normal. Für mich wird es darauf ankommen, wie ich diese Schmerzen kontrollieren kann. Deshalb ist es gut, dass ich es versuchen kann."

Über Einspruch nachgedacht, aber Strafe "geschluckt"

"Unglücklich bin ich mit der Strafe", betont Zarco und offenbart: "Ich habe darüber nachgedacht, bei der FIM Einspruch einzulegen. Das ist aber knifflig und würde das Problem nur noch weiter hinausschieben. Denn sollte meinem Einspruch nicht stattgegeben werden, wäre das nicht gut. Deshalb ziehe ich es vor, diese Strafe zu schlucken und aus der Boxengasse zu starten. Damit ist diese Geschichte, die keine lustige Geschichte ist, zu Ende."

Johann Zarco

Zarco findet sich damit ab, die Strafe zu "schlucken" und will nach vorn schauen

Foto: GP-Fever.de

Beim Treffen der Sicherheitskommission am Freitag wurde laut Zarco nicht über den Unfall vom vergangenen Sonntag gesprochen - jedenfalls nicht, solange er selbst dabei war. "Vielleicht sprechen sie jetzt gerade darüber", sagt der Franzose, der das Meeting vorzeitig verlassen hat.

Eigentlich hatte Zarco erwartet, dass der Unfall Thema sein wird. "Es wurden aber andere Dinge besprochen", bemerkt er und präzisiert: "Es wurde eine halbe Stunde lang nur über Reifen gesprochen." Zum Unfall vom Sonntag sagt der Avintia-Ducati-Pilot nur noch: "Es sieht so aus, dass das Thema erledigt sei, seitdem ich die Strafe akzeptiert habe."

Avintia erkennt Strafmuster - Zarco vertraut Kommissaren nicht

Avintia-Sportdirektor Ruben Xaus ist übrigens der Meinung, dass die vor zwei Wochen in Brünn gegen Zarco ausgesprochene Strafe - Long-Lap-Penalty im Rennen nach Kollision mit Pol Espargaro - für die nun in Spielberg ausgesprochene Strafe einen Präzedenzfall geschaffen hat.

"Die Sache ist die: Am Brünn-Wochenende haben wir eine Strafe erhalten, die ich eigentlich nicht verstanden habe. Ich glaube, das war der Präzedenzfall dafür, dass es jetzt wieder eine Strafe gegeben hat", so Xaus gegenüber 'MotoGP.com' und weiter: "Wir können darüber diskutieren oder nicht, aber wir müssen es akzeptieren wie es ist."

Freddie Spencer

Freddie Spencer und Co. werden von Zarco verbal scharf angegriffen

Foto: Dorna

Zarco lässt zum aktuellen Strafmaß in Spielberg noch wissen: "Ich habe kein Vertrauen in die Kommissare. Es ist sicherlich kein einfacher Job, aber ich glaube nicht, dass da die richtigen Leute auf den richtigen Positionen sitzen." Zwei der Positionen im sogenannten Stewards-Panel der Motorrad-WM sind mit Freddie Spencer und Bill Cumbow fest besetzt. Der dritte Kommissar rotiert.

Morbidelli mit Strafe "einverstanden"

Wie ordnet Franco Morbidelli als Zarcos direkter Unfallgegner vom vergangenen Sonntag die gegen den Franzosen ausgesprochene Strafe ein? "Ich respektiere die Entscheidung der Rennkommissare. Ich habe ihnen meine Sicht der Dinge geschildert und ich war der Meinung, es sollte eine Strafe geben. Ein Stimmrecht dahingehend habe ich aber nicht. Die Kommissare sind diejenigen, die entscheiden", sagt der Petronas-Yamaha-Pilot und unterstreicht: "Mit dem Urteil bin ich einverstanden."

Franco Morbidelli

Für Franco Morbidelli ist der Fall mit der Urteilsverkündung abgeschlossen

Foto: Motorsport Images

Nicht nur für Zarco, auch für Morbidelli ist das Thema damit abschlossen: "Für mich ist der Unfall Vergangenheit. In dem Moment, als ich meine Sicht der Dinge dargelegt hatte, war das Kapitel geschlossen. Es wurde im Stewards-Panel noch einmal aufgeschlagen und es ist deren Job, den Vorfall zu analysieren und Strafen auszusprechen oder nicht."

Kein böses Blut gegen Zarco

Wenngleich er mit der Strafe einverstanden ist, stellt Morbidelli eines ausdrücklich klar: "Ich brauche und ich will keine Rache, wie einige vielleicht denken. Ich hege nichts außer Freundschaft für Johann. Ich kenne ihn seit wir Kinder waren. Schon damals sind wir Rennen gegeneinander gefahren. Ich habe keine bösen Gefühle ihm gegenüber."

Und was ist mit den Worten, die Morbidelli am Sonntag ausgesprochen hatte? Damals hatte er Zarco als "halben Mörder" bezeichnet, hat sich für diesen Ausdruck aber am Donnerstag entschuldigt. Am Freitag sagt Morbidelli: "Natürlich waren meine Worte direkt nach dem Rennen hart. Ich war aufgewühlt und verärgert, weil ich mein Leben bei 300 km/h riskiert habe. Aber dafür habe ich mich entschuldigt."

"Wie gesagt: Ich hege nichts als Freundschaft für Johann, und das Kapitel ist für mich geschlossen. Jetzt konzentriere ich mich wieder auf meinen Job und tue das, was ich liebe", so der Petronas-Yamaha-Pilot abschließend.

Weitere Co-Autoren: Lewis Duncan. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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