Zufrieden und gespannt: Lecuona blickt auf MotoGP zurück, auf WSBK voraus

Iker Lecuona zieht nach zwei MotoGP-Jahren Bilanz und freut sich auf zwei Jahre in der Superbike-WM, wo er "komplett bei Null" beginnt

Zufrieden und gespannt: Lecuona blickt auf MotoGP zurück, auf WSBK voraus

Im Schatten des Abschieds von Valentino Rossi nach 26 Jahren als Fahrer in der Motorrad-WM verabschiedeten sich beim MotoGP-Saisonfinale 2021 in Valencia noch zwei andere Fahrer aus der Königsklasse: Danilo Petrucci und Iker Lecuona.

Während es Petrucci ab sofort in die Wüste zieht und er für KTM diverse Marathonrallyes, darunter die berühmte Rallye Dakar bestreitet, wechselt Lecuona in die Superbike-WM (WSBK). Im dortigen Honda-Werksteam hat der Spanier einen Zweijahresvertrag bis einschließlich 2023 unterschrieben. Lecuonas Teamkollege ist ebenfalls einer aus dem Grand-Prix-Sport: sein spanischer Landsmann Xavi Vierge, der aus der Moto2-Klasse kommt.

Ob es für Lecuona, der gerade mal 24 Jahre alt ist, in Zukunft einen Weg zurück in die MotoGP-Klasse geben wird, bleibt abzuwarten. Falls nicht, ist er mit seiner in der Königsklasse verbrachten Zeit aber auch so nicht unzufrieden.

"MotoGP ist etwas ganz Besonders. Schließlich schafft es nicht jeder, in dieser Klasse zu fahren", sagt Lecuona und erinnert sich: "Ich selbst bekam vor zwei Jahren die Chance. Und auch wenn diese Zeit für mich jetzt erst einmal zu Ende geht, bin ich sehr zufrieden."

Iker Lecuona

Sein bestes MotoGP-Ergebnis erzielte Lecuona mit P6 beim GP Österreich 2021

Foto: Motorsport Images

"Ich habe mit Marc, mit Vale, mit Fabio, mit all diesen Topfahrern gekämpft", spricht Lecuona auf Begegnungen auf der Strecke mit Marc Marquez, Valentino Rossi und Fabio Quartararo an. Bei seinen 30 MotoGP-Rennen ist Lecuona sechsmal in die Top 10 gefahren. Sein bestes Ergebnis war P6 beim Grand Prix von Österreich 2021. Unter anderem bei diesem Rennen, das in der Schlussphase von Regen gekennzeichnet war, kämpfte der Spanier mit den arrivierten Stars.

Sowohl Lecuona als auch Rossi hatten sich bei besagtem Österreich-Grand-Prix genau wie Rennsieger Brad Binder dazu entschieden, trotz des Regens auf Slicks durchzufahren. Während Lecuona Sechster wurde, kam Rossi auf P8 ins Ziel. Quartararo, der auf Regenreifen gewechselt hatte, belegte P7. Marquez kam trotz eines Sturzes noch auf P15 ins Ziel.

"Abgesehen davon habe ich mit Dani Pedrosa gekämpft. Ich darf mich also sehr glücklich schätzen", zieht Lecuona vor seinem Wechsel in die Superbike-WM ein Fazit und versichert: "Ich habe hart an mir gearbeitet und ich habe es genossen."

Iker Lecuona

In Valencia verabschiedete sich Lecuona von Tech 3, KTM und der MotoGP-Szene

Foto: Motorsport Images

Mit Blick auf seine unmittelbare Zukunft als Honda-Werkspilot in der seriennahen Superbike-WM meint Lecuona: "Für mich ist natürlich alles komplett neu, also das Team, das Bike, die Reifen. Daher weiß ich noch nicht so recht, was zu erwarten ist. Ich habe mir aber schon vorgenommen, konkurrenzfähig zu sein und bin gespannt, wie es laufen wird."

"Ob ich es in die Top 10 oder auf das Podium schaffen werde, kann ich jetzt aber noch nicht sagen. Ich muss ja komplett bei Null beginnen", bemerkt Lecuona, dessen erster Test auf der Honda CBR1000RR-R Fireblade "für Dezember in Jerez angesetzt ist", wie er verrät.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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