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Honda folgt KTM und testet erstmals den MotoGP-Prototyp für 2027 - In Sepang (Malaysia) startet die Arbeit mit dem neuen 850er-Motor und den Pirelli-Reifen

Zweite Marke nach KTM: Honda testet erstmals 850er-MotoGP-Motor für 2027

Takaaki Nakagami führt das Rollout des 850er-Motors durch (Foto von Motegi)

Foto: Getty Getty

Honda ist nach KTM der zweite Hersteller, der den neuen MotoGP-Prototypen für 2027 auf der Rennstrecke testet. Anfang Dezember absolvierte KTM mit Testfahrer Pol Espargaro in Jerez das erste Rollout des neuen Motors mit 850 Kubikzentimetern Hubraum.

Nun ist Honda an der Reihe. Wie Motorsport.com Spanien, eine Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, erfahren hat, wird Honda am Mittwoch und Donnerstag zwei private Testtage durchführen.

Das Test- und Entwicklungsteam des Werks aus Tokio reist dazu an den Sepang International Circuit in Malaysia. Es ist der letzte Test des Kalenderjahres 2025. An diesen beiden Testtagen wird Honda erstmals ein Motorrad mit dem Motor für 2027 auf die Strecke schicken.

Das Rollout wird Testfahrer Takaaki Nakagami durchführen. Bekanntlich tritt 2027 in der Königsklasse das neue technische Reglement in Kraft. Es sieht Motoren mit 850 Kubikzentimetern Hubraum, eine Reduzierung der Aerodynamik sowie den Wegfall der Ride-Height-Systeme vor.

Vor allem aber bringt es eine weitere entscheidende Neuerung mit sich: den Einstieg von Pirelli als exklusivem Reifenlieferanten in der MotoGP, der Michelin ablöst. Die französische Marke übernimmt dafür 2027 die Superbike-WM.

Obwohl Honda weiterhin intensiv an der Entwicklung des Motorrads für 2026 arbeitet, mit Testfahrer Aleix Espargaro an der Spitze dieses Projekts, startet Honda parallel einen zweiten Entwicklungsstrang.

Dabei kommt der neue 850er-Motor in einem Basis-Motorrad zum Einsatz, bestückt mit den Reifen, mit denen Pirelli auf sein MotoGP-Debüt 2027 hinarbeitet. Vorerst wird Nakagami die Rolle übernehmen, das neue Motorrad für 2027 zu entwickeln.

Aleix Espargaro konzentriert sich weiterhin auf das Motorrad für die kommende Saison. Zur Saisonmitte 2026 wird der Spanier dann die Führung des Projekts für 2027 übernehmen, wenn das neue Motorrad bereits deutlich weiter fortgeschritten ist.

Es wird davon ausgegangen, dass beim anstehenden Rollout in Sepang die Version des Motorrads für 2026 verwendet wird, mit reduzierter Aerodynamik und ohne das Ride-Height-System, zudem ausgestattet mit Pirelli-Reifen.

Pirelli hat den Teams, die frühzeitig mit der Erprobung und Arbeit an den neuen Reifen beginnen möchten, sowohl Reifenmischungen als auch Unterstützungspersonal angeboten. Bislang haben KTM und Honda das Angebot angenommen. Weitere Hersteller sollen ab Februar folgen.

Wie bereits berichtet, hofft der italienische Reifenhersteller zudem, im Jahr 2026 zwei Tests mit den Motorrädern für 2027 und den Stammfahrern durchführen zu können: einen im Juni und einen weiteren im September.

Neben Hondas Testteam wird in Sepang auch das WorldSBK-Team des japanischen Herstellers arbeiten. Dabei dürfen jedoch keine Rennmotorräder eingesetzt werden, vielmehr beschränkt man sich auf das Testen von Teilen und Komponenten mit einem Testfahrer.

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