Nach Superbike-Aus: Iannone fährt Bagger-World-Cup für Harley-Davidson
Kein Platz bei den Superbikes, aber ein neues Abenteuer im Rennsport - Andrea Iannone fährt jetzt im Bagger-World-Cup von Harley-Davidson
Andrea Iannone fährt jetzt für Harley-Davidson im Bagger-World-Cup
Foto: Team Team
Der neue Bagger-World-Cup von Harley-Davidson hat einen ersten prominenten Namen gefunden: Andrea Iannone. Der Italiener wird beim zweiten Rennwochenende der neuen Serie, die im Rahmenprogramm der MotoGP stattfindet, erstmals mit der Road Glide an den Start gehen.
Als der Bagger-World-Cup in Austin (USA) zum ersten Mal ausgetragen wurde, standen lediglich neun Fahrer am Start. Nun verstärkt Iannone das indonesische Team Niti Racing, wodurch das Feld auf zehn Fahrer wächst.
Der ehemalige MotoGP-Fahrer ist bei den beiden nächsten Rennen, die Ende Mai in Mugello (Italien) stattfinden werden, erstmals dabei. Anschließend soll er auch die weiteren Rennen bis zum Saisonfinale in Spielberg (Österreich) bestreiten.
Niti Racing ist erfolgreich in die Premierensaison gestartet. Oscar Gutierrez holte im zweiten Austin-Rennen den Sieg. Vor diesem Hintergrund kündigt Iannone an, dass er "nicht nur das Feld auffüllen" will.
"Ich mag Herausforderungen, besonders wenn sie einen aus der Komfortzone bringen", sagt der 36-Jährige. "Das hier ist etwas völlig anderes, und genau deshalb habe ich Ja gesagt."
"Ich freue mich wirklich darauf, dieses neue Kapitel aufzuschlagen, denn ich habe Harley-Davidson und seine legendäre Fahrer-Community, die eine so wichtige Rolle in der Szene spielt, immer bewundert."

Der Bagger-World-Cup umfasst nun zehn Fahrer
Foto: Harley-Davidson
"Diese Motorräder haben eine starke Persönlichkeit, man muss sie respektieren, aber gleichzeitig kann man sie ans Limit pushen. In gewisser Weise ähneln wir uns, und ich denke, deshalb passt dieses Projekt gut zu mir."
Im Vorfeld wird Iannone keinen Test mit dem Rennmotorrad von Harley-Davidson absolvieren können. Mugello kennt er aus seiner Vergangenheit in der Motorrad-Weltmeisterschaft natürlich bestens.
Nachdem Iannones Dopingsperre ausgelaufen war, kehrte er 2024 in der Superbike-WM in den internationalen Rennsport zurück. In seiner ersten Saison feierte er in Aragon einen Rennsieg.
Allerdings zeichnete sich im vergangenen Jahr schon früh ab, dass das GoEleven-Team nicht mit Iannone weitermachen würde. Er fand auch bei keinem anderen Team einen Platz.
Deshalb sicherte sich Iannone zunächst unter dem Pseudonym "Cainam Racing Team" einen Platz auf der Superbike-Nennliste für 2026. Bei Ducati wurden allerdings nie Motorräder bestellt, das Team gab es auch gar nicht.
Gerüchten zufolge war Iannone bereits für den Auftakt des Bagger-World-Cups in Austin ein Thema. Nun klappte es schließlich, und Harley-Davidson hat einen bekannten Namen für die neue Serie gefunden.
"Einen Fahrer wie Andrea in die Meisterschaft zu holen", sagt Jeffrey Schuessler, der Direktor für globale Rennsportprogramme bei Harley-Davidson, "ist ein starkes Zeichen dafür, was wir mit dem Bagger-World-Cup aufbauen."
"Er ist ein ausgewiesener Rennsieger auf höchstem Niveau, mit jener Art von Talent und Persönlichkeit, die dem Starterfeld noch mehr Energie verleihen. Das ist genau die Art von Profil, die wir anziehen wollen, während die Meisterschaft weiter wächst."
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