Dale Earnhardt Jr., Jimmie Johnson und ihre NASCAR-Rücktrittspläne

Während sich Dale Earnhardt Jr. anlässlich seines NASCAR-Renncomebacks schon mal konkrete Gedanken über einen Rückritt macht, sind diese bei Jimmie Johnson (noch) vage.

Die NASCAR-Saison 2017 startet am Sonntag endgültig und ganz offiziell in die Saison 2017. Die 59. Auflage des Daytona 500 markiert das 1. von 36 Punkterennen, nachdem es beim Clash am vergangenen Wochenende wie üblich noch nicht um Punkte ging.

Bildergalerie: NASCAR-Saisonauftakt 2017 in Daytona

Eine der bestimmenden Storys rund um das Daytona 500 ist das Comeback von Dale Earnhardt Jr. Mehr als 7 Monate nach seinem bislang letzten Rennen kehrt "Junior" ins Cockpit seines #88 Hendrick-Chevrolet zurück. Die lästigen Symptome einer Gehirnerschütterung sind beim 42-Jährigen soweit abgeklungen, dass er bereit ist, die Saison in Angriff zu nehmen.

"Junior"-Plan: Sofortiger Rücktritt als Champion

Und "Junior" macht sich schon mal konkrete Gedanken, was das Abscheiden am Ende seiner Comeback-Saison betrifft. "Sollte ich den Titel gewinnen, wäre ich raus hier", tönte Earnhardt Jr. am Mittwoch, dem traditionellen Medientag im Vorfeld des Daytona 500.

"Ich würde dann sicherlich nicht versuchen, weitere Rennen zu fahren", betonte der frisch verheiratete NASCAR-Publikumsliebling mit Nachdruck. Bleibt freilich die Frage, ob es "Junior" in seiner Comeback-Saison tatsächlich zu Meisterehren bringt. Es wäre sein 1. Titel in der NASCAR-Topliga und nach bislang 2 Daytona-500-Siegen (2004 und 2014) die absolute Krönung seiner Karriere.

Fotos aus der NASCAR-Karriere von Dale Earnharft Jr.

"Ich wollte schon immer unbedingt einmal Champion werden. Jetzt nach dieser Verletzung haben wir uns so ins Zeug gelegt. Wenn ich in diesem Jahr, dem Jahr meiner Rückkehr, den Titel gewinnen sollte, wäre es echt schwierig, den Helm nicht an den Nagel zu hängen", so die weiteren Ausführungen von Earnhardt Jr., dessen Vertrag bei Hendrick Motorsports zum Saisonende ausläuft.

Eine Vertragsverlängerung schließt der Sohn von NASCAR-Legende Dale Earnhardt zwar nicht aus, will sich damit aber "noch ein paar Monate Zeit lassen, bis ich wieder Vertrauen in meine Gesundheit habe", wie er erst vor wenigen Tagen betonte.

Johnson-Plan: 2 Szenarien für einen Rücktritt

Eine ebenso große Story zu Beginn der NASCAR-Saison 2017 ist Jimmie Johnsons Jagd auf den 8. Titel und damit etwas, was in der seit 1949 geschriebenen Geschichte der Rennserie noch keinem Fahrer gelungen ist. Unabhängig vom Ausgang seiner Rekordjagd sinnierte der siebenmalige Champion dieser Tage ebenfalls über einem möglichen Rücktritt, wenngleich nicht so konkret wie Hendrick-Teamkollege Earnhardt Jr.

"Ich darf mich glücklich schätzen, bisher nicht über einen Rücktritt nachgedacht zu haben. Es wäre großartig, wenn ich den Zeitpunkt selbst bestimmen könnte", so Johnson, um in diesem Zusammenhang mögliche Motivationsprobleme anzusprechen: "Ich mache mir mehr Sorgen darüber, wann das Feuer erlischt."

Fotos aus der NASCAR-Karriere von Jimmie Johnson

Wann kann sich Johnson einen Abschied aus dem NASCAR-Cockpit vorstellen? "Ich möchte den Schritt tun, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Sollte ich mir irgendwann Gedanken über meine Sicherheit machen und mich mit einer Verletzung befassen müssen, dann ist der Zeitpunkt gekommen."

Doch nach aktuell 7 Titeln und 80 Rennsiegen kann sich Johnson noch ein anderes Szenario für einen Rücktritt vorstellen: "Wenn sich das Ganze irgendwann wie Arbeit anfühlen sollte, würde ich aufhören. Das war bislang aber noch nicht der Fall."

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Rennserien NASCAR Cup
Fahrer Dale Earnhardt Jr. , Jimmie Johnson
Teams Hendrick Motorsports
Artikelsorte News
Tags earnhardt, johnson, junior, karriereende, nascar, plan, rücktritt