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Chase: NASCAR-Titelkampf 2016

Dank Tempo und Glück in Martinsville: Jimmie Johnson im NASCAR-Finale

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Dank Tempo und Glück in Martinsville: Jimmie Johnson im NASCAR-Finale
Autor:
30.10.2016, 20:40

Jimmie Johnson hat seinen 9. Martinsville-Sieg und damit das Ticket für die NASCAR Championship-Round 2016 in Homestead in der Tasche.

Sieg für Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Sieger Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Sieger Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Start: Martin Truex Jr., Furniture Row Racing, Toyota, führt
Matt Kenseth, Joe Gibbs Racing, Toyota, führt
Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota; Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Sieger Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Sieger Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Sieger Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Joey Logano, Team Penske, Ford
Kevin Harvick, Stewart-Haas Racing, Chevrolet
Kurt Busch, Stewart-Haas Racing, Chevrolet
Jeff Gordon, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Jeff Gordon, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet; Matt Kenseth, Joe Gibbs Racing, Toyota; Kurt Busch,

Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) kämpft in 3 Wochen in Homestead um seinen 7. NASCAR-Titel. Nachdem er vor 3 Wochen in Charlotte das Auftaktrennen der "Round of 12" im Chase für sich entschieden hatte, hat Johnson nun in Martinsville das Auftaktrennen der "Round of 8" gewonnen.

Die Art und Weise, wie Johnsons 9. Martinsville-Sieg zustande kam, war aber ganz anders als es bei seinem 8. Charlotte-Sieg der Fall war. Denn zwischenzeitlich drehte sich im Goody's Fast Relief 500 in Martinsville an Johnsons Hendrick-Chevy kein Rad... Was war passiert?

Letzte Gelbphase stellt Renngeschehen auf den Kopf

Nachdem die 1. Hälfte des 500-Runden-Rennens auf der kürzesten aller NASCAR-Strecken von Polesitter Martin Truex Jr. (147 Führungsrunden) und von Titelkandidat Matt Kenseth (176 Führungsrunden) dominiert worden war, stellte ab Runde 357 die 5. und gleichzeitig letzte Gelbphase das Renngeschehen auf den Kopf.

Ausgelöst wurde diese Gelbphase durch einen Reifenschaden am Gibbs-Toyota von Carl Edwards. Der Großteil des Feldes war zu diesem Zeitpunkt aber gerade unter Grün an der Box – bis auf A.J. Allmendinger, Jimmie Johnson und Jamie McMurray. Johnson blieb unter Gelb kurzzeitig auf der Strecke stehen, weil der Benzindruck in den Keller gefallen war. Kurz darauf ging Spitzenreiter Allmendinger unter Gelb der Sprit aus.

Bildergalerie: Goody's Fast Relief 500 in Martinsville

NASCAR brauchte rund 20 Minuten, um die Reihenfolge zu sortieren, denn in diesem ganzen Chaos wurde Langzeitspitzenreiter Matt Kenseth (Gibbs-Toyota) vorübergehend mit Rundenrückstand geführt. Es herrschte Konfusion, ob Kenseth den sogenannten "Lucky Dog" bekommt, um sich in die Führungsrunde zurückzurunden.

Als NASCAR das Chaos aussortiert hatte, war Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) der Spitzenreiter vor Teamkollege Kyle Busch. Johnson wurde trotz seines vorübergehenden Stillstands auf Rang 3 geführt, Kenseth auf Rang 5. Statt Kenseth bekam Jeff Gordon (Hendrick-Chevrolet) den "Lucky Dog". So richtig verstanden hat es niemand...

Beim Restart führte Hamlin, doch dahinter zog Johnson zügig an Titelverteidiger Busch vorbei. In der 409. der 500 Runden übernahm Johnson nach rundenlangem Zweikampf gegen Hamlin die Führung, gab sie anschließend nicht mehr ab und gewann souverän.

Vor seinem Stehenbleiben unter Gelb hatte sich Johnson vom Ende der Führungsrunde wieder in Richtung Spitze nach vorn kämpfen müssen. Grund für den frühen Rückfall war eine Kollision mit Allmendinger, bei der der linke vordere Kotflügel von Johnsons Hendrick-Chevy Schaden genommen hatte.

"Da war einiges los", so Johnsons initiale Reaktion in der Victory Lane, nachdem er seinen 9. Martinsville-Sieg und – noch viel wichtiger –  das Ticket für die Championship-Round in Homestead (20. November) in der Tasche hatte.

"Verrückt, dass die Chance auf den 7. Titel jetzt tatsächlich besteht. Doch ich habe jetzt 2 Wochen Zeit, mir Gedanken darüber zu machen. Jetzt genieße ich erst einmal", so Johnson, der sich damit in der gleichen komfortablen Situation befindet wie vor genau einem Jahr sein damaliger Hendrick-Teamkollege Jeff Gordon. Für Gordon war es ebenfalls der 9. Martinsville-Sieg seiner Karriere, mit dem er am 1. November 2015 das Finalticket für Homestead löste.

Joe Gibbs Racing: Was wäre, wenn...

Die 3 Gibbs-Piloten Denny Hamlin, Matt Kenseth und Kyle Busch mussten sich beim Fallen der Zielflagge im diesjährigen Gooody's Fast Relief 500 mit den Plätzen 3, 4 und 5 begnügen, da der nicht mehr um den Titel kämpfende Brad Keselowski (Penske-Ford) im Zuge eines furiosen Schlussspurts noch Platz 2 holte.

Der Schlussspurt von Keselowski kam nicht zuletzt seinem Penske-Teamkollege Joey Logano (9.) entgegen, da dieser einer der 8 Chase-Piloten ist und somit weniger Punkte auf die Gibbs-Armada verloren hat als es lange Zeit den Anschein hatte. Um Spitzenreiter Johnson noch abzufangen, kam Keselowski nach den 500 Rennrunden aber um 1,2 Sekunden zu spät.

Rennergebnis: Goody's Fast Relief 500 in Martinsville

Die beiden im Chase befindlichen Stewart/Haas-Teamkollegen Kevin Harvick und Kurt Busch kamen mit Rundenrückstand nicht über die Plätze 20 und 22 hinaus. Harvick hatte sich früh im Rennen eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse eingefangen. Bei Kurt Busch stimmte das Handling seines Chevy SS überhaupt nicht. Der größte Verlierer in Reihen der 8 Chase-Piloten ist dennoch Gibbs-Pilot Carl Edwards, der nach seinem Reifenschaden nur 36. wurde.

Jeff Gordon: NASCAR-Karriere zu Ende oder nicht?

Im Schatten der Chase-Piloten beendete Jeff Gordon beendete sein voraussichtlich letztes NASCAR-Rennen auf Platz 6 vor Polesitter Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota; 7.). So ganz darauf festlegen, ob es wirklich sein letzter Einsatz war, will beziehungsweise kann sich Gordon aber noch nicht. "Ich denke, das war's", so die Antwort des viermaligen Champions auf die Frage, ob es sein letztes Martinsville-Rennen war...

Etwas präziser ausgedrückt sagte der eigentlich schon im November 2015 zurückgetretene Gordon mit Blick auf den Hendrick-Chevy mit der Startnummer 88 von Dale Earnhardt Jr.: "Ich denke, das war mein letztes Rennen in diesem Auto. Ganz sicher war es das in diesem Jahr." Bei den 3 abschließenden Saisonrennen in Fort Worth, Phoenix und Homestead wird Earnhardt Jr. wieder von Alex Bowman vertreten. Beim Saisonauftakt 2017 in Daytona soll "Junior" nach aktuellem Stand der Dinge sein Comeback geben.

Zunächst einmal dreht sich bei Hendrick Motorsports aber alles darum, Jimmie Johnson zum 7. Mal zu Meisterehren zu führen. Das 2. Rennen der "Round of 8" im Chase geht am kommenden Wochenende auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth über die Bühne. Dort werden sich Hamlin, Kenseth, Kyle Busch, Logano, Harvick, Kurt Busch und Edwards bemühen, es Johnson gleichzutun und mit einem Sieg ebenfalls das Homestead-Ticket zu lösen. Johnson allerdings hat die 4 zurückliegenden Herbstrennen in Fort Worth allesamt gewonnen...

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