Registrieren

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland Deutschland
Porträt

Daytona-500-Sieger Austin Cindric: Sein unkonventioneller Weg zum NASCAR-Star

Der Pfad, über den es Austin Cindric als Rookie im Cup-Team von Penske zum Daytona-500-Triumph gebracht hat, ist ein durchaus ungewöhnlicher

1. Austin Cindric, Team Penske, Discount Tire Ford Mustang

Austin Cindric hat die Richtung seiner Motorsportkarriere mit Sicherheit klug gewählt.

Bei all den Erfolgen, die Cindric bereits im Alter von 23 Jahren in der NASCAR genossen hat - einschließlich seines überwältigenden Sieges beim Daytona 500 am vergangenen Sonntag als Rookie in der NASCCAR Cup Series - könnte man meinen, dass eine NASCAR-Karriere für den Sohn von Penske-Teampräsident Tim Cindric schon lange vorgezeichnet war. Davon jedoch kann keine Rede sein.

Sicher, Cindric wurde das Rennsport-Gen in die Wiege gelegt. Sein Großvater mütterlicherseits war der Sportwagen- und CART-Teambesitzer Jim Trueman, der im Mai 1986, wenige Monate vor seinem Tod, mit Fahrer Bobby Rahal das Indy 500 gewann.

Austin Cindrics Vater Tim Cindric wechselte nach der Saison 1999 zum Team Penske. Austin verbrachte in seiner Kindheit regelmäßig den Monat Mai in Indianapolis, während Penske dort Erfolg um Erfolg aneinanderreihte.

Über Formel- und Sportwagenrennen in die NASCAR

Als Austin Cindric seine eigene Rennfahrerkarriere begann, wandte er sich zunächst Formelautos und Sportwagen zu. Und er hatte sofort Erfolg. Nachdem er die Skip Barber Racing-School besucht hatte, um erste Erfahrungen auf Rundkursen zu sammeln, fuhr er 2013 und 2014 in der U.S. F2000Ü, die Teil des Programms "Road to Indy" ist.

Austin Cindric, David Levine

Austin Cindrics Karrieweg führte unter anderem über die Continental Tire SportsCar Series

Foto: Motorsport Images

2014 wechselte der junge Cindric zu Pabst Racing Services. Nach einem zweiten Platz im Indianapolis Raceway Park beendete er die Saison auf dem 14. Gesamtrang. Zudem nahm er an historischen Sportwagenrennen teil, wobei er am Steuer eines Porsche 944 eines gewann. All das geschah, bevor Cindric 16 Jahre alt war.

Mit 17 Jahren nahm Cindric an den 12 Stunden von Bathurst in Australien teil und war damit der jüngste Fahrer, der je an diesem Rennen teilnahm. 2015 begann er, auf Vollzeitbasis in der Continental Tire SportsCar Series zu fahren. In Mosport fuhr er zum Sieg machte sich damit zum jüngsten Sieger in dieser Rennserie. 2016 fuhr er den McLaren mit der Startnummer 6 für K-PAX Racing in der Pirelli World-Challenge.

Tim Cindric

Tim Cindric: Austins Vater ist seit 1999 der Penske-Teampräsident

Foto: Motorsport Images

Während er sich auf Sportwagen konzentrierte, schnupperte Austin Cindric auch erste NASCAR-Luft. So fuhr er eine Handvoll Rennen in der ARCA-Serie und gewann eines. Zudem siegte er bei zwei Rennen in der K&N Pro Series East und absolvierte erste Starts in der NASCAR Truck-Serie.

Vor Beginn der Saison 2017 stand Cindric plötzlich vor einer unerwarteten Entscheidung: "Ich hatte die Gelegenheit, auf die ich wahrscheinlich drei oder vier Jahre hingearbeitet hatte, nämlich als ein Werksfahrer Sportwagenrennen zu fahren. Gleichzeitig hatte ich ein paar ARCA-Rennen und ein paar Truck-Rennen bestritten, die ziemlich gut liefen, und ich hatte die Möglichkeit, aus Vollzeitbasis Truck-Rennen zu fahren."

"Mir lag also als jungem Fahrer die Welt zu Füßen. Und ich hatte auch noch die Möglichkeit, mir auszusuchen, was ich tun will", erinnert sich Cindric.

Warum NASCAR?

Cindric entschied sich für den NASCAR-Weg. Er fuhr die volle Truck-Saison 2017 im Team von Brad Keselowski, holte abermals in Mosport einen Sieg und schloss die Saison als Gesamtdritter ab.

"Ich glaube, dass [NASCAR] sicherlich die größte Bühne im amerikanischen Motorsport ist. Ich glaube aber nicht, dass man eine zweite Chance bekommt, um eine NASCAR-Karriere zu starten. Es gibt nur sehr wenige Menschen, denen das gelungen ist", weiß Cindric.

"Für mich war das eine großartige Gelegenheit. Gleichzeitig habe ich es geschafft, die Verbindung zu dieser anderen Seite (Sportwagenrennen; Anm. d. Red.) aufrechtzuerhalten. Ich hege noch immer eine große Leidenschaft für diese Seite des Rennsports, aber das war sicherlich ein entscheidender Moment in meiner Karriere."

Für 2018 wechselte Cindric ins Penske-Team in der NASCAR Xfinity-Serie. Dort hat er in vier Jahren 13 Rennen und den Titel 2020 gewonnen. In der vergangenen Saison hatte er beim Finale in Phoenix die große Chance, einen zweiten Titel hintereinander zu erringen, musste sich aber im Fotofinish um Rennsieg und Titel denkbar knapp Daniel Hemric geschlagen geben.

Fotofinish um den Xfinity-Titel 2021: Daniel Hemric, Austin Cindric

Beim Xfinity-Finale 2021 in Phoenix unterlag Cindric um Haaresbreite, aber ...

Foto: NASCAR Media

Parallel zu seiner vierten vollen Xfinity-Saison fuhr Cindric 2021 erste ausgewählte Rennen für Penske in der höchsten NASCAR-Liga. Dabei zeigte sofort, dass er in der Topliga mithalten kann. Und nun, zum Auftakt seiner ersten vollen Cup-Saison, hat Cindric bereits das größte Rennen im NASCAR-Kalender gewonnen.

FOTOS: Austin Cindric beim Daytona 500, dem NASCAR-Auftakt 2022

"Es gibt eine lange Liste von Fahrern, die es versucht haben, aber Zweiter geworden, nachdem sie viele Runden angeführt haben und wirklich nah dran waren", weiß Cindric und meint: "An manchen Tagen ist einfach dein Tag. Ich würde den Verlust des Xfinity-Titels um wenige Zentimeter wohl jedes Mal gegen einen Sieg beim Daytona 500 eintauschen."

Daytona-500-Sieger 2022: Austin Cindric mit Roger Penske und Jeremy Bullins

... der Daytona-Triumph am 85. Geburtstag von Roger Penske (links) machte es wett

Foto: Motorsport Images

"Wenn es irgendetwas gibt, das ich noch zu beweisen habe, dann weiß ich nicht, was das sein sollte", grinst der Rookie im Cup-Programm von Penske und sagt: "Ich bin ich sehr stolz auf die Familie, aus der ich stamme, bin sehr stolz auf meinen Vater und auf die Art, wie er unser Team führt. Ich bin sehr stolz auf meine Eltern und auf Roger Penske, und darauf, dass ich das erleben durfte."

Mit gerade mal 23 Jahren und der Siegertrophäe des Daytona 500 in der Hand hat Cindric bereits den Ruhm erlangt, der vielen der größten NASCAR-Stars - wie zum Beispiel Terry Labonte, Mark Martin, Tony Stewart oder Rusty Wallace - verwehrt geblieben ist.

Unabhängig davon, was als nächstes kommt, ist schon jetzt klar, dass Austin Cindrics Karriereweg der richtige war.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Vorheriger Artikel Daytona 500: Penske-Rookie Austin Cindric gewinnt NASCAR-Auftakt 2022
Nächster Artikel Infos NASCAR 2022 Fontana: TV-Zeiten, Teilnehmer, Historie & Co.

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland Deutschland