Daytona-Daily: Was ist sonst noch alles passiert?

Über die Nachwehen des Daytona-Qualifyings, die aktuellen Themen rund um die Charter-Situation - und den ersten "Big-One" 2016 im ARCA-Rennen.

Das erste NASCAR-Wochenende der Saison 2016 ist Geschichte, das Sprint-Unlimited at Daytona ist gefahren, die Pole-Entscheidung zum Daytona 500 ist gefallen.

Die endgültige Startaufstellung zum "Great American Race" steht erst nach den beiden Can-Am-Duels (in der Nacht von Donnerstag auf Freitag) fest.

Dann starten übrigens die beiden Stewart/Haas-Chevys von Kevin Harvick und Brian Vickers in ihrem jeweiligen Duel von ganz hinten. Grund ist jeweils ein Track-Bar, den die NASCAR-Offiziellen nach der Qualifikation monierten (hier alle aktuellen Daytona-Bilder).

Vickers, der offizielle Ersatzmann von Tony Stewart, wird in der Startnummer 14 nach Daytona vermutlich von Childress-Enkel Ty Dillon ersetzt. Der verletzte Stewart selbst dürfte frühestens im Mai wieder ins Cockpit zurückkehren (hier der Überblick über das gesamte Daytona-Starterfeld).

Dann könnte er, nach Aussage von NASCAR-Chef Brian France, mit einem ähnlichen Chase-Prozedere rechnen, wie es 2015 mit Kyle Busch gehandhabt wurde.

"Du kannst natürlich nicht ein Rennen vor Chase-Beginn daherkommen, dieses Rennen gewinnen und dann zehn Wochenenden spazierenfahren", so France gegenüber Sirius XM Radio.

"Du musst schon beweisen, dass du über einen längeren Zeitraum ganz vorne mitmischen kannst. Genau wie bei Kyle hoffe ich auch für Tony, dass er eher früher als später zurückkommen kann. Je früher er zurückkommt, desto leichter macht er es uns."

Hinter den Kulissen wurde am Samstag der Verkauf der beiden Waltrip-Charters an Joe Gibbs Racing (für Carl Edwards) und Stewart/Haas Racing (für Kurt Busch) finalisiert. Der erzielte Verkaufsbetrag wurde nicht veröffentlicht, nur die Teambesitzer haben das Recht, die entsprechenden Papiere einzusehen.

Auch ein dritter Charter-Vertrag wurde abgegeben: HScott Motorsports hat sich für seine Startnummer 46 die Startberechtigung von Premium Motorsports organisiert. Allerdings ist dies ein Leasing-Geschäft, das vermutlich nur für die Saison 2016 gilt.

Leer ausging in den Charter-Verhandlungen das Traditionsteam der Wood Brothers, die dem Vernehmen nach im Anschluss aus der Race Team Alliance austraten. Die Mannschaft war auch nicht in der Lage, sich einen der beiden Waltrip-Charters zu kaufen, denn die finanziellen Mittel reichten offenbar nicht aus, um in einem Bieterkrieg ernsthaft gegen die Schwergewichte Gibbs und Stewart/Haas anzutreten.

Übrigens: Auch in der nicht von NASCAR organisierten ARCA-Serie ging am Wochenende der Saisonauftakt über die Bühne.

John Wes Townley gewann das Lucas Oil 200 vor William Byron. Beide Piloten werden 2016 auch in der Truck-Serie an den Start gehen. Der erst 18-jährige Byron ist eines der nächsten großen Nachwuchstalente und sitzt bei den NASCAR-Trucks im Cockpit von Kyle Busch Motorsports.

Stewart/Haas-Talent Cole Custer, 2016 einer der Titelfavoriten bei den NASCAR-Trucks, wurde Zehnter, nachdem er sich von der Pole-Position aus zu Rennbeginn einige Führungsrunden gut schreiben lassen konnte.

Bobby Gerhart, seines Zeichens achtfacher ARCA-Sieger in Daytona, wurde früh aus dem Renngeschehen gerissen, als er in den ersten Big-One der Stock-Car-Saison 2016 verwickelt wurde, dem neun ARCA-Boliden zum Opfer fielen (hier die ARCA-Bilder aus Daytona).

Am heutigen Montag und am Dienstag gibt es in Daytona zwei Ruhetage ohne Fahrbetrieb, bevor am Mittwoch die nächsten Freien Trainings anstehen.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Cup
Veranstaltung Daytona 500
Rennstrecke Daytona International Speedway
Fahrer Tony Stewart , Kevin Harvick , Kurt Busch , Brian Vickers , Carl Edwards , Kyle Busch , Ty Dillon
Teams Stewart-Haas Racing , Joe Gibbs Racing , Wood Brothers Racing , HScott Motorsports
Artikelsorte News